Gravity ist kein schlechter Film, aber dennoch stellvertretend für inhalts- und substanzarmes Kino von heute. Hauptsache effekthaschend und in 3D. Der visuelle und auditive Teil mag den einen oder anderen Zuschauer da sicher blenden, mich auch ein wenig, doch die erzählerische Dürftigkeit, nervtötende Rührseligkeit und die schablonenhaften Charaktere verschleudern sämtliches Potenzial, das der Film angesichts seiner guten Regie und Kulissen durchaus hat. Die Szene, in der sich Clooney ach-so-heldenhaft opfert, ist Gülle und wird nur noch von dem minutenlangen Gekläffe der Bullock unterboten. Wer Sci-Fi-Kino mit Verstand sucht, dem empfehle ich den sowjetischen Solaris. Was den Inhalt von Gravity anbelangt, also bitte... formulieren wir es mal so: bin ich von Alfonso Cuarón wesentlich Besseres gewohnt. ![5/10 [film]5[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley261.png)
Posts by Venom
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Sehr tolles Review, Sid.
Widmest Du Dich noch Rashomon - einem der besten Filme der Welt?
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Erscheint voraussichtlich am 6. Juni 2014 als Remastered Bluray.
Hoffentlich mit alter Kinosynchronisation.
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Wahrscheinlich wäre The Big Gundown ohne den Einfluss von The Good, the Bad, the Ugly in dieser Form nicht entstanden, doch das ändert nichts daran, dass van Cleefs nachfolgender Film ein sehr guter Italowestern geworden ist. Der Soundtrack von Ennio Morricone ist (wie immer!) fabelhaft, Charaktere und Inhalt vielseitig, und die finalen Duelle ein Genuss, für den Ennio Morricone gar Beethovens "Für Elise" entfremdet. Mein Lieblingscharakter ist der Baron, der, "bevor er gezwungen war, den Dienst in der Armee seiner kaiserlichen Hoheit zu quittieren, als bester Schütze Europas galt. 33 Duelle, 33 Witwen!" Toll! Das Gespann Lee van Cleef und Tomás Milián agiert in seinem Katz-und-Maus-Spiel durch die spanische Prärie ebenso spitzenmäßig. The Big Gundown ist bildhaft, spannend und sozialkritisch - ein klasse Italowestern, den die beiden anderen Sergios nicht viel besser hinbekommen hätten.
[YOUTUBE]tHXJQ-kKWik[/YOUTUBE]
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Es ist natürlich schwierig, ihn einzuordnen. Komödie, Drama - selbst die Einordnung als Coming-of-Age-Film käme in Frage. Wie auch immer. Absolute Giganten hat zwar nicht die zerschmetternde Wirkung eines Requiem for a Dream auf mich, aber ich gebe Dir Recht, dass er für eine Produktion aus Deutschland außergewöhnlich ist... und ich mag deutsche Filme kaum bis überhaupt nicht.
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Die Bluray werde ich mir aus nostalgischen Gründen bestimmt zulegen. Übrigens teilt sich meine Auffassung nicht mit Deiner, dass Absolute Giganten ein experimenteller Film oder eine Skandalnudel ist. Nach meinem Verständnis handelt es sich hierbei um ein Drama - für eine deutsche Produktion sogar um ein sehr gutes. Allein die Inszenierung am Kickertisch und die finale Sequenz, in der die "Musik springt", gehen meilenweit über die ein oder andere Schwäche hinaus. Ein guter Film, dessen Szenario man vermutlich selbst erlebt haben muss, um ihn ins Herz schließen zu können.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
Ähem.. Godzilla ist größer, stärker, cleverer und somit natürlich auch gefährlicher.
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Quote
Original von Dr.Doom:
Werd ich mir mal anschauen.
Warum klingt das wie eine Drohung?

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Last House on the Left hat seinen Stellenwert in der Filmhistorie sicher zu Recht erhalten und die Weichen für das Rape and Revenge Genre gestellt, aber was viele Kritiker meist vergessen, ist, dass der Film von Wes Craven selbst nur ein Remake ist. Ingmar Bergman hat die zu Grunde liegende schwedische Volkssage bereits zwölf Jahre zuvor verfilmt und mit Jungfrukällan ein toll gespieltes und schön bebildertes Drama über Gewalt und Rache in einem mittelalterlichen, religösen Kontext geschaffen, das, gemessen an seiner Entstehungszeit, äußerst düster und brutal ist.
Zugegeben, bis auf einige Ausnahmen halte ich von diesem Genre nicht viel, da die Filme unsäglich vorhersehbar sind und sich meist nur auf Gewaltszenen beschränken. Da kommt mir dieser Film von Ingmar Bergman gelegen, da er eine solche Reduzierung nicht nötig hat, und, obwohl er dem Zuschauer detaillierte Bilder erspart, es dennoch schafft, die friedliche Atmosphäre in eine bitterböse zu verkehren. Jungfrukällan ist nicht der beste Bergman Film, aber dennoch ein sehr gutes Drama, das seiner Zeit weit voraus ist, und allein in seiner Schlusssequenz, in der die "Jungfrauenquelle" entblößt wird, mehr Brillanz vorweist als die meisten Exploitationfilme.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Auf Dich ist bei guten Filmen eigentlich immer Verlass - daher schon einmal danke für den Tipp!

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Schönes Review eines hervorragenden und doch leider relativ unbekannten Films. Dass er noch immer als Geheimtipp gehandelt wird, ist ziemlich bedauerlich. In meinen Augen ist The Medusa Touch fast spannender und atmosphärischer als The Omen und Carrie. Eine tolle Variation aus Whodunit, Horror, Mystery und Thriller, die kaum Längen aufweist und vor allem im letzten Drittel kompromisslos und bitterböse ist. Richard Burton als furchteinflößenden Medusa-Mann sollte man auf jeden Fall einmal gesehen haben.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Produktionsland: USA
Produktion: Paul Thomas Anderson
Erscheinungsjahr: 1997
Regie: Paul Thomas Anderson
Drehbuch: Paul Thomas Anderson
Kamera: Robert Elswit
Schnitt: Dylan Tichenor
Spezialeffekte: Diane Carlucci
Budget: ca. 15.000.000 Mio. US $
Musik: Michael Penn
Länge: ca. 155 Min.
