Posts from Black_Cobra in thread "Bester Halloween Film"

    Am Ende wohl (auch) eine Empfindungssache. Besonders auf Seiten wo wirklich Jeder eintragen/ergänzen kann, meist ohne seitenbetreibende Fachleute welche m.u. gar grundlos ablehnen,
    kann sowas leider rauskommen. Cunningham hat den Freitag gedreht, er sieht ihn als Thriller, ich selbst sehe ihn ebenfalls so.
    Horror & Thriller liegen oft nah beieinander.

    Wobei ja der Originale keinerlei übersinnlichen Elemente enthält Eigentlich kam das ja erst ab Teil 6

    Ab dem 6. mehr in Szene gesetzt, im 7. hervorragend als Vordergrundthematik benutzt.
    Allgemein benötigt Horror keine Übersinnlichkeit um dem Genre quasi gerecht zu werden. Ohne jedlichen untoter Geisterkiller Zauber was alles jedoch nicht mehr irdischem entspricht,
    geht quasi (mit Ausnahme des Endes) nur Teil 1 durch. Nichtsdestotrotz stellt sich hierbei die Frage: Was benötigt Horror um Horror zu sein?

    TCM ist lupenreines Terrorkino auf höchst psychischer Ebene.
    Er wird allerdings dem Slasher-Genre teilweise zugeordnet, durchaus seltsam, nicht nachvollziehbar.
    Freitag der 13. gilt als Horrorfilm, laut Cunningham handelt es sich viel mehr um einen Thriller.
    Der "wahre" Horror entstand erst zum Ende bzw. folgte im Anschluß mit Jason als Mörder.

    Ich finde schon, dass Halloween das Slashergenre geprägt hat. Nicht gegründet, aber doch geprägt.

    Könnte man den 1.Freitag (mit) dazurechnen, erst nach dem weiteren Überraschungserfolg des eher Thrillisch gehaltenen Films, ging der Zirkus richtig los.
    Betrachtet der allgemeinen Vielzahl an Meinungen, ohne Halloween kein 80er Boom keine Slasher überhaupt, befindet er sich allein auf Grund weiterer Werke automatisch im Vergleich.
    Das ganze Genre wird einzig und allein diesem Film zugerechnet, mehrheitlich jedenfalls, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.
    Hierbei dürfte ebenso besonders der musikalische Score den Erfolg beigesteuert haben, denn rein inhaltlich bietet er zuhauf gähnende Leere.
    Er mag von allen 78 herausgekommenen am Erfolgreichsten gelaufen sein, der Slashergott ist er deswegen imo noch lange nicht.

    Sehr interessante, Info, habe ich wieder was dazulernen können! Das war mir gar nicht bewusst. Für mich war Intruder immer schon eine richtige Perle und hatte auch das Gefühl, dass er angemessen gewürdigt wird. Bis heute hat er viele Fans. Das er damals aber "untergegangen" ist wusste ich nicht. Das ist natürlich sehr schade, aber immerhin wird er heute geschätzt.

    Man hat ihn mit der Zeit immer mehr schätzen gelernt und neu entdeckt, sicher auch im Zuge der späteren VHS/Digitalveröffentlichungen.
    Der Audiokommentar mit Regisseur Scott Spiegel und Produzent Lawrence Bender lässt sich gut anhören. Hierbei wird, wie unsererseits festgestellt, auch Bezug auf damalige Verhältnisse End 80er genommen,
    wonach Filme wie Intruder mangels Interesse an den Kinokassen deutlich finanzielle Einbußen gegenüber den Vorgängern erzielte.

    Der Twist am Ende kann seine Stärke natürlich nur bei Erstsichtung entfalten, sofern man den Film handlungsmäßig nicht vergessen hat :0:
    Macht selbst mit Gewißheit enorm Spaß, und Ja, definitiv eine Perle im Slashergenre :44: Um so erfreulicher, als CMV in unserem Lande den Workprint welcher bereits in USA lediglich als DVD-R erschien, in gepresster Version beifügte. :254:

    Gebe schon Leute die ihn "steinigen" würden aber die sind glücklicherweise heute hier nicht mehr existent :3: (was auch hoffentlich so bleibt).

    meinst du Bloodnight aka Intruder? Der im Supermarkt spielt und Bruce Campbell für paar Sekunden mitspielt?

