Posts by Bonzaimann

    Ach du Glücklicher. Auch wenn deine Kritik jetzt nicht grad überragend ausfällt, bin ich doch ein wenig neidisch :prop: .
    Profane Exhibit ist ja schon seit gefühlten Ewigkeiten von Unearthed angekündigt, aber die kommen ja auch leider nicht in die Pötte.
    Naja, dann warte ich einfach noch weiter, vieleicht kommt ja irgendwann noch was Offizielles.

    Danke auf jeden Fall für den ersten Einblick.

    Hallo Knorrhahn,
    Ich hoffe es geht dir gut. Hab mich ja schon lange nicht mehr hier gemeldet. Keine Zeit :-(.
    Darf ich mal fragen, wo du die beiden Mors in Tabula Teile gesehen hast?
    Als Dora-Fan warte ich schon ewig auf ne VÖ, aber hab nichts davon mitbekommen.

    Vielen Dank im Voraus,
    Bonzaimann

    Gehört eindeutig zum filmischen Bodensatz. Es sind genau Schundwerke wie diese, weshalb das Horrorgenre einen schlechten Ruf hat.

    Haha, bezüglich der Qualität des Films sind wir uns auf jeden Fall recht einig :6: . Auch wenn ich eine gewisse filmische Extravaganz nicht absprechen möchte :-).
    Ich glaub nur, die Leute die den Film sehen, sind in der Mehrheit eh den Horrorfilmen stark zugeneigt. Glaub daher nicht, dass der Vomit Gore viel am Ruf des Horrorfilms ändert, dafür ist er viel zu sehr in der Niesche.

    Tolle Review Knorrhahn. Da bin ich eigentlich in allen Punkten bei dir.
    Hab das Mediabook bereits seit etwa zwei Wochen und hatte zuerst mit "Das Verlangen der Maria D." angefangen. Gestern Abend hab ich dann auch den Pesthauch der Menschlichkeit gesehen. Soviel sei bereits gesagt, mir hat "Das Verlangen..." auch um einiges besser gefallen.

    Dabei fängt Pesthauch eigentlich ganz schön an. Wie du bereits geschrieben hast gibt es sehr viele wunderschöne Naturaufnahmen zu sehen. Diese sind teils so ästhetisch eingefangen, dass ich unzählige Male gedacht habe, dass man hier auch ein sehr schönes Puzzle oder Postermotiv hätte. Generell habe ich mir oft gewüscht, selbst durch diese Landschaften wandern zu können und das muss einem auch erst mal gelingen.
    Und was ich an Dora auch bemerkenswert finde: Er hat eine sehr eigene Handschrift. Man braucht nur wenige Minuten und schon weiss man, das man einen seiner Filme sieht.

    Leider hören die positiven Punkte für mich hier auch schon fast auf und meine Kritikpunkte entsprechen größtenteils den deinen.
    Hauptmanko ist meiner Meinung nach, dass man zu keiner Zeit eine Beziehung zu den Hauptpersonen aufbauen kann. Bei Cannibal z.B. ist Dora das Kunststück gelungen, dass ich mich tatsächlich ein wenig in die Gefühlswelt der beiden Hauptpersonen hereinversetzen konnte. Auch bei Melancholie der Engel wurden die Charaktere langsam aufgebaut und man konnte eine Beziehung zu ihnen bilden. Sie waren einem NICHT egal.

    Pesthauch der Menschlichkeit gelingt dies meiner Meinung nach nicht. Mein Hauptproblem betrifft hier die Darstellung der weiblichen Hauptperson. Sie bleibt den ganzen Film über stumm (keine Ahnung warum, das wird nicht erklärt) und oft ist ihr Gesicht zum großen Teil verdeckt. D.h. man hat weder Stimme noch große Mimik, über die man eine Bindung aufbauen könnte. Sie bleibt demnach eine blasse Projetionsfläche, wichtig für die Handlung als Opfer aber anscheinend nicht wichtig genug für Dora, dass man sie mit einer Persönlichkeit ausstatten müsste. Das finde ich sehr schade, nimmt es doch auch den folgenden Szenen den Großteil der Dramatik und die schockierenden Wirkung, insbesondere da die eigentliche Handlung auch total unglaubwürdig ist.

