Parasite - Finde den Eindringling!

  • Produktionsland: Südkorea
    Produktion: Young-Hwan Jang und Kwak Sin-ae
    Erscheinungsjahr: 2019
    Regie: Joon-ho Bong
    Drehbuch: Joon-ho Bong
    Kamera: Kyung-pyo Hong
    Schnitt: Jinmo Yang
    Spezialeffekte: Jung Do-ahn ... special effects
    Hwang Hyo-kKyung-soo Park
    Budget: ca. 11.000.000 mio. US $
    Musik: Jung Jae-il
    Länge: ca. 132 Minuten
    Freigabe: FSK 16
    Deutscher Kinostart: 17. Oktober 2019
    Deutscher DVD & Blu-Ray Start: 05. März 2020

    Darsteller:

    Kang-ho Song
    Sun-kyun Lee
    Yeo-Jeong Cho
    Woo-sik Choi
    Hyae Jin Chang
    So-dam Park

    Handlung:

    Kim Ki-taek und Chung-sook leben mit ihrer Tochter Ki-jung und ihrem Sohn Ki-woo in einer Souterrainwohnung ( Banjiha ) in Seoul.
    Da die Familie mit schlecht bezahlten Jobs zu kämpfen hat, schenkt ihnen ihr Freund Min-hyuk einen Gelehrtenstein, der Reichtum versprechen soll.
    Als er zum Studium ins Ausland geht, schlägt er Ki-woo vor, über seine Qualifikationen zu lügen, um Min-hyuks Stelle als Englischlehrer für Da-hye, die Tochter der wohlhabenden, aber naiven Familie Park, zu übernehmen.
    Nachdem Ki-jung ihm geholfen hat, ein Zertifikat zu fälschen, wird Ki-woo, der sich als Student der Yonsei-Universität namens „Kevin“ ausgibt, von den Parks eingestellt.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Ich finde es erst mal positiv, "Parasite" ist damit der erste Nicht-Englischsprachige Film der die Katgeorie Betser Film des Jhares gewonnen hat.
    Nachdem ich zuletzt beinahe ausnahmslos nur absolut belangloses neues aus Südkorea gesehen - das beste Beispiel ist "Burning" - warte ich mit meiner Vorfreude.

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  • Kann auch ein Flop sein, ich meine Oskar von Heute zu erhalten, da schallen bei mir schon massiv die Alarmglocken. ^^ Ich möchte da noch nicht vorverurteilen, ich hab Trailer und Kritiken abgeglichen und fand ihn gut für einen Tip.

    Südkorea ist halt immer ne zwiegespaltene Angelegenheit, da sind entweder überraschend gute Sachen dabei wo man so nicht erwartet hätte (ging mir damals bei 2009, Bloody Beach oder The Tower so),
    aber halt auch wieder echt unnützer Kram der i-wann echt keinen Spaß mehr macht und ich eh schon wieder vergessen habe. Evtl. taugt der hier wirklich was, doch wie erwähnt, sein Trailer weckt bei mir jetzt keine
    Euphorie was besonders an der Musik liegt.

  • Kritik:

    Mit meiner niedrigen Aufmerksamkeitsspanne hatte ich Probleme rein zu finden, aber bei einem Film aus Asien hab ich das auch nicht anders erwartet. Die 2 Stunden+ Spielzeit ist natürlich auch ein Brett vorweg. Die suggerierten ärmlichen Verhältnisse in die Familie Kim laut Film-Inhalt leben sollen, davon ist bei der tollen Optik erstmal nicht so viel zu sehen, wobei dann später anhand des Kontrastes zu einem sehr luxuriösen Haus und einer Überflutung der ärmeren Gegend, doch der Kontrast noch rüber kommt. Die Story entwickelt sich verrückt, koppelt den Home Invasion Horror mit ein und hinten raus ist es auch blutig. Die Art Film kann man durchaus mit dem südkoreanischen Meisterwerk Snowpiercer vergleichen. (Edit: Bong Joon-ho ist in beiden Filmen der Regisseur, dass wusste ich vor dem Schreiben meiner Kritik nicht.)