Freigabe: FSK 16
Deutscher Kinostart: 4. Juni 1998Darsteller:
Mark Wahlberg: Eddie Adams/Dirk Diggler
Burt Reynolds: Jack Horner
Julianne Moore: Maggie/Amber Waves
William H. Macy: Little Bill
Heather Graham: Rollergirl/Brandy
Don Cheadle: Buck Swope
Philip Seymour Hoffman: Scotty J.
John C. Reilly: Reed Rothchild
Luis Guzmán: Maurice TT Rodriguez
Nicole Ari Parker: Becky Barnett
Thomas Jane: Todd Parker
Philip Baker Hall: Floyd Gondolli
Robert Ridgely: Colonel James
Alfred Molina: Rahad Jackson
Ricky Jay: Kurt Longjohn, Kameramann
Melora Walters: Jessie St. Vincent
Nina Hartley: Little Bills Frau
Joanna Gleason: Eddies Mutter
Robert Downey Sr.: Musikproduzent
Michael Penn: Nick
Michael Jace: JeromeHandlung:
Pornofilm-Regisseur Jack Horner (Burt Reynolds) lernt in einer Bar den jungen Mann Eddie Adams (Mark Wahlberg) kennen und nimmt den Tellerwäscher mit der außergewöhnlichen Manneskraft sofort unter Vertrag.
Über Nacht steigt Eddie in der Szene unter seinem Künstlernamen 'Dirk Diggler' zum Superstar auf, doch sein rasanter Aufstieg führt genauso schnell wieder nach unten...Kritik:
Der Film des Magnolia-Regisseurs Paul Thomas Anderson ist besser als erwartet, da er nicht nur das Leben von John Holmes aufarbeitet, sondern auch Zeugnis einer Filmbranche ist, die sich in den frühen Achtzigern radikal verändert hat. Durch das Aufkommen der VHS werden nicht nur mehr schmuddelige Filme auf den Markt geworfen - sie werden auch immer einfallsloser, roher und härter. Der Glanz der Siebziger ist in den Achtzigern bereits verflogen. Die Stars von gestern werden gesellschaftlich geächtet und sind schlimmstenfalls bereits in die Drogenabhängigkeit oder Kriminalität gerutscht.
Boogie Nights ist eine Hommage auf die Porno-Branche zu Zeiten eines großen Umbruchs. Ein Drahtseilakt zwischen Drama, Thriller und Komödie: bedrückend, makaber und witzig zugleich. Ein Film, der von seinen großartigen Schauspielern lebt. Von ihnen jemanden hervorzuheben, fällt schwer, aber wenn, geht mein Lob an Burt Reynolds, der sich als frivoler Filmregisseur mächtig ins Zeug legt, Heather Graham als überraschend freizügiges 'Rollergirl', sowie William H. Macy in der Rolle des Bühnenautoren 'Little Bill', der seine Frau wiederholt in flagranti beim Fremdgehen erwischen muss. Selbst Mark Wahlberg, den ich nicht für den talentiertesten Schauspieler halte, konnte mich in seiner Rolle als selbstherrlicher Pornostar 'Dirk Diggler' überzeugen. Ironisch ist auf jeden Fall, dass Marky Mark bei einer Soundaufnahme in einem Musikstudio keinen einzigen Ton trifft. Von diesem misslungenem Versuch abgesehen, zählt der Boogie Nights Soundtrack zu den besten überhaupt. Immerzu werden die prächtigen Bilder von einem doppeldeutigen Hit der Siebziger Jahre begleitet.
Einen Vergleich mit den Filmen von Martin Scorsese muss sich Paul Thomas Anderson dabei wohl oder übel gefallen lassen, denn Boogie Nights erinnert in seiner Inszenierung und Erzählstruktur an GoodFellas und Casino. Immerhin scheint Anderson die Stärken dieser beiden Filme genau unter die Lupe genommen zu haben und liefert ein schnörkelloses Werk ab, das Martin Scorsese nicht besser hätte drehen können. Wenn es überhaupt etwas zu beanstanden gibt, dann lediglich die leichte Überlänge, die aber nichts daran ändert, dass Boogie Nights ein erfrischend vorgetragener, phantastischer Film über die vielleicht interessanteste Branche der Filmindustrie ist.
![9/10 [film]9[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley265.png)
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Mir fällt kein einziger Grund ein, warum ich Last Man Standing den viel, viel, viel besseren und stimmungsvolleren Originalen von Sergio Leone und Akira Kurosawa vorziehen sollte. Für mich ist dieses Walter Hill-Remake unter dem Strich einfach nur belanglos, weil es bis auf die Schießereien nichts Interessantes zu bieten hat. Bruce Willis wirkt derweil auf mich blass in seinem Versuch einer Clint Eastwood / Toshirô Mifune Imitation. Wohlwollende:
![5/10 [film]5[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley261.png)
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Sehe ich auch so. OmU ist eine Mindestanforderung an Eastern. Ansonsten kauf ich mir die erst gar nicht.
Wenn man ersten Rezensionen Glauben schenkt, scheint das stereoskopische 3D auch noch lieblos umgesetzt zu sein -

Produktionsland: Deutschland
Produktion: Erich Pommer
Erscheinungsjahr: 1927
Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou, Fritz Lang
Kamera: Karl Freund, Günther Rittau, Walter Ruttmann
Schnitt: Otto Hunte, Erich Kettelhut, Karl Vollbrecht
Spezialeffekte: Ernst Kunstmann
Budget: ca. 6.000.000 Mio. DM
Musik: Gottfried Huppertz
Länge: ca. 150 Min.
Freigabe: FSK 6
Darsteller:Brigitte Helm: Maria/Maschinenmensch
Gustav Fröhlich: Freder Fredersen
Alfred Abel: Joh Fredersen, Freders Vater und Herrscher von Metropolis
Rudolf Klein-Rogge: C. A. Rotwang, der Erfinder
Fritz Rasp: Der Schmale
Theodor Loos: Josaphat
Erwin Biswanger: Georgy, der Arbeiter Nr. 11811
Heinrich George: Grot, der Wächter der Herz-MaschineHandlung:
Die Gesellschaft der utopischen Stadt Metropolis teilt sich in zwei Hälften: unterhalb der Erdoberfläche leben Arbeiter, die tagein tagaus als Sklaven von Maschinen schuften, während sich die Reichen oberhalb der Oberfläche in glamourösen Wolkenkratzern vergnügen. Als sich Freder (Gustav Fröhlich), der Sohn des Stadtarchitekten, in die Arbeiterfrau Maria (Brigitte Helm) verliebt, steht die Revolution des Untergrunds bereits bevor.Kritik:
Quote"Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein."