    Ich hatte auch den Eindruck, dass der Schnitt im letzten Drittel während der Folterung recht schnell und unübersichtlich war. Davon bin ich generell kein Fan und das empfand ich für einen Dora-Film recht ungewöhnlich.
    Das Finale (Cannibal Holocaust-Referenz) kommt dann hingegen schon sehr hart rüber und ist mit einer schönen Parallelmontage gefilmt.

    Dora hat beide Filme ja anscheinend als Experiment angelegt, mit wie wenig Geld und Zeit man einen Film drehen kann. Technich ist ihm dies auch wieder auf beeindruckende Weise gelungen.
    Für den nächsten Film würde ich mir aber dann doch wieder ein richtiges Drehbuch mit Handlung und Charakteren wünschen.

    Ich vergeb jetzt mal wohlwollende [film]4[/film] Punkten, hauptsächlich für die wirklich beeindruckenden Aufnahmen und die eigene Handschrift.

    Geb auch nochmal meinen Senf dazu ab, da ich den Film am Wochenende wieder gesehen und deshalb noch gut in Erinnerung habe.
    Arthouse-Sicko ist die beste Beschreibung, die mir zu diesem Film einfällt.
    Aufgeteilt in mehrere Episoden haben Karim Hussain und Mitch Davis hier ein Werk geschaffen, dass ich mit keinem anderen vergleichen kann.

    Der Film hat einen sehr künstlerischen Stil mit vielen Kamera-Effekten und einem perfekt auf die Szenen abgestimmten Score. Gleich zu Beginn wird der Zuschauer aufgefordert, logisches Denken abzustellen und sich stattdessen auf seine Emotionen zu konzentrieren, ein guter Ratschlag zum Genuss des Films will ich meinen.

    Inhalt (mit Spoilern):

    Display Spoiler

    In der ersten kurzen Episode zeigt die Kamera den Körper einer nackten Frau, der anschließend von einem Skalpell "liebkost" wird. Schließlich wird ein Kaiserschnitt vorgenommen und geboren wird die Erkenntnis in Form eines sehenden Auges.

    Die zweite und längste Episode führt den Zuschauer in die Gedankenwelt eines gestörten Mannes, der inzestuöse Gefühle zwischen Liebe und Hass zu seiner Schwester hat. Er beobachtet sie beim Sex mit anderen Männern und ist faszniniert von ihrem schwangeren Körper. Er steigert sich immer mehr in Hass und Verachtung gegen die Menschlichkeit und plant schließlich das größte Sakrileg, die größte Missachtung des Lebens, die man sich vorstellen kann. Den Mord am Baby seiner Schwester direkt bei der Geburt. Dies wird zum Schluss auch sehr graphisch gezeigt. Die Episode baut eine unglaublich finstere und bedrückende Atmosphäre auf, man weiß genau dass das nicht gut enden kann und ist trotzdem schockiert am Schluss.
    Ich muss schon sagen, seit ich selbst Vater bin, hat mich das nochmal mehr mitgenommen.

    Die dritte Episode zeigt mehrere Menschen beim Sex mit dem Erdboden. Ja richtig gelesen, Mutter Erde wird penetriert. Hier bin ich absolut unsicher, wie ich diese Episode interpretieren soll. Einerseits sieht man, wie die Erde, wie die Pflanzen bluten. Daher würde ich es als bildliche Darstellung interpretieren, wie der Mensch die Erde z.B. durch Tagebau, Erdölbohrungen etc. ausbeutet. Dazu passt aber eigentlich nicht die Musik, die sehr ruhig und melodisch ist und der Episode einen beinahe idyllischen Anstrich verpasst. Wie auch immer, nach der ersten Episode ist man froh über etwas Ruhe :-).

    Die letzte Episode zeigt einen Mann, der am Ende seines Arbeitstages vor den Glotze zu einem Porno masturbiert und danach einschläft. Dann erscheinen zwei Personen, die den Mann für seine Sünde bestrafen und foltern. U.a. wird sein Penis regelrecht zerissen während er gleichzeitig einen Handjob bekommt. Um es mit den Worten von Cannibal Corpse zu sagen: "I cum blood!!!"
    Danach wird ihm die spirituelle Erkenntnis in Form eines eingeschmolzenen Goldkreuzes per Spritze injiziert. Die Szene endet und man sieht eine Jesusfigur an einer vielbefahrenen Straße beten. Dieser wird dann vom mehreren dämonisch geschminkten Frauen entführt und anschließend aufs übelste gefoltert. Das christliche Abendmal wird pervertiert, da die Frauen auch gerne mal zubeißen und am Blut lecken. "Dies ist mein Blut,... Dies ist men Leib, der für euch hingegeben wird".
    Zum Schluss wird der geschundene Jesus noch gepfählt / gekreuzigt.

