In Hounds of Love erfüllt die Frau die Rolle des Standgebläses und der Putzfrau noch in Perfektion, die Anfänge der Hippy Musik alla Nights in White Satin & Lady D'Arbanville passen zu dem glaubhaft agierenden Darstellern, die sich auch gerne mit Marihuana volldröhnen. Die Zeitlupeneffekte sind aus meiner Sicht manchmal ein überzogenes Stilmittel, kommen aber nicht so oft vor wie befürchtet. Die Gewaltszenen verfallen etwas im Off, der Films setzt ausschließlich auf die psychische Härte statt Folter, harmlos ist er dabei aber nicht, er hat durchaus das Potenzial an Szenegrößen wie Misery zu schnuppern. Die bedrohliche Sounduntermalung ist dabei erstklassig. Es könnte zwar an Härte noch mehr sein, weil die Handlung nichts neues liefert und somit im Mittelteil die Spannung auch nicht immer ganz gehalten wird, dafür ist das Finale emotional hart, dabei entwickeln sich die wahren Stärken des intensiven Treibens. Eine glaubhaft wirkende Handlung wo es um Kidnapping junger Frauen geht, das macht den wahren Horror aus. Warum das Werk als Krimi in einigen Datenbanken eingetragen ist, verstehe ich nicht, denn hierbei handelt es sich um einen lupenreinen Horror-Thriller, es gibt ja nicht mal Ermittler was Krimis betrifft. Die blutunterlaufene Ashleigh Cummings wird gepeinigt gut dargestellt, sie hat das Zeug zum Final Girl des Jahres und Regisseur Ben Young hat sich mit seinem Debüt definitiv für mehr empfohlen.
Sicher zu empfehlen, wenn man nicht extreme optische Härte benötigt.
![7/10 [film]7[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley263.png)