Posts from Richard Lawson in thread "Mods oder Rocker (NDR)"

    Das würde ich dann mal als Fortschritt bezeichnen. Wenn irgendwelche Krawall-Iros aus den Nachbarstädten anreisen, fremdes Eigentum beschädigen (geh ich mal stark von aus) und die Bullen auf Trab halten, was letzendlich wieder der Steuerzahler latzen darf, dann muss dat nich sein. Wobei es da eigentlich egal ist, welcher Subkultur die angehören.....

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    Original von sid.vicious:


    Cramps, Meteors und sowas in der Richtung. Vorn anstatt der Tolle ein Flat. In der Szene befanden sich einige Rechte. Wie es heute damit aussieht weiß ich nicht. Glatzen trieben sich auch auf deren Konterten rum und keine Red Skins oder SHARPS.

    Psychos haben mit Politik nichts am Kopp. Wenn da mal auf einem Konzert Rechte aufgetaucht sind, heißt das nicht, das die dazugehören, oder? Mit solchen Unterstellungen musste ich mich selbst in den späten 80ern rumärgern - da hieß es Rockabillies seien rechts, wegen der Südstaatenflagge....alles lächerliches Gesülze. Rechte Spacken gibt es bei den Ravern, den Black-Metallern, den Skinheads und sicher auch in allen Anderen Subkulturen. Aber son Satz wie "In der Szene befanden sich einige Rechte" verursacht mir ne pochende Ader am Hals. Wenn sowas einer liest, der es nicht besser weis, der posaunt dann irgendwelche Halbwahrheiten durch die Gegend. lolp

    Die Eis-am-Stiel-Typen haben ja auch in der Zeit gelebt, in der das der Lifestyle war - wozu also ne Subkultur gründen? :221:
    Der Psychobilly ist eine härte, schnellere Art des klassischen Rockabilly. Ende der 70er von den METEORS eingeführt (Böse Zungen behaupten, die CRAMPS hätten den Stil zuerst gespielt) und im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Aber da bewege ich mich auf unbekanntem Terrain - Psychobilly bin ich nich. :3:

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    Original von Weißherbst:

    Sind die Eis am Stiel Typen dann Teddys?

    lol die Eis-am-Stiel-Typen sind Jugendliche in den 60erJahren, würde ich sagen. Und das Teddy-Boys sich mit Punks verstehen, halte ich für´n Gerücht. Aber das hält wohl jeder wie er will.... Der Stilwechsel ist normal, wobei ich das nur von den Rockabillys kenne - warum auch nicht, ist alles in den 50s verwurzelt. Untrue oder True gibts für mich persönlich auch nicht - nur Leute die sich aus allen Subkulturen das Beste rauspicken und ne Woche später gehts wieder in ne ganz andere Richtung. Guck Dir mal den Film QUADROPHENIA an, der ist sehenswert - alleine schon wegen des Soundtracks. Da sind Rockabillies auch gleichgesetzt mit Rockern.
    Ideale? Keine Ahnung wie die Allgemeinheit das handhabt - mir gefällt der ganze Lifestyle halt. Wilde Musik, frauliche Frauen, Oldtimer und nochma im gesetzten Alter den Teenager raushängen lassen. Dazu noch ein paar Liter Bier (nein ,Wein halte ich für "untrue",sorry lolp ) - und es ist perfekt. Ich persönlich bezeichne mich noch als unpolitisch, ignorant und misstrauisch. Das ist aber keine Voraussetzung.... :0:

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    Original von Weißherbst:

    Und worin liegt jetzt der Unterschied zwischen Teds, Rockabillys oder Rock n Roller?

    Die Teds (Kurzform für Edward) tragen den Edwardian-Stil, angelehnt an die edlen Gehröcke König Edwars von Englands. Teds oder Teddy-Boys gibts seit den späten 50ern, in den 70er bzw. frühen 80er Jahren gabs mal ein Revival durch Bands wie Crazy Cavan oder Flying Saucers - der Teddy-Boy-Rock n roll ist moderner gespielt als der klassische.

    Teddy boys:

    Rockabillies sind die "Halbstarken" der 50er Jahre (wie würde es auf dem Kinoplakat stehen - young, wild and restless). Vom Stil her schwere Lederjacken, Bluejeans, Biker Boots oder Engineers, Holzfäller-Hemden oder einfache weiße T-Shirts. Musikalisch am jungen Elvis, Charlie Feathers, Hasil Adkins etc. ausgerichtet - oder an Bands/Sängern die diese Art der Musik heute noch so spielen wie die Stray Cats, Polecats, Rattlers etc.

    Rockabillies:

    Rock n Roller (oder auch HepCats): Orientieren sich ausschließlich am "Originalen". Tragen keine Retro-Bekleidung und nutzen auch im Alltag fast ausschließlich zeitgenössische Geräte, Autos etc. pp. Musikalisch das Gleiche: Nur Original ist genial lolp Eher klassische Kleidung als "Wildes". Wobei hier auch der ein oder Andere prostestieren würde und sagen würde: Zwischen Hepcats und Rock n Roller gibts nen Unterschied, aber das würde zu weit führen und ich seh das auch nicht so. lolp

    Hepcats:


    Diese Drei verschiedenen Subkulturen überschneiden sich natürlich. Creeps tragen alle drei, ebenso Lederjacken/Mäntel etc. Verstehen tut man sich auch. :3:

    Creeps oder Creepers:

    Lederschuhe mit dicker Kreppsohle, gab es auch in den Fifties schon.

