• Choking Hazard
    (Choking Hazard)
    mit Jan Dolansky, Jaroslav Dusek, Eva Nagazdyova, Anna Fialkova, Kamil Svejda, Eva Janouskova, Roman Izaias, Jan Nemejovsky, Ondrej Neff, Pavel Holec, Jan Sykora, Narek Oganesjan, Robert Rosenberg
    Regie: Marek Dobes
    Drehbuch: Stephan Kopreva, Martin Pomothy
    Produktion: Marek Dobes, Narek Oganesjan, Vladka Polácková
    Kamera: Martin Preiss
    Schnitt: Michal Hýka
    Spezialeffekte: -
    Budget: ca. 100.000 $
    Musik: Frantisek Fuka / Daniel Krob
    FSK 16
    Tschechische Republik / 2004


    Trailer:
    -


    Professor Reinis Selbsterfahrungsgruppe trifft zum Seminar "Über das Leben" in einem abgelegenen Waldhotel ein. Zu den Sechs gesellt sich noch der Pornodarsteller Mechura, der das Seminar mit einem Pornodreh verwechselt. Während der ersten Diskussionen über den Sinn des Lebens geschieht im nahe gelegenen Wald ein furchtbares Unglück. Der Pilzesammer Stancik verliert durch einen Unfall sehr viel Blut. Das Blut sickert in den Waldboden und erweckt die dort begrabenen Förster wieder zum Leben. Die Toten mutieren zu Zombies und fortan machen sie Jagd auf die Lebenden im Waldhotel. Für die Eingeschlossenen beginnt ein knallharter Überlebenskampf. Es gibt nur eine Rettung: Sie müssen die Zombies dorthin zurückschicken, wo sie hergekommen sind: in die Hölle...!


    Ich war doch ziemlich überrascht, das die Zombie-Well auch Ost-Europa erfasst hat, denn diese hier vorliegende Zombie-Komödie ist mir bisher vollkommen unbekannt gewesen. Doch auch die Tschechen drehen anscheinend nicht lediglich Märchenfilme, wie mit diesem Werk ganz eindeutig unter Beweis gestellt wird. Nun können beim Zuschauer durchaus höhere Erwartungen ausgelöst werden, denn werden auf der rückseite des DVD-Covers doch starke Anlehnungen an "Braindead" oder "Shaun of the Dead" versprochen, die allerdings lediglich in Ansätzen zu erkennen sind. Insbesondere der Vergleich mit Peter Jackson's genialem Fun-Splatter ist an den Haaren herbeigezogen, denn die blutigen Passagen spielen sich doch in einem mehr als überschaubaren Rahmen ab, was bei einer 16er Freigabe aber auch nicht unbedingt verwunderlich ist.

    Nun kann man aber immerhin noch die Hoffnung hegen, das man es hier mit einem äusserst witzigen Zombie-Spaß zu tun hat, doch auch diese Hoffnung erfüllt sich leider nur bedingt, denn irgendwie fehlt ganz einfach der zündende Funke, so das der vorhandene Humor sich nur an ganz wenigen Stellen der Geschichte offenbart. Zwar gibt es einige skurrile Passagen, vor allem die untoten Förster können allein schon wegen ihrer Darstellung zum lachen animieren und auch die Tatsache, das einige von ihnen im Laufe der Geschichte zu Karate-Zombies mutieren, ist eine durchaus brauchbare Idee, die auch gar nicht so schlecht umgesetzt wurde. Das große manko des Films ist allerdings der fehlende Wortwitz, denn viel zu selten werden einmal ein paar witzige Sprüche zum Besten gegeben, die zum schmunzeln animieren und das Seh-Vergnügen aufheitern.

    Vielleicht liegt es auch an den agierenden Darstellern, die doch phasenweise recht hölzern daherkommen und jederzeit austauschbar wirken. Es gelingt ihnen zu keiner Zeit, dem Film ihren Stempel aufzudrücken, um so auch nachhaltigen Eindruck auf den Betrachter zu hinterlassen. Gerade, wenn man hier einen Vergleich zu Simon Pegg und Nick Frost in "Shaun of the Dead" zieht, liegen hier doch Welten dazwischen, da noch nicht einmal ansatzweise die Klasse der beiden britischen Schauspieler erreicht werden kann. Dennoch bekommt man wenigstens phasenweise eine recht nette Zombie-Komödie geboten, in der aber leider zuviel Potential verschenkt wurde. Insbesondere aus der schon grotesk anmutenden Grundidee, hier lauter untote Förster auf die Menschen loszulassen, hätte man weitaus lustiger umsetzen können, doch bis auf die schon erwähnten Karate-Einlagen und einige witzige Tanz-Passagen, die auch erst im letzten Drittel des Films zu Tage treten, wird in der Beziehung eher Schmalkost serviert.