    Puh, sehr schwerer Tobak den ich hier gesehen habe. Das ist defnitiv kein gewöhnlicher Film, er gleicht mehr einem filmischen Experiment von zwei wütenden jungen Männern, die die Grenzen des zeigbaren ausloten wollten.
    Die einzelnen Episoden bieten jeweils viel Raum für Interpretation, ihnen gemein ist dass Sexualität und Religion eine große Rolle spielen. Zumindest teilweise wird denke ich der Umgang mit Sexualität im christlichen Glauben auf drastische Weise kritisiert.

    Der Film ist sehr schwer zu bewerten, da er den normalen Sehgewohnheiten komplett widerspricht. Ich finde er ist allemal sehenswert, aber nur für Menschen, die ein Faible für extreme Kunst haben. Der durchschnittliche Zuschauer wird wohl eher abgestoßen reagieren.

    Ich gebe mal

    [film]8[/film]
    [GORE]9[/GORE]

    Bzgl. Trauma: Kann man sich denk ich zchon mal anschauen, aber man sollte nicht erwarten, den nächsten Serben zu sehen.
    Fand den ganz OK und insbesondere den Anfang schon sehr krank. Danach wirds aber stellenweise unlogisch und der Spannungsaufbau funktioniert auch nur bedingt. Gibt aber auch bedeutend schlechtere Vertreter des R&R Genres.

    So als Geheimtip hätte ich noch den französischen Film "Trouble every day". Auch mit Beatrice Dalle.
    Hat mich ziemlich mitgenommen.
    Weiß nicht, ob es von dem eine deutsche Auswertung gibt. Er lief auf jeden Fall mal auf deutsch im TV (Arte).

    Hier zur Kritik -> Trouble every day

    Danke für den Tip, jetzt versteh ich endlich, was mit der "fleischfessenden Sexpflanze" Beatrice Dalle aufm Klappentext zu Inside gemeint ist :,D .

    Klingt auf jeden Fall gut!

    Ich hab ihn jetzt gestern Abend auch endlich gesehen.
    Ich machs kurz, mir hat er sehr gut gefallen und ich fand ihn auch durchgehend spannend und mit sehr dichter Atmosphäre, die zwischen Idylle und Bedrohung hin und her pendelt.

    Die Schauspieler waren durch die Bank weg gut, Kamera und Musik haben es geschafft, dass ich richtig in den Film eintauchen konnte und die 170 Minuten des Director's Cut vergingen wie im Fluge.

    Ich kann absolut nachvollziehen, wenn andere von euch ihn langweilig finden, aber meinen Nerv hat er getroffen.

    Gute [film]8[/film] mit Tendenz nach oben :6: .

    Danke Black_Cobra, besser hätte ich es nicht ausdrücken können.
    Ich wollte nicht Menschenfeind und Inside als Filme vergleichen, aber die Wirkung, die beide auf mich hatten ist durchaus ähnlich. Wie auch Martyrs stechen diese Filme aus der Reihe an Standard-Horrorfilmen heraus, haben das Potential zu verstören und gehen einem noch Tage lang nach.
    Etwas ähnliches ist zumindest meines Wissens nach Martyrs leider nicht mehr aus Frankreich gekommen und der ist jetzt auch schon 12 Jahre alt.

    Was die Horde angeht, so hab ich mir den Vergleich nicht ausgedacht.
    Der ist damals im Kino sogar damit angekündigt worden, der neue Genre-Vertreter aus Frankreich nach High Tension, Inside, etc. zu sein.
    Damit war gleich zu Beginn die falsche Erwartungshaltung geweckt und der Film konnte nur verlieren.
    Ist zu lange her, aber ich habe den Film tatsächlich nur als bestenfalls mittelmäßigen Vertreter der Zombie-Filme in Erinnerung.

