Posts from Doom Of Nightmare in thread "Maniac (Remake)"

    Kontro Vers hat es wohl erfasst. Ich fand den Film bis auf das Ende eig. nicht hart, der kann nur verboten sein weil er so bekannten Cast hat. lolp dafür der Serbe auf Liste A abgestuft. Ganz ehrlich das hat nur noch was mit Würfeln zu tun. :prop:

    Quote

    Original von Sam Trautman:
    Fakt ist William Lustig persönlich kann das Remake gar nicht so schlecht gefunden haben, wenn er im Intro dem Zuschauer den Film präsentiert und viel Vergnügen wünscht.

    Vielleicht wurde das Interview schon vor Sichtung aufgenommen. lolp

    Sin City war einer der ersten modernen künstlichen Kunstfilme neben The Cell, schlecht war er trotzdem nicht, ich find ja auch nicht alles schlecht was künstlich ist, aber Schauspielleistungen waren dort nicht wirklich gute zu erkennen, die sind in der Künstlichkeit untergegangen oder in ihr verschmolzen.

    Elijah Wood gescheit zu verpacken ist schon fast aussichtslos, aber America Olivo nicht hölzern zu lassen ist ausgeschlossen, das Remake ist für mich eine Katastrophe bevor ich es überhaupt gesehen habe. Härte dürfte gegen 0 tendieren, warum setzt Aja nicht auf eher unbekannte Darsteller. Hoffentlich wird der Scheiss noch abgebrochen. lolp Berwertung tendiert bei mir zwischen 0-3/10.

    Quote

    Original von Dr.Mabuse:

    Der Regisseur ist mir nur durch P2 ein Begriff, welcher ansehlich aber doch i-wo nichts weltbewegendes war.

    Zum Remake: Toll, ein Bekannter und ich witzelten grad vor wenigen Tagen noch, das ja kein Remake von Maniac kommen soll. Ich meinte noch, das Spinell vor lauter Erbostheit aus dem Grabe steigt und alle erledigt :3: Und, ich hoffe es auch lolp

    Gehe durch Aja und aus unbezwingbarer Leistung des Joe Spinell's in Anbetracht durch den P2 Regisseur mit 0 Erwartungen ans Remake, alles andere wird sich rausstellen.

    Ja stimmt, P2 war totaler Müll. Allerdings gaben sich die Remake von Ich spuck auf dein grab und Last House on the left gelohnt, also mal abwarten. Wo Aja draufsteht, da bin ich trotzdem optimistisch, wenns nicht klappt, liegt es am Regisseur. lolp

    maniac.jpg

    Produktionsland: Frankreich, USA
    Produktion: Alexandre Aja, Grégory Levasseur, Alix Taylor, Antoine de Cazotte, Daniel Delume, ndrew W. Garroni uva.
    Erscheinungsjahr: 2012
    Regie: Franck Khalfoun
    Drehbuch: Alexandre Aja, Grégory Levasseur, C.A. Rosenberg
    Kamera: Maxime Alexandre
    Schnitt: Baxter, Franck Khalfoun
    Spezialeffekte: Matt Kutcher
    Budget: ca. 13.000.000$
    Musik: Rob
    Länge: ca. 93 Minuten
    Freigabe: SPIO/JK: keine schwere Jugendgefährdung
    Darsteller: Nora Arnezeder, Elijah Wood, America Olivo, Morgane Slemp, Sal Landi, Dan Hunter, Steffinnie Phrommany, Joshua De La Garza

    Inhalt:
    Frank ist Besitzer eines Mannequin Ladens. Er lebt ein eher zurückhaltendes und verschlossenes Leben. Doch dies ändert sich, als die junge und hübsche Anna in sein Leben tritt. Für ihre neue Ausstellung wendet sie sich an Frank. Aus dem Treffen entwickelt sich eine Freundschaft. Doch der Schein trügt. Denn unter der Oberfläche verstärkt sich seine geheime Besessenheit. Je länger die Freundschaft anhält, desto heftiger tritt seine Manie zum Vorschein.


    Kinostart in Deutschland: 27.12.2012
    Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 21.05.2013
    deutsche FSK Fassung geschnitten Spio Fassung ist Uncut

    Kritik:

    Regisseur Aja wird wie gewohnt zu Beginn bereits schwarzhumorig zu Werke gehen, zu sehen am ersten Mord, der keine Minute auf sich warten lässt, wo das Messer durch den Kopf gejagt wird. Allerdings fällt diese Szene für so einen Stich ziemlich blutleer und digitalisiert aus. Das weibliche Opfer zieht dabei auch eine komische Modentussenschnute. Auffälliges auch beim 2. weiblichen Opfer, was man dann länger präsentiert. Diese hat lauter Tattoos auf den Armen, trägt aber rosa Wäsche und gar gleichfarbige Unterwäsche und rosa Lippenstift, irgendwie beisst sich das ziemlich, wahrscheinlich so ein Hipster Stil, alles in einem zu vereinen. Immerhin zieht sie mal ordentlich blank. Optisch aufreizend wie gewollt ist aber was anderes, man fühlt sich bei ihr wie in einem Pornofilm. Mitze Nummer 3 ist mit dem hübschen Exportschlager Nora Arnezeder dann eindeutig die beste Wahl, sie erweist sich dann auch als wahre Liebe des Mörders, es folgen dann noch einige weitere weibliche Opfer. Die Geschichte ist bis zum Finale recht einfallslos und kommt im Mittelteil auch mal fast zum Stillstand. Im Remake findet der Seriekiller seine Opfer nun in Chatrooms im Internet.

