• Produktionsland: Belgien, Niederlande, Frankreich
    Produktion: Dirk Impens, Michel Saint-Jean, Michiel Dhont
    Erscheinungsjahr: 2022
    Regie: Lukas Dhont
    Drehbuch: Lukas Dhont, Angelo Tijssens
    Kamera: Frank van den Eeden
    Schnitt: Alain Dessauvage
    Spezialeffekte: -
    Budget: ca. -
    Musik: Valentin Hadjadj
    Länge: ca. 105 Minuten
    Freigabe: FSK 12
    Darsteller: Émilie Dequenne, Léa Drucker, Kevin Janssens, Igor van Dessel, Eden Dambrine, Gustav De Waele, Marc Weiss, Léon Bataille

    Inhalt:
    Die intensive Freundschaft zwischen den beiden 13 Jahre alten Jungen Leo und Rémi, wird plötzlich unterbrochen. Leo versucht zu verstehen, was passiert ist und wendet sich an Sophie, Rémis Mutter.

    Trailer:

    Kinostart in Deutschland: 26.01.2023
    Deutsche DVD & Blu-Ray Starts: 30.06.2023

  • Kritik:

    Ich habe so ein Jugenddrama noch nicht gesehen, es ist vor allem mit den Emotionen und der Trauer so rührselig gespielt, wie selten ein Film zuvor. Das ist die ganz große Stärke von Close, was den Film in diesem Jahr besonders macht. Freunde des Coming Of Age kommen daher nicht drum herum. Es ist aber eigentlich auch klar, dass nicht jeder diesen Film mögen kann, selbst wenn aktuell die Bewertungen überragend sind auch auch schon eine Menge Bewertungen bei der imbd eingegangen sind auch Filmpreise vergeben wurden und der Film es bis zur Oscarnominierung schaffte, also Close einer der durchschlagskräftigsten europäischen Filme in diesem Jahr ist. Noch was zum Oscar, warum die unnötige "Im Westen nichts Neues" Neuverfilmung ausgerechnet sich vor Close geschoben hat beim Oscar und das wo die 79er Version des Stoffs schon um viele Längen besser und ausreichend war, ist mir allerdings wieder ein Rätsel. Der Anspruch Hollywoods ist schon längst ein Anderer als der von Cannes. Dennoch ist der Film Close so rührselig, dass man vielleicht als Zuschauer auch etwas anderes noch erwartet. Es ist keine Sozialstudie hier, die aktuell auch auf dem Massenmarkt bedenkenlos funktioniert sondern es ist eine Mischung aus Arthouse-Kino und Coming Of Age.

    Freundschaften die innig sind, können durch Andere von außen auf eine harte Probe gestellt werden, gerade im Jugendalter, wo man noch geschützt und behütet Zuhause aufwachsen kann. Ich glaub viele Kinder haben das auch so durchgemacht, wenn die Kinderfreundschaft am Älter werden langsam zerbricht. Man muss sich nur mal richtig zurück erinnern, da wird bestimmt was auftauchen. Ich habe mir den Trailer ein paar mal angesehen und bin tatsächlich nicht drauf gekommen das hier etwas passiert, wie es passiert. Ich bin tatsächlich von einen harmloseren Coming Of Age ausgegangen, aber der Film ist schon überwiegenden Teil ein emotionales Trauerspiel, ein richtiger Klos im Hals, wo auch viele Tränen fließen können. Die Kinder sind überragend, dass war ja zu erwarten und dafür hätte es auch den Oscar geben müssen, nichts anderes als das, wenn Autensität wichtig wäre. Ich habe mit meiner Bewertung dennoch etwas gezögert, eigentlich 9 Punkte, aber mir fehlt dann doch eine Sache. Ich habe einfach zu wenig über Rémi erfahren. Der Junge kann Musikinstrument spielen und was noch? Ist er schwul oder eigentlich in dem Alter noch in der Findungsphase und wie sieht sein Background in seiner Umgebung und Familie aus, dass kommt hier zu kurz. Eine Familie wo an sich alles recht toll zu sein scheint, dann so ein Verlauf mit dem jungen Rémi, ich konnte es bis zuletzt nicht so ganz nachvollziehen. Heißt aber nicht das labile Menschen nicht doch so reagieren können, wie gezeigt. Ok, genug gespoilert, für mich war die rührselige Inszenierung eine tolle Erfahrung und der Film schafft es definitv einen noch lange Nachdenklich zu machen.

    [film]9[/film]

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