    Was Härte allgemein angeht, so denke ich eigentlich auch, dass man mittlerweile eine Grenze erreicht hat. Martyrs, Serbian Film, Men behind the sun etc. haben ein Maß erreicht, wo ich mir auch nicht mehr vorstellen kann, wie es noch überboten werden soll. Ein Film wie z.B. Mordum, der Tabubruch um Tabubruch aneinander reiht, wirkt auf mich dagegen lächerlich.

    Es muss aber auch nicht noch härter werden. So lange immer wieder Filme produziert werden, die frisch sind, aus der Masse stechen und einen länger als 90 Minuten beschäftigen können, ist für mich alles OK.

    Die Horde hab ich sogar noch gesehen. Ich war damals aber recht entäuscht und erinnere mich auch nicht mehr richtig an den Film.

    Die Hälfte meiner Arbeitskollegen kommt sogar aus Frankreich, aber von denen ist keiner Horrorfilm-Fan. Wenn ich da was von Frontières, Seul contre tous oder À ľinterieur erzähle, ernte ich nur Achselzucken :5: .

    Habe mir jetzt mal alle neuen Folgen angehört.
    Leider nimmt mich das Ganze nicht mehr richtig mit. Die Folgen wirken auf mich eigentlich immer überladen und es gibt jetzt auch zu viele Hauptpersonen.
    In den alten Geschichten gab es vier Hauptpersonen, OK fünf wenn wir den Computer Mimo hinzunehmen.
    Die neuen Folgen nehmen alle diese Hauptpersonen wieder auf, führen aber gleich drei neue Personen ein und lassen eine alte wieder auftauchen.
    D.h. es gibt jetzt fast doppelt so viele Protagonisten in fast jeder Folge, die alle etwas Time bekommen sollen und wie ich finde nicht richtig mit einander harmonieren. Die Chemie fehlt, die das alte Team ausgemacht hat.
    Dadurch geht den Geschichten auch viel an Fokus verloren und alles wirkt auf mich ein wenig gehetzt und over-the-top.

    Auch die Rolle von General Forbett hat sich ein wenig gewandelt, in den alten Folgen war er einer meiner Lieblinge, mittlerweile wirkt er eigentlich nur noch wie ein grieskrämiges Arschloch.

    Liegt meine schlechte Meinung jetzt einzig und allein daran, dass ich die alten Folgen aus meiner Kindheit verkläre?
    Möglicherweise. Ich hatte allerdings vor ein paar Jahren, als ich mir eine Komplettbox auf CD angeschafft habe auch einige Folgen neuerlebt, die ich noch nicht aus meiner Kindheit gekannt habe.
    Und die haben mir allesamt besser gefallen. OK waren natürlich auch noch die alten Sprecher und der alte Stil...

    Aber nachdem ich die bisherigen neuen Folgen gesehen habe, glaub ich kaum, dass sie sich durchsetzen werden. Schade drum.

    PS: Episodenguide ist im Eröffnungs-Thread eingefügt.

    Hmhm, hab den Film jetzt endlich auch mal gesehen, aber bin absolut unschlüssig, was ich davon halten soll. Pitt und DiCaprio spielen beide coole Rollen und der Film hat auch viele coole Szenen z.B die Spaghetti-Western...
    Aber die Handlung zieht sich teilweise wie Gummi, die erste spannende Szene war meiner Meinung nach der Besuch auf der Manson-Ranch und da lief der Film schon etwa 90 Minuten. Bis dahin war irgendwie nur Geplänkel, wenn auch schön gefilmtes.
    Der Schluss ist dann wieder ziemlich geil, aber ich glaub nicht, dass der Film öfter in meinem Player landen wird.

    Für mich Tarrantinos schwächster Film und leider ne ziemliche Entäuschung.

    Knappe [film]5[/film] .

    Den Film hatte ich 2016 oder 2017 im Kino gesehen und ich habe ihn auch eher in mäßiger Erinnerung. Die Meinung von Knorrhahn trifft dabei ziemlich genau, wie ich den Film im Kopf behalten habe.
    Schöne Landschaft, passable Schauspieler, netter Twist, aber irgendwie auch viel Leerlauf.

    Eigentlich kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Menschen in Panik geraten sind. Vermute auch eher, dass das nachträglich ein wenig verschärft wurde. Ein gewisses Unwohlsein bei dem ein oder anderen könnte ich mir hingegen schon durchaus vorstellen, schliesslich war die Technik damals noch ganz neu und den Zuschauern wohl weitgehend unbekannt.