    Um so erstaunlicher, dass Parasite tatsächlich den Oscar bekam, dass hätte man Hollywood nun wirklich zugetraut, wenn man die letzten Gewinner sieht. Zumal Parasite alles andere als ein Autorenfilm ist oder auf irgendwelche Schauspielerhypes begründet scheint, sondern Parasite liefert normale Popkornunterhaltung, die auch den Zeitgeist trifft, gerne etwas härter und absurder zu sein, als man es vorher kannte. Die Story ist interessant. Wobei Snowpiercer noch einen kleinen Zacken besser und origineller war, warum aber Parasite so bei der Masse auch ein durchschlagender Erfolg geworden ist, könnte mit seiner etwas weniger abgedrehten Art im Vergleich zu Snowpiercer vielleicht erklären oder das sich die Sehgewohnheiten die letzten Jahre noch mal verändert haben. Es ist realistischer Horror mit einer gesunden Portion schwarzen Humor, Snowpiercer war halt viel Sci-Fi mit mehr Fantasy, die mir aber absolut lag, obwohl ich bei überdrehte Inhalte aus Asien sonst eigentlich oft den Zugang nicht finde, liegt aber sicher auch daran, dass auch Parasite keine Durststrecken groß zu bieten hat, noch rechtzeitig genug Tempo aufnimmt und es auch gut 2 Stunden dann mit Spannung und Anspruch durchhält.

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  • Mit Parasite habe ich alle Oscar Favortien nun gesehen, 1917, Joker oder Once upon a Time in Hollywood.
    Der Südkoreanische Beitrag hat alle geschlagen in der wichtigsten Kategorie, die des besten Filmes, ich komme für mich zu einem anderen Ergebnis.
    Auch hier verstehe ich die Asiatische Mentalität einfach nicht, und aus diesem "Kasten System", dieses hierarchische, vor Rang und Geld macht ja den Hauptwitz aus.
    Als Europäer empfindet man da (zum Glück) anders.
    Klar, auch so hat er seine komischen Momente, aber das nun gleich ein Meisterwerk zu nennen geht für mich eindeutig zu weit.
    Ganz nett, aber mehr auch nicht.

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  • Auch hier verstehe ich die Asiatische Mentalität einfach nicht, und aus diesem "Kasten System"

    Du findet Korea Filme allgemein nicht wirklich gut, auch Snowpiercer war ja irgendwo im Mittelmaß bei dir. Ok, ich habe auch gedacht Joker wird es. Die anderen 2 Filme wären nicht mein Ding, den Hollywood hab ich mir gleich ganz gespart. :3:

  • Südkoreanische mag ich schon, "I Saw the Devil", oder "Yellow Sea" gehören zu meinen Favoriten.
    "Parasite" ist auch nicht übel, hätte auch sieben Punkte geben können, mich hat zwar einiges nicht überzeigt, aber man kann ihn locker weg anschauen.
    Den Trubel kann ich im Gegensatz zum "Joker" aber so gar nicht nachvollziehen.
    Welche Auszeichnungen müssten dann "A Serious Man", "Sterben für Anfänger", "Lang lebe Ned Divine" oder ioder oder erhalten haben?

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • A Serious Man war auch Bockmist, von den Coen's aber nichts anderes zu erwarten. Die anderen 2 kenne ich nicht, aber das war damals ja absolut nicht denkbar, dass ein asiatischer Film den Oskar holt. Ich finde es gut, vor allem da der Film auch gut ist. Ich persönlich hätte bei größerer Auswahl Joker wohl eher auf Platz 1 gesetzt, aber für mich eine gute Sache.

    Nachvollziehen kann ich es auch nicht, aber eher positiver Natur, denn der Film ist weit aus besser als der ausgezeichnete Mist aus den letzten Jahren. Die letzten Jahre warn z.b. Moonlight oder Shape of Water arge Durchschnittsfilme, manches fand ich sogar richtig öde und ein Verbrechen waren die Soldaten-Propaganda Filme Argo und Hurt Locker. Einzig 12 Years a Slave hätte ich mitgetragen, der Rest aus dem letzten Jahrzehnt kann man total vergessen. Vielleicht auch deswegen ein Umdenken in Hollywood, auch bei Joker waren nicht alle zufrieden, so richtige Popkornunterhaltung war das nicht. Vielleicht wollte Hollywood nur Qualität auszeichnen und nicht irgendwelche bekannten Namen.

  • Einfach ein Meisterwerk für mich. Habe mir das UHD Mediabook geholt. Schauspielerisch, Story und Score waren für mich perfekt. Darsteller haben mir durch die Bank alle sehr gut gefallen. Habe beim Ton den Auro 3D Upmixer genutzt. Der hat für teilweise sehr gute Höheneffekte gesorgt. Besonders beim Regen und der Überschwemmung. Zurecht den Oskar bekommen.

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