Ob Blade Runner, Brazil, Dark City oder Equilibrium - die Referenzliste auf Metropolis ist lang. Viele Filmemacher berufen sich auf dieses Werk, das als eines der einflussreichsten gilt und trotz seines immensen Alters kaum etwas von seiner Faszination eingebüßt hat. Sicher lässt sich die Handlung auf den Zerfall des Bürgertums und das Ende der Weimarer Republik übertragen, doch damit kommt man diesem Film nicht gerecht. Metropolis ist zeitlos und liefert auch in der heutigen Zeit noch immer genügend Potenzial einer Interpretation. Egal, wie diese aussehen mag - was Fritz Lang vor seinem bahnbrechenden M - Eine Stadt sucht einen Mörder für eine Dystopie auf die Beine gestellt hat, ist sensationell und stellenweise atemraubend. Die Modellierung der Stadt ist beeindruckend, Bildgestaltung und Schnitt ihrer Zeit weit voraus und die Musik trägt in der restaurierten Fassung zu einer tollen Synergie mit den Bildern bei.Metropolis ist ein Meisterwerk und einer der besten Filme aller Zeiten.
![10/10 [film]10[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley266.png)
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"Man kommt überhaupt nicht zum Essen. Es ist nämlich schon wieder Mittag."
Stimmt, die Szene ist sehr gut. Ebenso wie der Dialog zwischen Frank und Mundharmonika: "Hör mal, Du hast da neulich 5000 Dollar für ein Stück Land bezahlt. Hier sind 5000.. und einer. Ich würde nicht zu viel darüber nachdenken."
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Ein interessanter Film Noir aus Frankreich mit vielen guten Szenen, von denen der Anfang, in dem Serge Reggiani einen mit schwarzer Farbe durchtränkten Tunnel durchquert, bereits ein absoluter Hingucker ist - mit dem ich mich im Folgenden aber auch schwer getan habe. Etwas störend ist die permanente Jazz-Dudelei im Hintergrund und die Dialoglast dieses Films. Richtig spannend sehe ich die erste Hälfte nicht, teilweise eher schleppend, doch man muss am Ball bleiben, bevor man den roten Faden verliert. Mit fortschreitender Laufzeit wird Le Doulos besser, sticht mit einigen Wendungen und insbesondere der gut pointierten Schlusssequenz hervor. So gesehen handelt es sich hier natürlich noch immer um einen guten Film, der seinen Platz in der Kategorie des schwarzen Films sicher hat, aus meiner Perspektive jedoch ein wenig im Schatten anderer Werke steht. Auch wenn der Vergleich wahrscheinlich hinkt, hat mir der ähnlich gestrickte, ebenfalls aus Frankreich stammende Rififi von Jules Dassin etwas mehr gefallen.
![7/10 [film]7[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley263.png)
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Bravo, Dr. Doom. Sehr gut zusammengefasst

Der Soundtrack von Ennio Morricone und das Zusammenspiel mit den Bildern sind sicherlich das Beste an diesem Film, wobei ich alles an ihm mag. Von der ereignislosen Anfangssequenz, hinüber zu den Dialogen ("In den Mänteln waren drei Männer und in den Männern drei Kugeln..."), Charakteren und Schauspielern, Kulissen, der vielschichtigen Handlung und der Regie, einer meiner absoluten Lieblinge.
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Kritik:
Wie soll man ein Mammutwerk aus Japan rezensieren, ohne dabei selbst einen Roman zu verfassen?Am besten versuche ich das erst gar nicht, denn während der brachialen Laufzeit von knapp vier Stunden fließen so viele Eindrücke ein, dass man das Gesehene erst einmal verarbeiten muss. Nur soviel kann ich sagen, dass Love Exposure trotz seiner Überlänge zu keinem Zeitpunkt einbricht oder langweilig ist, stattdessen durch seine schrägen Charakteren und der unvorhersehbaren Handlung äußerst kurzweilig unterhält. Der Auftakt zu Shion Sono's "Hate"-Trilogie (Cold Fish, Guilty Romance) ist sicherlich sehr speziell und dürfte die ein oder andere konventionelle Sehgewohnheit brechen, denn zwischen romantisch angehauchter Komödie und Drama, nehmen groteske Einfälle, bizarre Blutfontänen und asiatischer Trash Platz ein. Der Stil dieses Films wirkt angenehm eigenständig, variiert immerzu zwischen Handkamera und langen Close-Ups, lässt auf ruhige Momente hektische folgen und umgekehrt, wobei sich Regisseur Shion Sono vor den Werken eines Takashi Miike und Takeshi Kitano, am offensichtlichsten aber dem Shun’ya Ito-Film Sasori - Scorpion verbeugt. Zwischen allerhand Referenzen auf das japanische Kino, noch mehr Symbolen, der Konfrontation zwischen Religiosität und Sexualität, zelebrierter Gehirnwäsche, und vielem mehr, kann die Vielschichtigkeit nur lobend hervorgehoben werden, ebenso wie der tolle Soundtrack und die hinreißenden Darsteller, deren groteske Rollen zumindest mir rapide ans Herz gewachsen sind.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wo ich bei diesem bildgewaltigem Machwerk am besten anfangen kann, weshalb ich mich darauf beschränke, dass sich das Sitzfleisch für Love Exposure mehr als auszahlt. Wer offen für außergewöhnliche Filme aus dem asiatischen Raum ist und sich auf dieses knapp 4-stündige Experiment einlässt, wird am Ende womöglich mit einem der einfallsreichsten, vielschichtigsten und nachhaltigsten Werke japanischer Prägung der letzten Jahre belohnt. Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, ist Love Exposure ein toll bebildertes und großartiges Filmepos, wie es Hollywood zu produzieren niemals im Stande wäre - "Give it to me".
