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    Originaltitel: Chakushin ari 2
    Produktionsland: Japan
    Produktion: Yoichi Arishige, Kazuo Kuroi, Naoki Sato, Akira Yamamoto
    Erscheinungsjahr: 2005
    Regie: Renpei Tsukamoto
    Drehbuch: Yasushi Akimoto (Roman), Minako Daira
    Kamera: Tokusho Kikumura
    Schnitt: Soichi Ueno
    Musik: Peter McDonald
    Länge: ca. 101 Minute
    Freigabe: FSK 16
    Darsteller: Peter Ho, Renji Ishibashi, Mimura, Asaka Seto, Yû Yoshizawa



    Als der Chef eines chinesischen Restaurants auf mysteriöse Weise ums Leben kommt, ist die Journalistin Takako wieder umgehend im Geschehen. Takako verbindet den Tod mit den damaligen Geschehnissen. Einziger Unterschied: das Opfer hat kein rotes Bonbon im Mund. Eine Spur führt die Journalistin nach Taiwan. Zusammen mit Kyoko (die bereits einen Todesanruf erhielt) und deren Freund Naoto, macht man sich auf den Weg dorthin… wo scheinbar alles begann.

    THE CALL ist back. Renpei Tsukamoto demonstriert bereits in den ersten Minuten, dass es äußerst mulmig und unheimlich werden wird. Seltsame Schatten, eine ominöse Frau im Regen. Fragen, Fragen, Fragen – und vorerst keine Erklärung. Man kennt und liebt dieses Schema. Mysterien die sich steigern - ihre Protagonisten in einen gefährlichen Strudel ziehen – und scheinbar keinen Ausweg bieten. Takashi Miike nahm sich diesem Thema zwei Jahre zuvor (beim Vorgänger THE CALL) an. Tsukamoto wirft Hinweise zu Miikes Erstling in den Raum und schafft somit eine wichtige Verbindung zwischen beiden Filmen. Mir persönlich gefällt Tsukamotos Sequel sogar besser als Miikes „CALL-Erstling“.

    Renpei Tsukamoto kann seinen Film, von der ersten bis zur letzten Minute, äußerst fesselnd gestalten. Die Inszenierung passt. Es gibt keinen Leerlauf und der geeignete Rezipient ist voll und ganz in THE CALL 2 eingebunden. Damit wird die schwierigste Aufgabe, die ein Mystery-Thriller zu bewältigen hat, vorbildlich erfüllt. Dabei präsentiert Tsukamoto - mit Asaka Seto als Takako Nozoe und Mimura als Kyoko Okudera - zwei überaus sympathische und gut agierende Hauptdarstellerinnen.

    Denkt man an den japanischen Mystery-Thriller, so spielen sich meist die Filme JU-ON und RINGU in den Vordergrund. Natürlich fungieren beide Werke als Wegweisend. Auch THE CALL 2 leugnet in keiner Situation das er im Quell beider Filme seine Ambitionen findet. Doch dieses Thema lässt sich nicht allein an den (wohl Weltweit) kommerziell erfolgreichsten asiatischen Mysterien-Filmen festmachen. Tsukamoto findet seine Einflüsse auch in wesentlich früher entstandenen Genre-Filmen. Hier sticht Yoshitaro Nomuras, hervorragender Grusel-Thriller, DAS DORF DER ACHT GRABSTEINE besonders hervor. Das von Nomura ausgelegte Mosaik findet sich in Ansätzen bei Tsukamotos CALL 2 wieder. Die Suche – außerhalb der Zivilisation - innerhalb einer düsteren Vergangenheit.

    Wer sich THE CALL 2 anschauen mag dem sei gesagt, dass er / sie für dunkle Lichtverhältnisse sorgen sollte. Der Film wirkt innerhalb von Dunkelheit um einiges besser.

    „Ich glaube das es Dinge gibt - die unser Verstand nicht erklären kann.“

    Fazit: Renpei Tsukamoto lehrt uns die Angst, aus dem Realen heraus. Das Alltägliche wird zum Vorboten des Todes, welches das Unerklärliche in die die reale Welt führt. Ob die Dämonen der Vergangenheit ihren Frieden finden? Findet es selber heraus!