    Bewerten könnte ich so einen Film aber auch nicht. Es ist ja eigentlich eher wie ein Experiment mit neuer Technik, um herauszufinden, was geht.
    Und so gesehen historisch natürlich unglaublich bedeutsam.

    Herrlich. Den hab ich schon einmal in einem Filmmuseum gesehen.
    Wenn ich mich richtig erinnere gibt es die Legende, dass es damals bei der Erstaufführung zu einer Panik gekommen ist. Die Besucher kannten das neue Medium nich nicht und haben gedacht, es würde tatsächlich gleich ein Zug in sie reinfahren.
    Der erste Kinofilm... und gleich ein Horrorschocker :0: .

    Sehr guter Film, der auch auf einer guten Geschichte von King basiert.
    Der Teufel kehrt ein in Castle Rock und eröffnet einen Laden, in dem jeder findet, was er begehrt. Doch bezahlt wird dort nicht nur mit Geld, sondern auch mit bösen Streichen, die man seinen Mitbürgern spielen muss.
    So entsteht ein Netz aus Wut, Hass und gegenseitigen Verdächtigungen und die Gewalt unter den Menschen eskaliert immer mehr.

    Meiner Meinung nach ist Needful Things eine sehr gute King Verfilmung.
    Die Atmosphäre des Buchs wird gut getroffen, die Schauspieler machen einen guten Job und die Geschichte wird spannend erzählt.
    Habe jetzt auch mal die drei Stunden Fassung gesehen. Die Geschichte wirkt durch die zusätzlichen Szenen an manchen Stellen vieleicht etwas runder, aber essenziell wichtig ist nichts davon.

    [film]8[/film]

    Haha stimmt, die 80er habe ich damals zwar als Sammler noch nicht erlebt, aber Ende der 90er gingen bei uns auf dem Schulhof auch Kopien von Braindead, TdT und From dusk till dawn rum.
    Abgenudelte Kopien von Kopien von VHS. Hach schön wars :0: .

    @Black_Cobra
    Danke, dass Freitag Teil 3 auch ohne vorherige "Entschlagnahmung" vom Index durfte, wusste ich noch nicht. Zeigt aber auch nur wieder wie konsistent die Prüfstelle in ihren Entscheidungen ist :5: .
    Und ich sehs auch so, dass gemessen an heutigen Massstäben sogut wie alle damaligen Kandidaten gestrichen werden könnten.
    Naja der Trend geht in die richtige Richtung wie du ja auch geschrieben hast.
    Kaum mehr Neuindizierungen und stattdessen fliegen immer mehr ehemalige Kandaten runter.

    Kenne bisher nut Teil 1 und ich glaube dabei wird es auch bleiben.
    Meine Trash-Phase, in der ich verstärkt sowas gesehen habe war vor etwa 10 Jahren. Damals hat mir Toxi schon gut gefallen, aber mittlerweile kann ich damit nicht mehr soviel anfangen.

    PS: Aber ich liebe den Titelsong des Films... Body Talk :6: .
    PPS: Ich hab Toxic Avenger mal im Rahmen des Splatterday Night Festivals auf der großen Leinwand gesehen...
    Und Lloyd Kaufman war auch da und hat im Interview danach auch noch einige Stories erzählt. Der Typ ist ein absolutes Unikat und super unterhaltsam :6: .

    Oh Mann ihr macht mich richtig neugierig. Ich sehe gerne Filme, die mich noch länger beschäftigen une die einen dauerhaften Eindruck hinterlassen.
    Menschenfeind z.B. war für mich auch so ein Film.
    Eraserhead ist auch in der Box, auf den freue ich mich auch schon.

    Wenn ich mich nicht irre hat die Prüfstelle doch einen sehr strengen Ansatz.
    Hatte das bei TCM damals so verstanden:
    Wenn ein Film einmal beschlagnahmt wurde, wurde die strafrechtliche Relevanz durch einen Richter festgestellt. Eine einfache Verjährung genügt der BPjM nicht. Stattdessen muss erneut ein Richter entscheiden, dass der Film nicht mehr gegen das Strafrecht verstösst.
    Und Staatsanwaltschaft/Richter sehen im Zweifel gar keinen Grund dafür, eine erneute Prüfung vorzunehmen, mit der Argumentation, dass der alte Beschluss verjährt sei... Ein Teufelskreis!