![9/10 [film]9[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley265.png)
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Der Final Cut soll sogar 220 Minuten dauern und ist damit genauso lang wie Dein Lieblingsfilm von Sergio Leone

Wahrscheinlich sind 180 Minuten mit hübschen Darstellerinnen und einem 12-minütigen Liebesakt weniger qualvoll als 90 Minuten Only God Forgives, aber mal sehen. Wenn der Film halb so gut wie Fucking Åmål ist, nehme ich die Überlänge gern in Kauf.
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Ja, leider nur ein durchschnittlicher Hitchcock, aber noch immer ein überdurchschnittlich guter Film. Stimmt, der Auftritt von Reggie Nalder ist in meinen Augen auch der Höhepunkt. Die Albert Hall Szene könnte ich mir immer wieder ansehen


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Das hätte ich nicht für möglich gehalten, dass Du diesen Film bereits vorgestellt und dazu auch noch sehr gut bewertest hast - aber Du hast natürlich Recht. My Sassy Girl ist ein durch und durch toller Film und verständlicherweise einer der erfolgreichsten Südkoreas. Vielleicht liegt der Erfolg dieses Films an seiner Grundlage, da er auf wahren Begebenheiten, dem Blog eines Koreaners basiert, welcher seinen Erlebnissen über eine verflossene Begegnung freien Lauf ließ. Damit schuf er die Grundlage für diesen teilweise irrationalen Film, so ist erwähnte Szene, in der ein Frosch aus einer zwei Jahre vergrabenen Zeitkapsel springt, natürlich ebenso Unfug, wie die Annahme, dass ein Baum innerhalb eines Jahres nachwachsen kann. Jedoch fällt das Ganze wenig ins Gewicht, weil My Sassy Girl nicht mehr zu sein vorgibt, als er ist: ein bunter Mix aus Fantasy, Romantik und Komödie.
Wenn sich Kyun-woo etwa in die Vorlesung einer Frauen-Universität einschleicht, um dort eine Rose zu überreichen, ist mehr gesagt als in jedem von Kitsch überzogenen Hollywood-Film, und dieses Werk ebenso aufregend und vergnüglich, wie in jenen Szenen, in denen ihm die Darstellerin einen frühen, schmerzhaften Tod androht. My Sassy Girl ist wie ein Fußballspiel in zwei Hälften aufgeteilt, und lässt auf eine erste Halbzeit, in der Komödie und Fantasy überwiegen, eine dramatische zweite Halbzeit folgen. Da es nach 90 Minuten keinen Sieger gibt, wird dem Zuschauer eine gnadenlos gute Verlängerung gegönnt, der sich wohl nur noch noch hartgesottene Verächter jeglicher Romantik verschließen können. My Sassy Girl zählt zu den besten Komödien aller Zeiten - eine Aneinanderhäufung großartiger Passagen, die man sich aufgrund der tollen Darsteller und der einfallsreichen Inszenierung nicht entgehen lassen sollte.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Von 0 auf 100 in 45 Minuten. Diesen Leerlauf gilt es zu überstehen, bis The Wages of Fear auch im metaphorischen Sinn in Fahrt gekommen ist. Dabei eilt diesem Film bereits der Status eines Meisterwerks voraus, den er sich in der verbleibenden Spielzeit redlich verdient hat. So gilt es für vier Lastkraftwagenfahrer Nitroglycerin über eine Waschbrettpiste, instabile Holzrampen und brüchige Straßen zu befördern. Jedes Schlagloch wird zur nervlichen Belastungsprobe, Baumzweige und Felsen mutieren zur Todesfalle - eine brenzlige Situation reiht sich an die nächste. Beachtlich ist, dass der Film auch ohne Soundkulisse eine hohe Dramatik erreicht, resultiert die Spannung hier aus der trügerischen Ruhe und den gefährlichen Situationen, in denen sich die Fahrer befinden. So gesehen stößt lediglich die (zu) lange Anlaufzeit ein wenig auf, die jedoch nicht daran rüttelt, dass The Wages of Fear seinem Status als Meisterwerk mehr als gerecht wird. Spätestens durch die von Johann Strauß musikalisch untermalte, tolle Endsequenz.
![9/10 [film]9[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley265.png)
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Alternativer Titel: Der Mann, der zuviel wußte
Originaltitel: The Man Who Knew Too Much
Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Herbert Coleman, Alfred Hitchcock
Erscheinungsjahr: 1956
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: John Michael Hayes
Kamera: Robert Burks
Schnitt: George Tomasini
Spezialeffekte: John P. Fulton
Budget: ca. 2.500.000 Mio. US $
Musik: Bernard Herrmann
Länge: ca. 120 Minuten
Freigabe: FSK 16
Deutscher Kinostart: 11. Oktober 1956Darsteller:
James Stewart: Dr. Ben McKenna
Doris Day: Jo McKenna
Brenda de Banzie: Lucy Drayton
Bernard Miles: Edward Drayton
Ralph Truman: Inspektor Buchanan
Daniel Gélin: Louis Bernard
Mogens Wieth: Botschafter
Christopher Olsen: Hank McKenna
Reggie Nalder: Rien, Auftragskiller
Alan Mowbray: Val Parnell
Alix Talton: Helen Parnell
Hillary Brooke: Jan Peterson
Carolyn Jones: Cindy Fontaine
Alexis Bobrinskoy: Premierminister
Noel Willman: Polizeiassistent Woburn
Richard Wattis: Manager der Albert Hall
Yves Brainville: Polizeiinspektor in Marrakesch
Richard Wordsworth: Ambrose Chappell Jr.
George Howe: Ambrose Chappell Sr.Handlung:
Dr. Benjamin McKenna (James Stewart) befindet sich mit seiner Frau Jo (Doris Day) und seinem Sohn in Marokko auf der Durchreise.
Bei einer Busfahrt lernt die Familie den zwielichtigen Franzosen Louis Bernard (Daniel Gélin) kennen.
Keiner von ihnen ahnt, dass Bernard ein Geheimagent ist, doch bereits einen Tag später kommt die Wahrheit ans Licht, als der Franzose Opfer einer Messerattacke wird.
