• Produktionsland: Deutschland
    Produktion: Michael Herbig, Verena Schilling, Kirstin Winkler, Ulrike Fauth
    Erscheinungsjahr: 2018
    Regie: Michael Herbig
    Drehbuch: Kit Hopkins, Thilo Röscheisen, Michael Herbig
    Kamera: Torsten Breuer
    Schnitt: Alexander Dittner
    Spezialeffekte: Dirk Lange
    Budget: ca. 10€ (laut imbd aktuell!)
    Musik: Marvin Miller, Ralf Wengenmayr
    Länge: ca. 125 Minuten
    Freigabe: FSK 12
    Darsteller: Friedrich Mücke, Karoline Schuch, Alicia von Rittberg, David Kross, Thomas Kretschmann, Jonas Holdenrieder, Tilman Döbler, Ronald Kukulies, Emily Kusche, Christian Näthe, Till Patz, Ben Teichmann

    Inhalt:

    Basierend auf einer wahren Geschichte verfilmt Michael Bully Herbig mit BALLON den wohl spektakulärsten Fluchtversuch aus der DDR!

    Trailer:


    Kinostart in Deutschland: 27.09.2018
    Deutsche DVD & Blu-Ray Fassung: 14.03.2019

  • Hut ab, Bully Herbig mag ich ja nun wirklich nicht, diese Regie Arbeit ist jedoch ganz grosse Klasse.
    Ein Deutscher Film mit internationalen Format, ganz ganz stark Thomas Kretschmann als fieser und gnadenloser Polizist, richtig schön widerlich.
    Auch der Rest des Cast´s braucht sich nicht zu verstecken, viele frische Gesichter, und nein, keine Veronika Ferres oder Schweighöfer die einem schon vorab alles versauen.
    Zur Handlung kan man nur sagen, Wahnsinn, wer traut sich denn so was?
    Kann mich auch noch dunkel daran erinnern wie in den Medien über diesen Fall geschrieben wurde.

    [film]8[/film]

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Kritik:

    Lernen, lernen und nochmals lernen. (Lenin)

    Die Story bietet den Versuch zunächst mit 8 Mann durch einen Ballon von der DDR über die Grenze in den Westen Deutschlands zu gelangen und das ist hier spannend dargestellt. Dazu eine meiner deutschen Lieblings-Jungschauspielerinnen mit Emily Kusche (Tigermilch), aber auch David Kros (Knallhart, Vorleser, Simpel). Die Schauspieler sind also super besetzt.

    Bei der Logik fand ich die Szene grausam, als der Sohn des Hauses seiner Verliebten verrät, dass er in den Westen fliehen will und ob sie mitkommen mag. Der Vater dieser Geliebten arbeitet bei der Stasi und das wusste er. Das ist schon ganz schön naiv. Diese Szene hätte ich raus gelassen, sie ist nicht nur unpassend sondern bringt den Film auch kein Stück weiter, so dass man drauf verzichten konnte.

    „Hast du schon meine neue Uhr gesehen?“
    „Boar da ist ja eine Stopuhr drin.“ rofl

    Der Einblick in den extrem ordnungsgenauen Stasi-Apparat kommt gut rüber, wie die Ermittlungen aufgenommen und wie in einem Kriminalfilm nach denen gesucht wird, die fliehen wollen.

    Es handelt sich bei Ballon sogar im Ansatz um ein Remake, wenn man ganz genau ist, denn die Thematik mit dem Heißluftballon über die Grenze der DDR zu fliehen, wurde bereits Anfang der 80er in „Mit dem Wind nach Westen“ gedreht, sogar ein Disney Film, der sich inhaltlich von Herbigs Film unterscheidet, wo aber auch einige Dialogpassagen genau gleich sind. Der Disney Film war auch auf Action ausgelegt, konnte inhaltlich und darstellerisch dabei wirklich nicht überzeugen und gilt heute als eingemottet. Ich hab das Original 40 Minuten durchlaufen lassen um das zu behaupten und das hat mir da gereicht, denn der Film packt einen nicht mehr. Der Bezug zu den Charakteren und die Dramatik, sowie die Authentizität, als auch die Bildoptik ist dort bei weitem nicht so überzeugend wie in Herbigs Film.

    Michael Herbig hat doch mal einen gescheiten Film gedreht, mit einer interessanten Thematik die gesehen werden darf, so ganz abseits der schlechten deutschen Komödien von ihm zuvor.

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