    Kann daher irgendwie schon verstehen, wenn viele Vertriebe sich scheuen, diesen Aufwand auf sich zu nehmen.

    Ich geb dir aber auch vollkommen recht. Insbesondere im Internetzeitalter erschliesst sich mir der Index nicht mehr. Eine FSK 18 sollte bei korrekter Kontrolle vollkommen genügen, damit Kids sich die Filme nicht mehr im Geschäft gesorgen können. Und was die sich dann im Netz reinziehen, da hat der Index eh keinen Einfluss mehr drauf. Und ich glaub auch kaum, dass sich heutige Jugendliche noch begeistert durch die DVD Regale suchen, die holen sich ihre Anregung im www. Daher entfällt meiner Meinung nach auch die Wirksamkeit der Werbeeinschränkung.

    Was bleibt ist ne Verkaufseinschränkung für mündige Erwachsene.

    Mein Fazit: Ich denke der Index kann nicht mehr das leisten, was er soll (Jugendschutz), ist aus der Zeit gefallen und gehört daher abgeschafft.
    FSK 18 sollte genügen.

    Es könnten sicher noch mehr Filme von der Liste verschwinden wenn Firmen etwas mehr Einsatzbereitschaft zeigen würden.

    Da hast du mit Sicherheit recht. Ich kenn mich in dem Business ja wirklich nicht aus, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die meisten Firmen einfach den Aufwand scheuen. Wenn man sich mal überlegt, wie lange Turbine dafür kämpfen musste, TCM zu rehabilitieren...
    Und seien wir mal ehrlich, die richtigen Horrorfilmfreaks, die den Film kennen, wussten auch schon während der Indizierung, wie sie an DVDs kommen. Wir freuen uns zwar, dass Maniac vom Index runter ist, aber ob ich mir jetzt deshalb den Film nochmal kaufe, kann ich nicht versprechen. Das hängt vom Preis und dem Gesamtpaket ab.
    Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jetzt scharenweise Gelegenheitskäufer nen Horrorfilm aus den 80ern kaufen, von dem sie wahrscheinlich noch nie gehört haben.
    Wie gesagt, ich kenn mich im Business wirklich nicht aus und das ist reine Spekulation, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich der Aufwand finanziell nicht lohnt. Zumal ja auch nicht garantiert ist, wie die Gerichte, bzw. die BPjM entscheidet.

    Ich find das ist ne passende Freigabe für den Film. Er hat ja doch schon seine Härten, ne 16er hätte mich da auch gewundert.
    Aber Hauptsache ist, dass wieder e8n Film vom Index runter ist.

    So,nun habe ich mir dieses Machwerk auch mal angetan und meine Befürchtungen,die auch durch Gesprächen mit anderen noch angeheizt wurden das dieser Film Müll sein soll,haben sich auch voll und ganz bestätigt.
    Die ersten 33 Minuten waren allerdings sehr gut gelungen,da mich das alles teilweise so an meine Zeit als Vollzeit Black Metaller oder allgemein als Metaller in jungen Jahren stark erinnerte. Als dann aber plötzlich VARG VIKERNES auf der Bildfläche erschien,der noch dazu so was von dermaßen peinlich dargestellt wurde,nahm der Film eine extreme Wendung in eine äußerst negative Richtung,was auch von mal zu mal immer schlimmer wurde.Allein schon die selten dämlichen Dialoge,die in EURONYMOUS seinem Büro von Deathlike Silence Productions (DSP) gefüht werden sagen schon alles.Eines muß ich dem Darsteller von Vikernes aber lassen,nämlich sein ganzer Auftritt wäre wesentlich besser in einem Film wie FARGO-Blutiger Schnee aufgehoben,dann aber widerum in der Rolle eines Langhaarigen Dorftrottels.Ich kann bei dem allem nur eine Schlussfolgerung ziehen,nämlich das dieses Machwerk tendenziös und deshalb auch eindeutig gegen VARK VIKERNES gerichtet ist und deshalb auch jegliche Neutralität sowie auch Objektivität vermissen lässt.Den WAHREN Black Metal Verehrern und Kennern kann ich deshalb nur eines raten:Finger weg.

    FAZIT: Einmal gesehen reicht.