In seinen letzten Atemzügen teilt der Spion Benjamin eine brisante Information mit, durch die das Leben der McKennas aus den Fugen gerät.Kritik:
1956 entschloss sich Alfred Hitchcock zu einer Generalüberholung seines 20 Jahre zuvor verfilmten The Man That Knew Too Much, besetzte die Schauspieler mit James Stewart und der Sängerin Doris Day neu und veränderte einige Passagen. Dramaturgisch gibt es an diesem Remake wenig zu bemängeln - zumindest was die zweite Hälfte betrifft, denn darin, dass der Film in der ersten Stunde nur behäbig in den Trott kommt, liegt sein größtes Problem. Für meinen Geschmack nimmt sich Hitchcock zu viel Zeit, um die nicht sonderlich tiefen Charaktere und im Vorfeld bekannte Rahmenhandlung zu präsentieren.
Erst in Hälfte Zwei steigert sich der Film dramaturgisch und inszenatorisch beachtlich. Der kuriose Auftritt McKennas in einem Geschäft für Tierpräparate, das durch Doris Day besungene "Que Sera Sera" und die Sequenz in der Royal Albert Hall, in der nur durch Bildgestaltung, Schnitt und der Soundkulisse Spannung erzeugt wird, zählen zu den erinnerungswürdigen Momenten dieses Films. Der Höhenflug wird einzig durch das zu abrupte Ende gestoppt, ohne jenes dieses Werk, ebenso wie mit einer strafferen ersten Hälfte, womöglich sogar an den großartigen North by Northwest heranragen würde, so hingegen im Direktvergleich leicht abfällt.
![7/10 [film]7[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley263.png)
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Mit Strangers on a Train hat Hitchcock ein Werk verfilmt, das so recht in keine Kategorie fallen will, und wenn, dann wegen seiner Schwarzweiß-Kontraste am ehesten dem Film Noir zuzuordnen ist. Was die schauspielerische Leistung betrifft, existiert Luft nach oben. Der verhältnismäßig blasse Farley Granger wird von seinem charismatischen Gegenüber Robert Walker mehr oder weniger in Grund und Boden gespielt. Trotz dieser Mängel ist dieses Hitchcock-Werk noch immer ein guter Vertreter seiner Art - handwerklich mehr als ansehnlich, beliefern Hitchcock und Kameramann Robert Burks den Zuschauer mit einigen hervorragenden Szenen, etwa dem in einem Brillenglas reflektierten Mord oder der schwindelerregenden Karusselszene. Allein wegen dieser Szenen ist Strangers on a Train bereits einen Blickfang wert.
![7/10 [film]7[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley263.png)
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Die erste Viertelstunde, in dem der Killer den Tatort für seine Zwecke präpariert, ist bereits der Höhepunkt dieses ansonsten spannungsbefreiten Films, dessen ungewöhnlicher Anfang sich zeitgleich als Ballast entpuppt. Wenn die Opfer nichtsahnend ihr Heim betreten, haben die Filmemacher eine Charakterisierung versäumt, so dass das Ehepaar substanz- und belanglos wirkt. Was mit den beiden Figuren geschieht, ist von keinerlei Interesse, womit eine wesentliche Grundlage zum Mitfiebern fehlt, Spannung und Atmosphäre mit fortschreitender Handlung gegen Null tendieren. Zudem erschleicht dem Zuschauer bei vielen Szenen das Gefühl, diese in anderen, besseren Filmen schon etliche Male gesehen zu haben. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn wenigstens Tempo und Blutpegel stimmen würden, doch auch hier scheitert das Unternehmen, so dass Home Sweet Home trotz interessanten Anfangs und hübscher Hauptdarstellerin nur verschenktes Potenzial ist - ein Film, der im Fahrwasser von The Collector, Inside & Co. zu schwimmen versucht, dabei aber kläglich absäuft.
![3/10 [film]3[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley259.png)
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Quote
Original von sid.vicious:
Bisher habe ich allerdings nur Gutes gehört.
... und das völlig zu Recht
Brother und Zatôichi werden Dir bestimmt sehr gefallen. Hana-Bi und Sonatine sind im Gegensatz dazu schon etwas gewöhnungsbedürftig. Ansonsten kann ich Dir auch seine etwas unbekannteren Filme Kikujiros Sommer und Dolls empfehlen. Das sind seine anspruchsvollsten und in meinen Augen auch seine besten Filme... es muss ja nicht immer das Blut von der Leinwand triefen.
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Adèle Exarchopoulos:


Léa Seydoux:


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Alternativer Titel: Blue is the warmest color
Originaltitel: La vie d'Adèle, chapitres 1 & 2
Produktionsland: Frankreich, Belgien, Spanien
Produktion: Brahim Chioua
Erscheinungsjahr: 2013
Regie: Abdellatif Kechiche
Drehbuch: Abdellatif Kechiche, Ghalia Lacroix, Julie Maroh
Kamera: Sofian El Fani
Schnitt: Sophie Brunet
Spezialeffekte: Pierre Olivier Persin
Budget: ca. 4.000.000 €
Musik: Elise Luguern
Länge: ca. 179 Min.
Freigabe:
NC-17,
FSK 16
Darsteller: Adèle Exarchopoulos, Léa Seydoux, Jeremie Laheurte, Catherine Salée, Aurélien Recoing, Sandor Funtek, Karim Saidi, Baya Rehaz, Aurelie LemanceauInhalt:
Auf dem ersten Blick könnte man meinen, die junge Adèle (Adèle Exarchopoulos) habe ihr Leben im Griff: In der Schule ist sie erfolgreich, in ihrem Freundeskreis beliebt und selbst mit ihrem Freund hat sie die ersten Erfahrungen hinter sich. Doch dann trifft Adèle eines Tages auf die Kunststudentin Emma (Léa Seydoux), zu der sie sich vom ersten Moment an hingezogen fühlt. Den Vorurteilen ihres homophoben Umfeld ausgesetzt, geht Adèle mit Emma eine Liebesbeziehung ein, doch das gemeinsame Glück währt nicht ewig...Trailer:
Kinostart: 19.12.2013
Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 09.05.2014Kritik:
Der Gewinner der diesjährigen Filmfestspiele von Cannes hat für viel Gesprächsstoff gesorgt. Zum einen weil die Goldene Palme erstmals nicht nur an den Regisseur, sondern auch an die beiden Hauptdarstellerinnen verliehen worden ist - zum anderen wegen seiner ungewöhnlich expliziten und ausgedehnten Sex-Szenen. In den USA ist La vie d'Adèle aufgrund "Explicit sexual contents" mit einem NC-17-Rating abgestraft, das dortzulande einem finanziellen Tiefschlag gleichkommt, aber so ist das eben - an der französischen Côte d'Azur noch gefeiert, ist die Ausführlichkeit lesbischer Intimität für die Sittenwächter der MPAA scheinbar eine Nummer zu groß, selbst wenn die Schwelle zur Pornographie nicht überschritten wird.Dabei hat La vie d'Adèle weitaus mehr zu bieten, sind die erotischen Szenen nur Beiwerk dieses bemerkenswert natürlich wirkenden Epos, dessen Thema um das Chaos der Pubertät und die erste große Liebe sicherlich wenig Neues bietet, in dem Kontext jedoch couragiert angegangen wird. Fast durchgängig ohne Make-Up, dafür aber äußerst charismatisch und charmant, lernen wir die sich mitten in der Pubertät befindende Adèle (Adèle Exarchopoulos) kennen und begleiten sie in ihren unaufgeregten Schulalltag. Adéle hat gute Noten, ist in ihrem Freundeskreis beliebt und sammelt mit ihrem Freund die ersten Erfahrungen, doch plötzlich gerät ihr geordnetes Leben aus der Bahn, als sie beim Überqueren einer Straße der offensichtlich lesbischen Emma (Léa Seydoux) über den Weg läuft. Zu der Unbekannten mit den blauen Haaren fühlt sich Adèle von dem ersten Moment an hingezogen und begibt sich, trotz der Angst vor dem Entzug ihrer gesellschaftlichen Akzeptanz, auf die Suche nach der Kunststudentin und mit ihr das Risiko einer Beziehung ein.