    Es ist schon erschreckend wie aus dem süßen Kinderstar Elijah Wood (vor Herr der Ringe) mittlerweile so ein versifftes, Nerdgesicht werden konnte und das nicht nur in Maniac, sondern auch schon bei seinen letzten Filmen zu sehen, wahrscheinlich die Drogen und das nicht zu knapp. Groß hergerichtet sieht er nicht aus, rein optisch würde er sogar in die Rolle eines Gestörten passen, denn als Mädchenschwarm hat er definitiv ausgedient, so dass man ihn auch nur noch in Horrorfilme als Ekelgesicht verheizen kann.

    Rein visuell ist das Maniac Remake gut und bewegt sich vom Stil her auf dem Level von Drive mit hochdigitalisierten Bildern und einem abwechslungsreichen, stimmigen Computersound, der stetig düdelt, mit herausragenden Klangbild für die Surround Anlage. Die Aus-der-Sicht-des-Psychopathen Perspektive ist hier nicht gelungen, dadurch fehlt vor allem der Bezug auf den Serienkiller und Wood’s Stimmen aus dem Off und auch seine Blicke sind nicht gerade dass, was man mit einem Serienmörder verbinden möchte und man kann bei Wood’s Erscheinen ein stetig innerliches Grinsen Frodo (aus Herr der Ringe und Hobbit) zu sehen, nicht wegwischen, auch wenn er nicht mehr so aussieht, bis auf die Augen.

    Für einen modernen Kinofilm gibt es recht derbe Morde, wie erwähnt hochdigitalisiert und für den Mainstream und Gelegenheits-Horrorfilmseher von Heute durchaus eine Herausforderung, was die Härte angeht. Für Kenner der Horrorfilmszene oder Fans des Originals ist das Ganze kein Stück dreckig, schmutzig oder verstörend.

    Etwas merkwürdig ist, dass der Serienmörder in belebter Gegend samt Hochhäuser die Frauen nachts kreischend durch die Straßen und Bahnsteige jagen und sie ausführlich dann auch auf der Straße schlachten kann, ohne das es jemanden auffällt. Die Mordszenen sind nur bedingt einfallsreich und somit lange etwas besser als die Story, wie das abschneiden der Schädeldecke, was aber 2mal so vorkommt, das Entschädeln ist nur im Spiegelbild zu erahnen und einmal wird auf eine Frau die bereits fertig auf den Boden liegt noch ein paar mal eingestochen, wohl die härteste Szene im Film. Dreckig oder blutig ist es dabei aber nie, es ist höchstens mal die angetrocknete Himbeersauce zu sehen, die an den fertigen Kunstmodellen dann in der Wohnung von Wood umherstehen. Anzumerken ist auch, dass der Terror, die langen Qualszenen nicht vorhanden sind, denn Wood aka Frodo wird lediglich schnell Schlachten, wenn er mal nicht gerade irgend jemand beobachtet, aber so richtig intensiv mit dem Opfer wird es nie, was das Original noch ausmachte, wenn der Täter das Opfer quält. Bestes Beispiel für die Zurückhaltung der Härte ist, wie bei der Flucht des letzten Opfers dann komplett weggeblendet wird, wie das Opfer den Täter in den Finger beisst oder wie sie die Schraubhand in den Bauch von Frodo haut.

    Das Finale kann sich aber sehen lassen und bietet dann mehr Tempo, hat aber auch die größte Ungereimtheit mit an Board. Der Ablauf wird dort plötzlich surreal mit den Opfern die plötzlich auferstehen, Eingeweide die kurz raus geholt werden, somit eigentlich ganz gut, nur warum hat Elia Wood unter seinem Siff-Gesicht das zerfledert wird, ein hübscheres Gesicht zu bieten, was hat es damit auf sich oder wollte man uns einfach nur kein blutiges Zombie-Skelett von Wood zeigen?

    Insgesamt etwas einfallslos, auch wenn das Finale überrascht, streckenweise ganz schön zahm, auch wenn Härte vorhanden ist. Leider keine richtige Schauerstimmung, da zu digitalisiert und hochpoliert. Man kann sich das Remake zu Maniac sicher anschauen, nur zum Schocken oder Ekeln reicht das nur für den Elijah Wood Fan.

    [film]5[/film]