Endlich kam ich dazu, diesen Film zu sehen. Ich hatte hohe Erwartungen an ihn, die sogar tatsächlich einmal erfüllt wurden. Und das, obwohl ich von den letzten Filmen, die soviel im Trailer versprachen und so verdammt gut zunächst aussahen, mitunter bitter enttäuscht wurde. "Confessions" ist so ein Film, bei dem das lange Warten sich wirklich gelohnt hat.
Vom ersten Moment an hatte er mich für sich eingenommen. Eine Review zu diesem Film zu schreiben ist deswegen etwas schwer, da ich nicht zuviel spoilern möchte, denn "Confessions" lebt zum einen von seinen zahlreichen Wendungen, mit denen zumindest ich, oft gar nicht gerechnet hatte. Es ist ein bitterer, spannender, ernster und trauriger Film mit einer beklemmenden Atmosphäre, die den gesamten Film über anhält und den Zuschauer immer weiter bedrückt und fasziniert, wenn es einem denn gelingt, sich auf diesen Film einzulassen, was aber wohl nicht allzu schwer fallen dürfte.
Es ist fast schon gruselig, wie die Lehrerin am Anfang leise anfängt, ihre Geschichte zu erzählen und vorher beinahe ungerührt den Fall einer Schülerin widergibt, die ihre Eltern vergiftet hatte. Sie erzählt von diversen Ungerechtigkeiten, dass der Staat die vermeindlich unschuldigen Kinder schützt, denn wer unter 14 Jahre alt ist, wird vom Gesetzt her nicht wegen Mordes verurteilt. Während sie dies alles erzählt, toben die Schüler um sie herum, keinen scheint es zunächst wirklich zu interessieren, was die Lehrerin da von sich gibt, bis sie anfängt von ihrem Schicksal und dem Schicksal ihrer kleinen Tochter zu erzählen.
Was danach folgt ist erst der Anfang. Wir erleben ab diesem Zeitpunkt unter anderem, wie die beiden Mörder (Schüler A und B) nach der Erzählung der Lehrerin mit ihrer Schuld und dem Angst vor dem HIV-Virus umgehen, erfahren die Hintergründe ihrer vermeindlichen Motive und bekommen mit, wie die Situation in der Klasse sich verändert, bis hin zum großen gewaltigen Finale. Und bis dahin wartet die Story mit einigen Wendungen auf, um sich am Ende wie das berühmte Puzzle zusammenzufügen.
Ich bin immer noch fasziniert von "Confessions" und bei mir wirkt der Film auch noch nach. Es ist schon mitunter erschreckend zu sehen, wie wenig die Schüler z.B über das HIV-Virus wissen, wie respektlos sie am Anfang mt der Lehrerin umgehen (owohl das inzwischen wohl eher "Normalverhältnisse" sind) und was für Ausmaße das Ganze noch annehmen wird.
Unterlegt ist der Film mit einem schönen (westlichen) Soundtrack und wunderschön gefilmten Szenen.
Eine klare Empfehlung an Fans von asiatischen Filmen und vielleicht sogar nicht nur für die.
![9/10 [film]9[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley265.png)