Damit ist La vie d'Adèle aber noch nicht am Schlusspunkt angelangt, geht das zweite Kapitel auf die Beziehung ein, welche an den Gegensätzen der beiden Frauen zu zerbrechen droht. Die Realität hat Einzug genommen und Adéle muss sich einmal mehr sich selbst, und der Frage stellen, ob sie mit Emma bereits an dem Ende ihrer Reise angelangt ist. Einer der vielen interessanten Aspekte ist die Verwendung der blauen Farbe, und dass Emma im zweiten Kapitel keine blaugefärbten Haare mehr trägt, könnte sie Ausdruck für eine abgestorbene Liebe, aber auch ein Hinweis auf Selbstakzeptanz und Ausdruck eines stabilen Charakters sein. Am Ende haben sich die Rollen verschoben, und dass sich ausgerechnet Adèle gegen Schluss in kräftigem Blau präsentiert, ist nur eine vieler zum Nachdenken Anlass gebende Kleinigkeiten, die diesen Film abrunden und dafür sorgen, dass er trotz seiner Laufzeit von knapp drei Stunden wie im Flug vergeht.
Den Hauptverdienst daran tragen Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux, die in ihrer Intensität und Emotionalität überzeugen - natürlich und lebendig auf der einen Seite, melodramatisch und zermürbend auf der anderen, beschert uns dieses Duo mit einer ungewöhnlichen Reise, die so ziemlich jedes Motiv einer Liebesbeziehung abdeckt und am Ende die Schönheit, aber auch Verflossenheit der Liebe mit all ihren Facetten und unüberwindbaren Hürden in den Schoss gelegt hat.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb ist eine der besten Satiren aller Zeiten. Ein überspitzter und dennoch erschreckend realitätsnaher Film über den Kalten Krieg und das atomare Wettrüsten. Ein Werk, das nur von Stanley Kubrick stammen kann: amüsant, intelligent und vielschichtig zugleich. Spannend ist er auch, denn das knappe Zeitfenster, auf einen bevorstehenden nuklearen Vergeltungsschlag zu reagieren, überträgt sich rasch auf das Publikum.
Das Dilemma, in dem sich die Akteure befinden, wirkt durch den semi-dokumentarischen Stil nicht weit hergeholt. Um die Authentizität der Bilder zu vermitteln, verwendet Stanley Kubrick in einigen Szenen sogar eine Handkamera, etwa wenn sich US-amerikanische Soldaten gegenseitig auf einer Militärbasis beschießen. Getragen wird der Film zudem von seinen tollen Schauspielern. Peter Sellers spielt gleich drei Rollen auf einmal, während Sterling Hayden der paranoide General "Jack D. Ripper" sehr gut steht. Der Name seiner Rolle steht offenbar in Verbindung mit dem berühmten Serienkiller, während die Wahnvorstellung, das Trinkwasser sei von Wodka trinkenden Sowjets vergiftet worden, eine Anspielung auf die "Zweite Rote Angst" ist.
So gesehen gibt es in dieser Satire viel zu entdecken und ich kann ich der von Buzz'n'Frog aufgestellten These, Stanley Kubrick habe nur gute Filme produziert, beipflichten, denn Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb zählt zu denjenigen Meisterwerken, die nur er im Stande war, in Masse und vor allem genreübergreifend zu produzieren. Wem dieser Film gefällt, dem sei der ebenfalls von Kubrick inszenierte und nicht minder phantastische Paths of Glory ans Herz gelegt.
![9/10 [film]9[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley265.png)
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Da stehen wohl demnächst 21 Gramm und Babel auf Deinem Programm

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Originaltitel: Double Indemnity
Produktionsland: USA
Produktion: Buddy G. DeSylva
Erscheinungsjahr: 1944
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, Raymond Chandler
Kamera: John F. Seitz
Schnitt: Billy Wilder
Spezialeffekte: Farciot Edouart
Budget: ca. $927.262
Musik: Miklós Rózsa
Länge: ca. 107 Min.