    Genau den :254: Dessen Regisseur bestätigts im Audiokommentar, das sein Film größeres Ansehen genießen würde wenn er etwas früher rausgekommen wäre. Die meisten Leute haben sich in der Zeit nicht mehr großartig für Slasher interessiert.
    so das einige dann untergingen.

    Scream hauchte dem Genre frisches Leben ein, mochte sie alle 4 :254: Neuere Vertreter ziehen zu viel auf die Kacke, da gehts wirklich nur noch um so hart töten wie möglich, verlieren dabei jedlich filmischen Aspekt. Härter ist ja nicht unbedingt immer besser, gleichwohl ohne CGI begrüssenswert! Leider schlagen jene sich oftmals in anderweitigen Punkten. ZU krasses Overacting, nicht mal den Hauch einer Geschichte, C-Liga Darsteller etc., da wird mir speiübel^^

    Besonders erfreulich das immer weniger mit Retromucke erscheinen, die mal so gar nicht nach 80er klangen. Mit Slasher verbinde ich eindeutig und ausschließlich 70 bzw. selbstredend 80er, mit Scream 90er zum Ende hin. Den heutigen ist der Selbstzweck deutlich anzumerken. Alles muss noch härter und brutaler sein, sowas is echt nicht mehr meine Welt und vollkommen unverständlich. Ernsthaft, wenn ich früher Slasher gedreht und gewusst hätte, welche Streifen sie später mal quasi fördern, wäre die Kamera mit sofortiger Wirkung durchs Fenster im Studio gelandet! Natürlich werden heutige Mainstreamhorrorbrutaloschinken genau so am Fließband produziert wie einst in 80ern (und Ja da gabs auch genug Käse^^), nur mit dem Unterschied, die Alten lachen ehrlich, die heutigen zum Großteil penetrant. Lieber schau ich 100x Muttertag, Tanz der Teufel, Prowler, Graduation Day, Burning usw. als Chromeskull, 100 Tears und der ganze Mist. Terrifier ist auch so ein Kandidat, ohne eine bestimmte Szene lege der längst im Müll.

    In dem Sinne vergleiche ich sie nicht, er bekommt wie geschildert nur den ganzen Ruhm ab, und wird als maßgeblichen Grund angesehen weshalbs in 80ern (vornehmlich maskenfrei) überhaupt losging.
    Als wäre der Slasher an sich in dem Jahrzehnt komplett nicht existent, was nunmal nicht stimmt.

    Bava scheint allgemein eine Schwäche für wendungsreiche Filmenden zu haben, in Wild Dogs zog er selbige Nummer ab, was mich jetzt auf Bloodnight bringt welcher ebenso mit einem unerwarteten Ende
    zu überzeugen vermochte. Sicher heute zu den Klassikern zählen würde wenn er statt 89 mehr bis Mitte 80 herausgemommen wär. Ende 80er galt der Slasher ohnehin als tot.

    sondern auch z.B. Blood Feast aus den 60ern.

    Natürlich, der Höhepunkt jedoch ging erst in den 80ern richtig los, als quasi 100terte, mal mehr mal weniger gut, aus den Ecken kamen. Sie alle führen es auf den Erfolg von Halloween zurück,
    wonach jener eben als quasi Slashergott betrachtet wird. Ohne Halloween keine Slasher. Dabei den Wegbereiter fälschlicherweise außer Acht lassen. Blutrausch bietet ebenso manch Slashermoment,
    mehr als TCM. Nichts anderes als wenn jemand dem andern seine Gesangsstimme leiht, jener den Erfolg kassiert während du im Schatten bleibst. Sowas finde ich eher unschön, ums noch nett zu formulieren.

    TCM ist in der Hinsicht belanglos, wobei selbst jener m.u. als Slasher gesehen wird, jedoch später als Bava's Film erschien, ohne dessen Einfluß abzusprechen.
    Seinen heutigen Stellenwert verdient TCM zweifelsfrei! Wie so oft wird der Fehler begangen, die Filme inhaltlich zu vergleichen, jeder hat seine Umsetzung doch gehören sie einem Genre an.
    Halloween wird als Slasher bezeichnet, Blutrausch ebenso, trotz früherer Erscheinung erntet erstgenannter alle Lorbeeren. Carpenter's Film wird als einziger Wegbereiter gesehen welcher das Slashergenre "erfand", da sie reihenweise empor schossen wie warme Semmeln. Hat lange gedauert bis Bay of Blood als Wegbereiter/Mitgründer Anerkennung fand, und als solches gesehen wird. Halloween mag das Genre nachhaltig geprägt haben, doch Bay of Blood hat den Weg gesetzt.