    [film]3[/film]

    So unterschiedlich können die Meinungen sein. :0: .
    Ich war nicht der Meinung, dass Vikernes wie ein Dorttrottel dargestellt wurde. Zu Beginn vieleicht schon, aber recht schnell ist es doch eigentlich Vikernes, der die Sache immer weiter vorantreibt, wohingegen Euronymus sich mehr aufs Reden schwingen konzentriert. Ich hatte eigentlich auch schon den Eindruck, dass der Film zeigt, wie das Ansehen von Vikernes im Verlauf der Handlung im Black Circle immer mehr steigt. Anfangs wurde er von allen belächelt doch später ist er eine der anführenden Personen, wohingegen Euronymus eher in die Defensive gerät. Das entspricht sogar im Grunde eher Vikernes Darstellung.

    Davon mal abgesehen, sollte man meiner Meinung nach das Ganze aber auch nicht zu eng sehen. Der Film hat nie behauptet, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit zu erzählen. Wie könnte er das auch. Selbst wenn Akerlund ein Jahr lang jeden Tag Interviews mit allen noch lebenden Beteiligten geführt hätte. Man brauch sich doch nur mal Interviews von Vikernes im Verlauf der Zeit anzusehen, der Mann hat seine Meinung und seine Story öfter gewechselt, als andere Leute ihre Unterwäsche und ist nur daran interessiert sich selbst zu ikonisieren. Der Film ist keine Doku sondern ein Spielfilm und soll unterhalten, das ist ihm zumindest meiner Meinung auch gut gelungen.

    Zu Vikernes sei nur noch soviel gesagt: Ich mag die Musik von Burzum sehr, aber ich wüsste wirklich nicht, wie man den Menschen Vikernes auch nur irgendwie in einem positiven Licht darstellen sollte. Selbst wenn man von den Kirchenverbrennungen und dem Mord absieht ist der Mann einfach nur ein rassistisches Arschloch, bei dem mit zunehmendem Alter leider keine geistige Reifung gekommen ist. Ich brauch mir nur Videos von ihm auf Youtube anzuschauen, wie er da in Tarnkleidung mit seinem kleinen Sohn auf dem Arm steht und munter 20 Minuten von dem von ihm begangenen Mord erzählt und schon könnte ich im Strahl kotzen. Aber ich gehör dann wohl nicht zu den WAHREN Black Metal Verehrern und Kennern. Bei meiner Pommesgabel bleiben am gestreckten Arm aber auch nur Zeige- und kleiner Finger ausgestreckt und ne heiße Dusche mag ich auf meinen Festivals auch nicht .

    Die Kurzgeschichte Who goes there war ja auch als Beilage in der Turbine VÖ enthalten. Meiner Meinung nach ist es Carpenter wahnsinig gut gelungen, die Stimmung dieser Geschichte umzusetzen. Sowieso ein toller Film der seinen Klassikerstatus absolut zu recht hat.
    Wenn in den zusätzlichen Seiten interessanter Inhalt vorhanden ist, der die Geschichte weiterbringt, würde mich eine neue Verfilmung aber schon interessieren.
    Hoffe nur, dass kein seelenloses Stückwerk mit "super-CGI", schnell geschnittener Action und witzigen Sprüchen am laufenden Band dabei rauskommt.

    Als Remake gefallen hat mir ja Suspiria, auch wenn der hier glaub ich i. A. nicht so gut angekommen ist. Ich fand ihn aber sehr mutig, da er auf der einen Seiten einen ganz anderen Weg eingeschlagen hat als das Original, auf der anderen Seite aber auch weit weg von aktueller Stangenware war.
    Den Mut, was absolut Eigenständiges auf die Beine zu stellen, würde ich mir bei viel mehr Remakes wünschen.

    Evan Daugherty schreibt das Drehbuch zum kommenden Reboot im
    MEG Stil.


    Klingt nach nem super Projekt. Das Original konnte mich damals zwar halbwegs unterhalten, aber ist Lichtjahre weit davon entfernt ein Klassiker zu sein.
    Meg hab ich zwar noch nicht gesehen, aber da hat mir der Trailer auch gereicht um zu wissen, dass der nichts für mich ist. Und die Kritiken sind teils wirklich vernichtend.

    Hmhm, vieleicht sind die Produzenten ja Mathe-Fans und handeln nach der Devise minus mal minus ergibt plus :5: .