Freigabe: FSK 6
Darsteller: Fred MacMurray, Barbara Stanwyck, Edward G. Robinson, Porter Hall, Jean Heather, Tom Powers, Byron Barr, Richard Gaines, Fortunio Bonanova, John Philliber, James Adamson, John BerryInhalt:
Walter Neff (Fred MacMurray) ist Vertreter einer großen Versicherung und lässt sich auf eine Affäre mit der verheirateten Phyllis Dietrichson (Barbara Stanwyck) ein. Bald schon planen die beiden gemeinsam einen Versicherungsbetrug. Dazu muss Phyllis Ehemann ermordet werden und das Ganze muss aussehen wie ein Unfall...Trailer:
Kritik:
Großes Kino von Billy Wilder, dessen Film nicht nur unterhaltsam und abwechslungsreich, sondern auch stilprägend für den Film Noir gewesen ist - jenem Genre, in dem es ständig regnet, die Bilder düster und die Motivationen der Figuren stets unklar sind. Die Performances der Darsteller sind großartig, die Handlung hat einige Wendungen parat und die Bilder sind, wie es sich für einen Vertreter des Film Noir gehört, durch die Licht- und Schattenkontraste mehr als ansehnlich. Dadurch, dass Walter Neff die Handlung aus seiner Perspektive erzählt, wird trotz seines verabscheuungswürdigen Motivs fleißig mit ihm mitgefiebert. Vor allem die zweite Hälfte, in der das perfide geplante Lügengebilde zusammenzubrechen droht, ist äußerst fesselnd und hält einige kreative Wendungen in der Hinterhand.Unter dem Strich ist Double Indemnity einmal mehr der Beweis, dass ein Film trotz des Zahns der Zeit, der an ihm genagt hat, nicht zwangsweise eingestaubt sein muss. Wenn man diesem Werk nichts abgewinnen kann, dann wird das mit dem schwarzen Film möglicherweise nichts mehr, denn dieser hier ist toll gespielt, abwechslungsreich inszeniert und unterhält besonders in der zweiten Hälfte optimal. Sehr empfehlenswert.
![10/10 [film]10[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley266.png)
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Alternativer Titel: Alfred Hitchcock's Marnie
Produktionsland: USA
Produktion: Alfred Hitchcock
Erscheinungsjahr: 1964
Regie: Alfred Hitchcock
Drehbuch: Winston Graham, Jay Presson Allen
Kamera: Robert Burks
Schnitt: George Tomasini
Spezialeffekte: Albert Whitlock
Budget: ca. $3.000.000
Musik: Bernard Herrmann
Länge: ca. 130 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Tippi Hedren, Sean Connery, Diane Baker, Martin Gabel, Louise Latham, Bob Sweeney, Milton Selzer, Mariette Hartley, Alan Napier, Bruce Dern, Henry Beckman, S. John LaunerInhalt:
Marnie Edgar (Tippi Hedren) bestreitet ihren Lebensunterhalt, in dem sie die Tresore ihrer Arbeitgeber plündert. Als sie unter falscher Identität eine neue Stelle antritt, wird sie von Mark Rutland (Sean Connery) erkannt, doch dieser verrät sie nicht. Mark verfolgt mit Marnie andere Ziele, nichtsahnend, dass die junge Frau unter einer ernsthaften Psychose leidet...Trailer:
Kritik:
Was macht Alfred Hitchcock, nachdem er mit The Birds einen der berühmtesten Horrorfilme aller Zeiten gedreht hat? - Die Antwort lautet 'Marnie'. Der Titel des Films ist gleichzeitig auch der Name der Hauptfigur, die wieder einmal von Tippi Hendren verkörpert, es im Stile einer Marion Crane darauf absieht, Bargeld zu unterschlagen. Der Filmtitel hätte allerdings auch 'Manie' lauten können, denn sowohl die weibliche, als auch die männliche Hauptrolle leiden unter derselbigen. So hat Marnie panische Angst vor roter Farbe und stürmischen Gewittern, während der von Sean Connery verkörperte Mark sie unnachgiebig zu unterjochen und therapieren versucht.Die Panikattacken von Marnie werden durch Überblendungen mit roter Farbe inszeniert, oder im Fall des Gewitters von der äußerst dramatischen Soundkulisse eines Bernard Herrmann begleitet. Ansonsten hat sich Hitchcock für einen geradlinigen Erzählstil entschieden, dessen Weg er erst am Ende mit einer bräunlich verfärbten Rückblende verlässt. Trotz langer Laufzeit ist der Film nicht langweilig und hält das Interesse durch einige dramatische Szenen aufrecht, etwa jene, in der Marnie von einer Putzfrau auf frischer Tat erwischt zu werden droht, ihr Pferd über eine meterhohe Mauer springt und natürlich in den Wortgefechten zwischen Marnie und Mark. In den Dialogen ("You don't love me. I'm just something you've caught. You think I'm some sort of animal you've trapped.") dringt durch, dass es Hitchcock um mehr ging, als nur einen weiteren Thriller abzudrehen, denn Marnie ist vielmehr ein Psychodrama, das eine Vielzahl an Themen, wie Zwangsneurosen, traumatische Erlebnisse, innere Zerrissenheit, erzwungene Liebe und nicht zuletzt den Reiz des Verbotenen aufarbeitet.
Für viele Zuschauer ist Marnie wahrscheinlich zu überkonstruiert, was der Grund sein kann, weshalb er bei den Kritikern und an den Kinokassen gefloppt ist. Ehrlich gesagt, hatte ich bei meiner ersten Sichtung vor etlichen Jahren auch meine Probleme, doch nach erneutem Anlauf habe ich diesen Film wegen seiner tollen Farbgestaltung und des bitterbösen Kammerspiels zwischen Sean Connery und Tippi Hedren wesentlich mehr zu schätzen gelernt. Marnie ist zwar beileibe nicht der beste Hitchcock-Film, Fans Freud'scher Psychoanalysen und des Master of Suspense sollten ihn sich aber dennoch nicht entgehen lassen.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Rope ist nicht der Film, den ich als meinen Lieblings-Hitchcock bezeichnen würde, jedoch fehlen mir die Superlativen, um seine Machart würdig zu beschreiben. Dass Alfred Hitchcock in seinem ersten Farbfilm bereits künstlerische Freiheiten genoss, ist spürbar, denn sein Kammerspiel ist eine Aneinanderreihung langer Kamerafahrten und wirkt wie in einem Guss abgefilmt. Die wenigen Schnitte sind unauffällig, so, wenn man bedenkt, dass sich Regie und Schauspieler in den ellenlangen Sequenzen keinen Fehler erlauben, beiderlei Leistung gar nicht hoch genug beigemessen werden kann. Wegen des schleppenden Mittelteils bleibt eine bessere Benotung meinerseits aus. Dennoch bleibt Rope ein sehr guter Film, virtuos vorgetragen und vielschichtig - für Fans von Kammerspielen ein Genuss.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Schau mal hier: A list of horror films that take place on or around Halloween und hier: Earliest "Halloween" Horror Titles.