    Mods oder Modernists:

    Subkultur, entstanden in den frühen 60er Jahren. Meist Kinder der Arbeiterklasse, die ihren gesamten Monatslohn in Klamotten investiert haben, um sich abzuheben. Gerne auf Motorrollern unterwegs, trugen alte Armeeparkas damit der Anzug nicht beschädigt oder verschmutzt wurde. Viele von Ihnen lieferten sich damals legendäre Prügeleien mit Teds und Rockern auf der Strandpromenade in Brighton/UK.

    Ich hab übrigens auch nix gegen gepflegten Punkrock wie die Dropkick Murphys oder Ramones, Metal von früher wie Helloween, 80er Mucke (da bin ich schließlich großgeworden), ab und an mal was Düsteres wie Dimmu Borgir oder Cryptic Carnage oder Raventhrone und ich hab auch nix gegen die Sex Pistols oder die Pogues. Nochmal: Mir gehts NICHT darum, andere Mucke schlechtzureden, weil die nicht "stilecht" ist. Achso, und Meteors sind, was den Psychobilly angeht, die Größten! Mad Sin hab ich lange gehört, insbesondere die "SWEET & INNOCENT? LOUD & DIRTY" - großartige Platte.

    P.S. Zu "Kommerz" gibts für mich ebenfalls nicht - entweder die Mucke ist gut oder schlecht. Die alten blink 182-Sachen sind Z.B. "Kommerz" - aber die mag ich ganz dolle. lol Nichts gegen einzuwenden, wenn jemand mit seiner Passion Geld verdient. So wie Elvis z.B. :5:

    Völlig richtig - zumal ich natürlich nicht das Recht habe, jemandem vorzuschreiben was er tragen soll/darf oder nicht. Wenn Du persönlich mit dieser Art der "Uniformierung" nicht klarkommst, machst Du ja genau das Richtige - Du meidest die Subkulturen. Wenn das alle machen würden, wäre ich ja zufrieden. Aber es ist einfach so, das sich diese einzelnen Subkulturen gebildet haben, gerade WEIL es da (zumindest grobe) Vorgaben gibt, speziell eben bei den Rockabillies - die stehen für die 50s...da kann man nichts "weiterentwickeln", der Drops ist gelutscht. Es steht ja jedem das Recht zu, sich seine eigene elitäre Subkultur zu erschaffen, nur muss ich mir das nicht unbedingt angucken.
    Wenn jeder nur noch dies, das und jenes irgendwo einfließen lässt, gibt es irgendwann keine Unterschiede mehr - alles eine Suppe. Gerade das es so viele verschiedene Gruppierungen gibt, macht doch die Sache interessant. Ich würde mich da auch nicht als "verbissen" sehen, sondern eher entsetzt oder traurig - ich mach das alles ja nicht erst seit gestern, sondern schon seit über 20 Jahren. Und wenn man dann sieht, das die eigentliche Szene langsam vergreist und nur noch Alleshörer und Modepüppchen nachrücken, kommt einem schon manchmal das Essen hoch. Wenn dann noch die BASEBALLS im Fernsehen auftreten, dann ist der Tag gelaufen.

    Nebenbei bemerkt: Es spricht nix dagegen, das jemand mit nem Punk Shirt auf ein Rockabilly-Konzert geht - dann aber bitte nicht mit Tolle, Lederjacke und Creeps. Entweder oder. Aber das ist Ansichtsache. Ich meine, das zerstört die Subkulturen.
    Und das mit dem dritten Reich.....ich weis nicht. Was damals passiert ist, ist schließlich unter Zwang so gelaufen und die Auswirkungen kennt man ja (bis zum Erbrechen). Das miteinander zu vergleichen - ich weis nicht. Ich mag auch Schuluniformen - würde den Kinder ne Menge Neid und Streit ersparen. Landen wir deshalb wieder bei Hitler & co.? Ich denke nicht.

    Cheers.

    Es kommt ja immer drauf an, warum man sich einer "Subkultur" anschließt. Wenn man das nur macht, um schnell möglichst
    viele neue Freunde zu finden (was man sonst nicht so drauf hat), find ichs Kacke. Ich selbst bin Rockabilly, weil ICH die Musik geil finde, ich mag Lederjacken, Pomade auffem Kopp, Oldtimer und Frauen die noch wie Frauen aussehen und nicht wie abgemagerte, androgyne Fehlgeburten. Der Lifestyle der 50er Jahre gefällt mir eben....ja, auch die alten Blumenbänkchen von Omma oder das Nierentischchen. Ich steh nicht besonders auf Punks (hab ich aber noch nie), mit Mods hab ich nix am Kopp - ich kenn keine. Ich guck mir halt selbst aus, was ich mag - achte aber auch darauf, das es zum Style der 50s passt. Was nicht bedeutet, das das karierte Hemd nicht von H&M sein darf. Allerdings sind mir Leute zuwider, die mit 5cm-Ohrtunneln, Monstertolle mit blonder Strähne und Motörhead-Shirt auf Rockabill Konzerten rumhüpfen zuwider - da bin ich dann wieder der Meinung, das das mit Rockabilly oder den 50s nix zu tun hat und nicht passt. Aber im Endeffekt muss das jeder selbst wissen....wenns mir zuviel wird, meide ich halt ne Zeitlang Konzerte oder Festivals bis wieder gut is...... :0:

    Cheers.