Posts from tom bomb in thread "Oldboy (Remake)"

    Quote

    Original von Midnight:

    Habe den zwar hier zuhause liegen, traue mich aber nicht da dran, weil ich das Original sehr sehr gut finde, und ich Angst habe, mit falschen Voraussetzung da ran gehe lol

    ...ups, Big Brother is watching you :5:

    Insgesamt gibt es vielleicht 1 - 2 Punkte nach oben, gerade der Anfang ist ordentlich, aber insgesamt rettet auch der das Remake nicht.
    Meiner Meinung nach auch unabhängig davon ob man das Original kennt insgesamt ein unbefriedigender Blockbuster, wobei eine fast 1-1 Kopie nicht wirklich Plusunkte hinzu bringt.

    Nun also die Neuverfilmung von Oldboy, ich stehe Remakes immer offen gegenüber, zu mal mir die Version des Oldboy aus Südkorea nicht so völlig überzeugte wie viele hier.
    Zum Darsteller, Josh Brolin ist für mich ein guter Typ, auch für das Remake konnte ich ihn mir gut vorstellen, fangen wir mal mit den Fehlern für mich an.
    Das Brolin nach 20 Jahre Gefangenschaft jünger aussieht als vor seiner "Inhaftierung" muss im digitalen Zeitalter nicht mehr passieren, und das jemand durchs Fernsehschauen zu einem Ausnahmekämpfer wird hat mich schon im Original gestört, dort kam es aber nicht ganz so merkwürdig rüber wie hier.
    Warum zur Hölle hat hier keiner der 30 (geschätzten) Gangster keine Pistole, sondern praktisch die meisten einen Lattenzaun als Waffe, setzen den dazu noch dilletantisch ein, und woher kommt das Zeugs?
    Wie kann jemand der unzählige Schäge abbekommt und dann auch noch einen Schraubenzieher in den Rücken genagelt bekommt alle besiegen?
    Natürlich ist Film Fiktion, dann aber bitte schön sollte man die Illusion besser verständlich machen.
    Hier tauchen so viele Logiklöcher auf das es insgesamt keinen Spass macht, und vor allem nicht auf Dauer.
    Der Grund für den er eingesperrt wurde, samt dessen Auftraggeber wirkt hier lächerlich, wie in einem schlechten Comic, das Verhalten Samuel L. Jacksons ist ebenso als Karikatur geraten wie vor allem der "Oberfiesling" und die meisten der Dialoge.
    Ob Will Smith und Daniel Craig, die die Rolle ablehnten, die furchtbare Regieleistungs Spike Lees ahnten?
    Allerdings ist auch er nur Ersatz für Regie Gigant Steven Spielberg, der dann auch nicht mehr wollte.
    Das nächste Problem ist das dass Remake praktisch 1-1 umgesetzt wurde, und nur wenige Veränderungen sollen retten was nicht mehr zu retten ist, denn gerade das "neue" ist total missraten.
    Die Stimme aus dem Off die für Aufklärung sorgte und uns den Mensch näher brachte fehlt zudem.
    Ganz schwache Bilder in einer schwachen Verfilmung. [film]4[/film]

    oldboy-remake.jpg

    Alternativer Titel: Oldboy
    Produktionsland: USA
    Produktion: Spike und Roy Lee, Doug Davison
    Produktionsfirma: Mandate Pictures im Auftrag für Universal Pictures
    Erscheinungsjahr: 2013
    Regie: Spike Lee
    Drehbuch: Mark Protosevic, basierend auf Garon Tsuchiya´s Oldboy
    Kamera: Sean Bobbitt
    Schnitt: Barry Alexander Brown
    Spezialeffekte: Tracy Ewell
    Budget: ca. 30.000.000 Mio. US $
    Musik: Roque Baños
    Länge: ca. 104 Minuten
    Freigabe: FSK 16
    Deutscher Kinostart: 05. Dezember 2013
    Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 01. Juni 2014

    Darsteller:

    Josh Brolin - Joe Doucett
    Elizabeth Olsen - Marie
    Sharlto Copley - Adrian Price
    Samuel L. Jackson - Chaney
    Michael Imperioli - Chucky
    Grey Damon - Young Joe Doucett
    Lance Reddick - Daniel Newcombe
    Rami Malek - Doo Doo Brown

    Handlung:

    Werbemanager Joe Doucett (Josh Brolin) wird entführt und 20 Jahre lang in einem Raum als Geisel festgehalten.
    Völlig isoliert von der Welt die er vorher kannte, ohne zu Wissen was das Motiv des Entführers sein könnte.
    Plötzlich wird er freigelassen, auch das ohne erkennbaren Grund.
    Wieder frei will Joe Rache und herausfinden wer ihm das angetan hat, und vor allem warum er ihn 20 Jahre lang eingesperrt hat.
    Während seiner Suche stellt er fest das er immer noch kein freier Mann ist, sondern weiterhin Gefangener eines Netzes, das aus nichts als Verschwörungen besteht.
    Auf der Jagd nach Antworten lernt er die junge Sozialarbeiterin Marie (Elizabeth Olsen) kennen, mit der er eine unglückliche Beziehung eingeht.
    Nach langer Zeit ohne Erfolg trifft er auf Adrian Pryce (Sharlto Copley), der angeblich den Schlüssel zu seiner Erlösung besitzt…