Regisseur Julius Avery dreht nach seinem etwas unterschätzten Amazon Prime Film Samaritan nun Horror im Stil von The Exorzist. Das Schloss sieht schön marode aus und die Spezialeffekte im Film sind von der CGI her gelungen. Das Tempo ist hoch, aber die Story ist ziemlich plump und wenn sich die Ergebnisse immer wieder überschlagen, wird es trotz Unterhaltung durch ein schlecht geschriebenes Drehbuch auch albern. Der Exorzist hat damals von seiner Bedrohung und Atmosphäre gelebt, es war nicht von Nöten ein hohes Tempo von Beginn an zu liefern, sondern die Geschichte wirken zu lassen und das Tempo dann anzuziehen. Davon sind solche neuen CGI-Bombasten nun mal zu weit weg. Pope's Exorcist ist lustig gemacht, nimmt sich also nicht ernst. Der 12 jährige Dämon mit seinen Fratzen hatte seinen Spaß dran, denn so ganz professionell sieht das bei leibe auch nicht aus, wenn er stetig im Bett liegend, die Dämonenfratze liefern muss, aber für den zumindest passend hässlich aussehenden Jungen, war es auch die erste Filmrolle, der sich nun auch Hollywoodstar nennen kann. Russell Crowe spielt seine Rolle als Teufelsaustreiber zudem ganz sympathisch. Wirklich gefallen kann das Ganze Resultat zwar nicht, es ist zumindest aber unterhaltsam, denn es gab die letzten Jahre massig schlechtere Exorzisten-Filme, man nehme allein den ganzen Found Footage Schwachsinn.
![5/10 [film]5[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley261.png)
Peter DeSouza-Feighoney
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