Da wirst Du bestimmt fündig

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Naja, an diesem Film scheiden sich wohl die Geister. Ein Freund von mir findet ihn auch unheimlich und gruselig, während es wenig Horrorfilme gibt, bei denen ich mich mehr gelangweilt habe als diesen. Von der Struktur erinnert mich The Blair Witch Project ein wenig an das Sleepaway Camp. Langweilen ohne Ende, bis zum Schluss wider Erwarten doch noch etwas passiert. Über die Innovation dieses Films lässt sich auch streiten, wenn man sich vor Augen führt, dass die Idee, reale Videoaufnahmen zu verwenden, bereits 20 Jahre vorher in Cannibal Holocaust weitaus fataler umgesetzt worden ist. Einziger Wermutstropfen: Es gibt noch Schlimmeres.
![3/10 [film]3[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley259.png)
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Quote
Original von sid.vicious:
Ich habe natürlich die japanischen Untertitel dabei aktiviert.
... das hat geholfen?
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Der Film hat mir sehr gut gefallen und da meine Vorredner bereits sehr ausführlich gewesen sind, beschränke ich mich darauf, dass Satoshi Kon die Möglichkeiten des Animationsfilms hervorragend ausschöpft. Mit Paprika ist ihm ein ansehnlicher, unterhaltsamer und teilweise surrealer Anime gelungen, der lange nicht so verwirrend wie Perfect Blue ist. Was den Vergleich zu Inception betrifft, denke ich auch, dass sich Christopher Nolan einiges abgeschaut hat - oder wie formuliert es Paprika treffend: "Wenn die Träume, die man mitten in der Nacht hat, experimentelle Kurzfilme sind, dann sind die frühen Morgenträume Kinoblockbuster."
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Originaltitel: Witness for the Prosecution
Produktionsland: USA
Produktion: Arthur Hornblow Jr.
Erscheinungsjahr: 1957
Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Agatha Christie, Billy Wilder
Kamera: Russell Harlan
Schnitt: Daniel Mandell
Spezialeffekte: Lee Zavitz
Budget: ca. $3.000.000
Musik: Ernest Gold, Leonid Raab
Länge: ca. 111 Min.
Freigabe: FSK 12
Darsteller: Tyrone Power, Marlene Dietrich, Charles Laughton, Elsa Lanchester, John Williams, Henry Daniell, Ian Wolfe, Torin Thatcher, Norma Varden, Una O'Connor, Francis Compton, Philip TongeInhalt:
Sir Wilfried "the Fox" (Charles Laughton) hat soeben erst einen Herzinfarkt überstanden, da stürzt sich der sarkastische Strafverteidiger bereits in seinen nächsten Fall. Sein Klient Leonard Vole (Tyrone Power) soll eine Witwe ermordet haben, um sich ihre Erbschaft zu erschleichen. Obwohl die Beweislage erdrückend und der Fall hoffnungslos ist, denn dem Angeklagten kann nur seine Ehefrau Christine (Marlene Dietrich) ein Alibi verschaffen, wittert Sir Wilfried die Chance, im Gerichtssaal noch einmal aufzutrumpfen. Doch es kommt schlimmer als gedacht, denn die Staatsanwaltschaft hält mit einer überraschenden Zeugin ein Ass in der Hinterhand.Trailer:
Kritik:
Wer etwas für Justizfilme übrig hat, wird diesen schwer ignorieren können, denn Witness for the Prosecution zählt in jeder Hinsicht zu den besseren Vertretern des Genres. Tyrone Power als Angeklagter und Marlene Dietrich als eiskalte Ehefrau sind brilliant, aber der Pokal für die darstellerische Leistung geht an Charles Laughton, der als cholerischer Anwalt stets vor der nächsten Herzattacke zu stehen scheint. Seinen Wortgefechten und sarkastischem Humor ist zu verdanken, dass der Balanceakt zwischen Krimi und Komödie jederzeit gelingt und Witness for the Prosecution alles andere als ein staubtrockener Justizfilm ist. Das Steckenpferd des Films ist seine unvorhersehbare Handlung, in der sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung immer wieder gegenseitig in die Falle locken und Verwirrung stiften. Ob der Angeklagte schuldig ist oder nicht, bleibt offen bis zu dem phänomenalen Ende, das den ein oder anderen Zuschauer sicherlich überraschen wird und die Nachhaltigkeit dieses Films sichert.Etwas an diesem Werk auszusetzen, fällt schwer, denn auch wenn Witness for the Prosecution in meinen Augen nicht ganz mit dem Genreprimus 12 Angry Men mithalten kann, bleibt am Ende der Eindruck bestehen, einen hervorragenden Film gesehen zu haben, der nur durch seine ausgeklügelte Handlung, den Charakteren und geballtem Wortwitz das Interesse aufrecht erhalten hat, und der vermutlich länger in Erinnerung bleiben wird als die meisten aufgeblasenen Produktionen von heute.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
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Der Gondelfilm klingt gut...
Den habe ich aber schon zu oft gesehen, deshalb:
- American Werewolf in London
- Tanz der Vampire
- Die Rückkehr des Dr. Phibes
- Hexenkessel
- Prinzessin Mononoke
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Nach Ocean Waves und Return of the Cats ist Arrietty für mich wieder ein gelungener Animationsfilm aus dem Ghibli Studio gewesen. Richtig viel geschieht zwar nicht, doch wird von Hiromasa Yonebayashi und Hayao Miyazaki wieder einmal eine phantastische Welt geschaffen. Die Animationen sind angesichts des Hintergrundes, die Umwelt aus der Sicht eines Liliputaners zu erleben, großartig, so tragen riesige Blätter, Insekten und ein facettenreiches Puppenhaus zum Sehvergnügen bei. Auf Action oder Spannung wird in diesem Film weitestgehend verzichtet, sondern stattdessen auf eine (fast) friedliche und entspannte Atmosphäre Wert gelegt. Dadurch fehlen diesem Film die dramaturgische Höhen und Tiefen, als auch ein merklicher Spannungsbogen, weshalb Arrietty nicht der beste, aber womöglich der konstanteste Ghibli Film ist. Ausgehend von den tollen Animationen und umfangreichen Perspektiven ist Arrietty ein leicht zugänglicher Animationsfilm für Jung und Alt, den ich etwa auf derselben Stufe wie Kiki's Delivery Service sehe.
![7/10 [film]7[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley263.png)