Tja. Eigtl. würd ich jetzt gerne voll in die Tasten kloppen und auf konkrete Dinge eingehen, aber dann würde der Text fast nur aus Spoilerklammern bestehen. Ist irre, wie mich dieses Herumtänzeln um den Heißen Brei komplett abfuckt, aber... denk, es wär wirklich besser, Ausführlicheres erstmal zurückzuhalten, irgendwann nochmal eine Zweitsichtung zuhause vorzunehmen und zu warten, bis hier genug Pardeypeople den Streifen gesehen haben.
Sehe es genau wie MNCDX.
Zu Beginn und mitunter auch später noch wird ein angenehm altmodisches Bild Roms inkl. politischer Unruhen erzeugt. Imposant sind Aufnahmen römisch-katholischer Kunst und Räumlichkeiten, die mir hier einiges deutlicher eingingen, als in manch anderem Kirchen-/Papst-/Exorzismus-/Teufelsfilm. Innerhalb des Waisenhauses dann allerdings hatte ich meine Schwierigkeiten mit den Leuten... Margaret in ihrem schwarzen, strengen Fummel samt Häubchen und mit ihrer schüchternen Art gefällt mir erstmal durchweg sehr gut. Auch die älteren, schrulligen Nonnen gehen sehr klar. Bestimmte jüngere Nonnenschwestern allerdings sind mir zu deplatziert verschlagen oder zu freaky, ihr Durchdrehen beeindruckt mich nicht mehr und ich hätte lieber den typischen "Omen-Zauber" gehabt, der völlig intakte Psychen befällt.
Dann kommen wir zu Carlita, dem jungen Waisenmädchen, um das es, nebst Margaret, hauptsächlich geht. Ich mag sie nicht. Das typisch nahezu verstummte, isolierte, zerzauste Waisenhauskind, das seltsame Bilder malt, wie man es aus etlichen Horrorfilmen schon kennt - ich kann das nicht nur nicht mehr sehen, sondern empfinde es als unwürdig für das mächtige Omen, zumindest in dieser Form. Isoliertes Waisenkind, ok, aber dann mit mehr Ausstrahlung. Da muss etwas Besonderes in ihren Augen oder ihrem Ausdruck sein, das an den Charme der alten Filme anknüpft. Fehlanzeige. Bis zum Ende ändert sich mein Empfinden für Carlita daher nicht.
"Das Erste Omen" bietet hier & da erstaunlich gute Momente oder Atmosphären, allerdings auch Dinge, die die teuflische Eskalation mitunter albern wirken lassen, weil der Film vorher nicht schafft, einen tief genug in teuflische Sphären hinabzuziehen. So habe ich das zumindest empfunden. Die nahezu gesamte Mitte des Films ist mir zu langweilig und führt mich komplett weg vom Omen-Spirit. Wo ist das Omen? Wo ist die dämonische Hinführung zu Damien Thorn? Mir fehlt die authentische Bedrohung, damals transportiert durch z.B. Mrs. Baylock, die Rottweiler, die verstörten Tiere, die seltsamen Todesfälle oder die biblisch-pathetischen Reden. Ich habe den Bezug während des Schauens quasi vollständig verloren. Aber dann kam das Finale. Und ich sag mal... auch wenn ich die Story hinter diesem Film hier eher ablehne, weil a) unnötig kompliziert, b) bestimmte Tatsachen aus der alten Trilogie einfach verdrehend und c) die Frage nach dem Hintergrund der Bestie völlig offen lassend... so kamen innerhalb des Finales dann doch unerwartet plötzliche Vibes auf. Nur reicht das halt nicht, man hätte viel omenartiger auf diese Vibes hinarbeiten müssen!
Die allerletzten Momente des Films wiederum gingen mir sehr stark gegen den Strich. Wiederum aus drei Gründen. U.a. aus dem, dass ich mich frage, ob sich hier eine woke Hinterfotzigkeit verbirgt. Muss man später mal besprechen...
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