Phil Claydon liefert nach Lesbian Vampire Killers wieder solide Arbeit ab, diesmal ist sein Film durchweg ernst gemeint. Erin Moriarty (Captain Fantastic, Blood Father) als Final Girl ist hübsch und spielt auch gewohnt gut. Im Haus selbst passiert zunächst nicht wirklich großartig was, die Stimmung ist zwar stetig angespannt und das Böse auch bereits aktiv, aber richtig zur Sache geht es nur die letzten 20 Minuten. Macht der Film erst den Eindruck so in die moderne, ereignislose Geisterhausrichtung zu gehen, weil er lange nicht erklärt, wo das Genre zu suchen ist, so mündet Within doch in einem normalen Serienmörderhaus-Genrefilm im Stil der 90er, der am Ende auch ein bissel überrascht hat, auch wenn Vielseher hier nichts neues oder besonderes sehen werden. An manchen Stellen hätte man auch im Finale mehr Blut fließen lassen können und das Tempo hätte aufgrund heutigen Sehverhältnissen etwas höher sein dürfen. Ansonsten werden wieder all die ländlichen Waffennarrren in den USA angesprochen, die zur Selbstverteigung Zuhause aus Sicherheit Waffen bunkern. Der Rückwärts laufende Abspann zeigt, dass dieser Within sich nicht gerade an den angesagten Mainstreamgeschmack richtet.
Erin Moriarty Knack-Ärschchen kann man schon mal auf Kinoleinwand wackeln lassen, nur deswegen noch eine so eben knappe Empfehlung. Ansonsten ist es aber nur was fürs Nischen-Homevideo.
![6/10 [film]6[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley262.png)
