Produktionsland: Italien
Erscheinungsjahr: 1971
Regie: Dario Argento
Drehbuch: Dario Argento, Luigi Collo, Dardano Sacchetti, Bryan Edgar Wallace
Kamera: Erico Menczer
Schnitt: Franco Fraticelli
Spezialeffekte: Luciano Vittori
Musik: Ennio Morricone
Länge: ca. 114 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Karl Malden: Franco Arno
James Franciscus: Carlo Giordani
Catherine Spaak: Anna Terzi
Tino Carraro: Prof. Fulvio Terzi
Pier Paolo Capponi: Polizeichef Spimi
Horst Frank: Prof. Dr. Braun
Rada Rassimov: Bianca Merusi
Aldo Reggiani: Dr. Casoni
Carlo Alighiero: Dr. Calabresi
Cinzia De Carolis: Lori
Tom Felleghy: Dr. Esson
Emilio Marchesini: Dr. Morbelli
Corrado Olmi: Morsella, Polizist
Der ehemalige Zeitungsjournalist Franco Arno ist blind und lebt zusammen mit seiner kleinen Nichte Lori. Bei einem gemeinsamen Spaziergang hört Arno, dass man sich in einem Auto über eine Erpressung unterhält. Lori merkt sich das Gesicht eines der Insassen, welcher einige Tage später in der Zeitung für tot erklärt wird. Arno und der Journalist Carlo Giordani machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Mörder.
Die deutsch-italienisch-französische Co-Produktion entstand nach Argentos „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ und ging ähnliche Wege. Argento drückte seinem Schaffen früh einen eigenen Stempel auf, auch wenn seine Gialli-Frühwerke noch nicht die absolute Überzeugungskraft hatten, wie der 1975 entstandene „Rosso- Die Farbe des Todes“.
„Die neunschwänzige Katze“ beginnt mit den sehr schönen Klängen von Ennio Morricone und gewährt dem Zuschauer langsam den Eintritt in die Welt eines Giallo. Die Betonung liegt hier beim Wort „langsam“, da der Film einige kleine Leerläufe zu verbuchen hat. Sollte man allerdings auf die Gefahr zulaufen in eine gewisse Tristesse zu verfallen, so gelingt es Argento den Zuschauer mit einer Wendung wieder aus dem gefährlichen Raster zu rauszureissen. Denn richtig los, geht es erst im letzten Drittel des Films. Auf einem Friedhof wird dem Zuschauer eine bedrohliche Atmosphäre vermittelt und der Handlungsstrang erwirbt immer mehr an Bedeutung.
Der Film zeigt die Morde aus Sicht des Mörders, so dass der Zuschauer hier ein großes Fragezeichen präsentiert bekommt. Anfänglich gelingt es Argento sogar, dass man sich in die „Sichtweise“ des blinden Franco Arno versetzen kann.
Die Kameraarbeit von Erico Menczer kann ein paar schöne und ausgiebige Fahrten verbuchen, so z.B. die Fahrt auf dem Friedhof, die aus dem unteren Blickwinkel aufgenommen wurde. Dazu gibt es auch die ein oder andere gute Schnittfolge. Die Morde werden gut und auf die damalige Zeit bezogen auch recht hart dargestellt.
Darsteller:
Karl Malden macht als Franco Arno eine wirklich gute Figur und kann als blinder Ex-Journalist überzeugen. Ebenfalls im grünen Bereich befindet sich James Franciscus in der Rolle von Carlo Giordani, dass die deutsche Synchronisation ihm Rainer Brandt zugeschustert hat, ist schließlich nicht seine Schuld. Weiterhin darf man sich auf Horst Frank, Rada Rassimov und Werner Pochath freuen.
Die absolute Stimmungskanone in der Besetzungsliste ist allerdings Ugo Fangareggi als Giggi. Ein wirklich markanter Typ, der sie nicht alle stramm hat, allerdings mit dem Öffnen von Safes und einem großen Vokabular von Schimpfwörtern bestens vertraut ist.
Fazit: Ein interessanter Giallo mit einer guten Kameraarbeit, der allerdings etwas lang braucht um in Fahrt zu kommen.
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