Review zu Baskin – Capelight
Zum Inhalt:
Vier Cops gehen aus einem Restaurant und wurden zu einem Einsatz gerufen. Die Kollegen vor Ort brauchen wohl Unterstützung. 20 Minuten liegt der Einsatzort entfernt, in einem kleinen abgelegenen Dorf in den Bergen. Unterwegs läuft ihnen jemand/etwas vor das Auto sodass sie in einen Fluss landen. Anschließend gehen sie zu Fuss weiter zum Einsatzort. Doch ihre Kollegen warten schon längst nicht mehr auf sie, sondern etwas ganz anderes...
Review:
Ein Türkischer Horrorfilm? Ja, genau das veröffentlichte Capelight am 29.04. mit „Baskin“ in einem schicken Mediabook, oder auch als Single VÖ. Da zögert man beim Kauf doch erst einmal, bei einem Blick auf das Budget sicherlich noch etwas mehr als weniger. 350.000 US Dollar, Regisseur Can Evrenol, ein Neuling, jedenfalls gibt es keine offiziellen Film Vös dieses Regisseurs. Doch hier nicht zuzugreifen wäre ein Fehler.
Produziert wurde der Film in exakt 28 NACHT Drehtagen. Jawohl es wurde nur Nachts an dem Film gedreht. Atmosphärisch können sich viele Möchtegern Gruselfilme eine Scheibe von Regisseur Can Evrenol und seinem Film „Baskin“ abschneiden. Von Anfang bis Ende eine drückende und dreckige Atmosphäre was dem Film einen gewissen Charme gibt. Wer nun meint „Nur Nacht aufnahmen? Dann ist das Bild bestimmt viel zu dunkel ständig!“.Eben Nicht. Perfekte Ausleuchtung der, muss an dieser Stelle schon einmal gesagt sein, grandiosen Kulisse, man erkennt, was man erkennen soll und es lässt im Dunkeln was dort auch erst einmal hingehört. Durch diesen kleinen Trick sowie der oben schon erwähnten perfekt ausgewählten Kulisse für einen derartigen Höllentrip Film, kann man gar nicht anders wie den Film als Spannend zu empfinden.
Wer hier ein richitg ausgefuchstes Drehbuch erwartet, bei dem am Ende ein Puzzle Teil zum anderen passt, ist falsch. Jedoch würde ich auch nicht sagen das die Handlung verwirrend ist. Die Geschichte lässt viel Platz für Interpretationen. Und am Ende des Filmes hat wohl fast jeder seine eigene Version des Höllentrips, den die Protagonisten und man selbst gerade erlebt hat. Dickes Lob an den Drehbuchautoren und den Regisseur, die es geschafft haben, einen Film zu erschaffen, der viele Visionen, Rückblicke und Ähnliches enthält und trotz allem man als Zuschauer nicht komplett den roten Faden verliert.
Erinnert der Anfang des Filmes noch an einen Gruselfilm ala „The Conjuring“ (o.Ä.) verliert sich der Zuschauer zunehmend in einer Art „Rob Zombie“ (vergleich mit „Lords of Salem“ nicht alle Rob Zombie Filme) Film. Verstörende Bilder die man erst einmal so nicht zuordnen kann. Visionen der Protagonisten welche zuerst verwirrend und doch erklärend zugleich sind.
Die Synchronisation ist durchweg positiv überraschend. Dachte ich doch die deutsche Synchronisation würde schwach ausfallen, ist diese tatsächlich gut gelungen. Der Ton im Film allgemein schließt sich der durchweg guten Atmosphäre an und hebt die Gesamtstimmung während des Filmes deutlich.
Auch dieser Film bleibt jedoch nicht kritiklos. Oftmals handeln die Polizisten etwas sehr fragwürdig. Was nach dem ersten Mal nicht stört doch dabei bleibt es nicht. Ebenfalls fragwürdig ist die Ortskenntnis der Polizisten im eignen Einsatzbezirk. 20 min entfernt soll der Einsatz stattfinden und keiner weiß genau wo lang, bzw. erzählen sich noch Legenden über diesen mysteriösen Ort. Die Anfangsszene wo alle Männer im Polizeiwagen gemeinsam singen, sieht doch sehr gestellt und dämlich aus. Könnte auch an der Synchronisation liegen da sie in diesem Teil selbstverständlich den OT genutzt haben.
>Für mich ein richtiger Überraschungshit. Die Türkei muss wohl nun auch im Horrorgenre mehr Beachtung verdienen, wenn noch mehr solche Filmperlen zu uns hinüberschwappen. Für den geneigten Horrorfan der nicht nur auf US Durchschnittsfilme steht ist mit diesem Film sicherlich gut bedient und wird auch sicherlich die komplette Laufzeit über gut unterhalten.
Von mir gibt es eine Kaufempfehlung sowie gute
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)