    Doch auch, wenn sich das alles eher nagativ anhören mag, kann man sich diese tschechische Produktion ruhig einmal anschauen, man sollte lediglich nicht mit zu hohen Erwartungen an dieses Werk herangehen, um im Endeffekt nicht zu enttäuscht zu sein. Vor allem sollte man nichts auf die Vergleiche geben, die auf dem DVD-Cover gezogen werden, denn diesen kann "Choking Hazard" in keinem Fall standhalten. Vielmehr präsentiert sich hier ein Film, der ohne große Highlights auskommt, aber dennoch einigermaßen kurzweilige Unterhaltung bietet, die man weitaus lustiger hätte gestalten können, wenn man das vorhandene Potential nur ansatzweise ausgenutzt hätte.


    Fazit:


    "Choking Hazard" bewgt sich prinzipiell im absoluten Mittelmaß, der Film bietet keinerlei sonderliche Höhepunkte, fällt aber auch nicht zu weit nach unten ab, eventuell hätten allein schon ausdrucksstärkere Schauspieler das Geschehen etwas aufgewertet. Etwas mehr Situationskomik und besser zündender Wortwitz hätten hier aus einem seichten Film eine wirklich erstklassige Zombie-Komödie gemacht, über die man auch nach ihrer Sichtung noch gern diskutiert hätte.


    [film]5[/film]

    Big Brother is watching you

  • Die Zombies werden hier mal durch Pilzernte erweckt, wo diese Untoten aufgestapelt unter der Erde lange vor sich hin gemodert hatten. Wobei nun die genaue Betitelung „Zombiewaldmänner“ stetig fällt. Die Zombies haben nur ganz weiße Schminke im Gesicht und verhalten sich anhand der Bewegungen recht trashig, im späteren Verlauf kommen auch noch Zombies hinzu, die intelligenter sind und gut mit Nahkampfwaffen umgehen können. Der Film nimmt sich nicht für ernst, so wird im Dialog auf die Horror-B-Movie Filme hingewiesen.
    Es werden viele Informationen offenbart, wie Bewohner des Amazonas, die nicht weiter als 100 Meter gucken können, wo ihre Sicht auch im freien Geländer derart eingeschenkt sein muss.
    Dieser Choking Hazard ist absolut etwas für den Trashfan, bei mir kam der Film jedenfalls sehr gut an. An Härte gibt es nichts groß zu sehen, einzig im Vorspann anhand eines Kopfschusses ist schon die einzig erwähnenswerte Splatter-Szene, die dann natürlich für den Gorejünger zu viel verspricht, da anschließend nichts dergleichen mehr geliefert wird.
    Die Laiendarsteller sind sehr sympathisch und verhalten sich absolut locker und reißen ironische Witze, wo fast alles gut zündet. Einzig ein blinder Professor wird mit seinen wilden Thesen auch kurz ein wenig nerven, da diese meist völlig Sinnfrei sind oder absolut dusselig, aber auch so gewollt, denn die anderen Charaktere fühlen sich von ihm auch genervt und gelangweilt. Selbst dieser Professor mit 80er Jahre Sonnenbrille ist aber nicht Misslungen, da er am Ende noch sehr wichtig ist, um das ungewöhnliche Finale in seiner Dussligkeit auf dem Gipfel münden zu lassen. Die Kameraperspektiven sind ungewöhnlich, oft wird aus schräger Ansicht drauf gehalten. Gelegentlich werden 2 parallele Szenarien per gesplitteten Bild gezeigt. Als ein kleines Highlight wird in einer bunten Home-Disko, bei flippiger Musik kräftig abgetanzt, während die Zombies unter Strom gesetzt werden und auch mittanzen müssen. Die Sounduntermalung ist stetig sehr rockig vorhanden und sorgt für Stimmung. Die Spielzeit ist knapp bemessen, wodurch keine Längen aufkommen. Die Kulissen sind stetig farbenprächtig und sehr ansprechend. Mitten im Film gibt es dann zur Überraschung ein Statement von allen die zu Zombies geworden sind und sie können plötzlich sprechen, wodurch die Zombies bekannt geben, wie es so ist als Untoter zu leben. Choking Hazard verlangt eine ausgefallene Art von Humor, die Inszenierung ist eigenwillig und sehr trashig, die sicherlich nicht für jeden so ganz zugänglich ist.

    Choking Hazard ist durchgeknallter Zombietrash mit viel Herzblut von Nobodies gedreht, mit ungewöhnlichem letzten Drittel, wo sich Zombies gegenseitig fressen und Amok laufen.

    [film]7[/film]

    [bier]8[/bier]

  • Mal nen Zombiefilm gesichtet. In diesem Fall eher Zombie Komödie. An nem feucht fröhlichen Abend kann der ganz nett kommen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass er außer die Lacher nicht viel zu bieten hat.

    Kaiendarsteller, schlechte deutsche Aynchro und irgendwie sinnloser Ablauf. Ich hatte kurzweilig meinen Spass. Daher:


    [film]5[/film]

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