    Ich finde den oft gemachten Vergleich Halloween/Blutrausch des Satans eigentlich gar nicht zulässig. Denn mit dem "typischen" Slasher, wo eben ein Typ mit Maske junge Leute killt hat Blutrausch überhaupt nichts zu tun.

    Doch :)

    Quote

    Einzig könnte man sagen, dass in Halloween die POV-Perspektive gezeigt wird, die ja auch in Blutrausch eingesetzt wurde. Aber auch Blutrausch war nicht der Erste mit POV, sondern "Peeping Tom" aus den 60ern.


    Es geht darum das oftmals behauptet wird, Halloween habe allein das Slashergenre geprägt und es gebe speziell aus jener Zeit, keinen ähnlichen Film.
    Mit oder ohne Maske, beide stammen aus den 70ern, in beiden wird gemordet wobei Blutrausch deutlich härter zur Sache geht. Er gilt heute gar als Wegbereiter bzw. Mitbegründer des Genres und verdient meiner Ansicht nach, in einem Atemzug mit Halloween genannt zu werden welcher viel zu viel Anerkennung bekommt. Er kam zur richtigen Zeit raus, ändert jedoch nix an der Tatsache das es vor dem Werk, einen wesentlich härteren gab (um in den 70ern zu bleiben). Und das war und ist eben Bay of Blood.

    Blutrausch bietet halt außer den richtig guten Killszenen einen (typisch Bava) überraschenden Twist am Ende. Für mich ganz großer Klassiker.
    Was Halloween & Freitag gemeinsam haben, sie brachten jeweils eines der berühmt berüchtigtsen Killer hervor.
    Finde Freitag 1 gut gemacht, trotz mancher Sichtung in dem er etwas "lahm" erschien. Mag ihn trotzdem, letzter Versuch vor einiger Zeit kam er wieder deutlich hochwertiger.
    Als Jason Fan gingen die Teile mir lange recht nah, außer Teil 5 und mit Abstrichen 6. 8 & 9. Man merkt den Alten ihren Charme an, auch handwerklich sauber inszeniert mit richtigen, meist sympathischen Darstellern.
    die nicht wie heutige eher austauschbar sind. Natürlich spielte keiner von ihnen Oscarreif, allerdings enorm natürlicher. Heute genießen die Filme bei vielen Fans Kultstatus, kaum ein Regisseur blickt nicht gerne auf seine alten Werke mit
    nachhaltiger Wirkung zurück, wo man noch was leisten musste um Erfolg zu haben und nicht durch schlecht animierte Effekte auffiel. Vom Geschichtlichen her ganz zu schweigen, heute wird nur noch kopiert und das schlecht, oder auf mieseste Art & Weise umgesetzt. Das Herzblut von früher, fehlt heute.

    Vom Stil her ist Carpenter's Halloween definitiv meins, der übertrumpft locker jeden heutig abgefeierten Pseudoharten welcher außer stumpfer Gewalt nix bietet und vom Geschichtlichen her löchriger ist, als ein schweizer Käse.
    Nur ist er in meinen Augen lange nicht das Juwel für was er gehalten wird. Dahingehend fand ich den ruhigen Long Weekend, oder Blutrausch des Satens (vor Halloween!), wesentlich bedrohlicher. Selbst Carpenter's Unsichtbare Auge (unverdient abgesoffen!) war deutlich besser. Dennoch, die ganze Art damaliger Werke fehlt heute EXTREM!

    Ich habe einfach mal für [...] Rob Zombies Halloween II gestimmt. Ungewöhnliche Wahl [...]stark unterbewertet und total verkannt.
    Rob Zombies Halloween - [film]8[/film]
    Rob Zombies Halloween II - [film]9[/film]

    Dem könnt ich fast zustimmen. Zombies Halloween hat mich auf Grund seiner rohenden Stimmung/Machart echt umgehauen, auch die Fortsetzung fand ich mal echt eigen und mutig.
    Kopiert jemand was 1:1 wird mit dem Finger gezeigt (miese Kopie), versucht jemand was eigenes zu schaffen ohne plumpe Übernahme ists auch wieder nicht recht.
    Sicher steht H2 dem Vorgänger hintendran, ich sehe den ersten mit Nase vorn und tendiere da zur 10er Wertung, die 9 beim 2. passt jedoch ganz gut.
    Vermute man muss mit seinem Stil klarkommen.