• Produktionsland: USA
    Produktion: Todd Phillips und Emma Tillinger Koskoff
    Erscheinungsjahr: 2019
    Regie: Todd Phillips
    Drehbuch: Todd Phillips und Scott Silver
    Casting: Shayna Markowitz
    Kostüme: Mark Bridges
    Visuelle Effekte: Edvin Rivera
    Budget: ca. 55.000.000 Mio US $
    Musik: Hildur Guðnadóttir
    Länge: ca. 122 Minuten
    Freigabe: FSK 16
    Deutscher Kinostart: 10.10.2019
    Deutsche DVD & Blu-Ray: 12.03.2020

    Darsteller:

    Joaquin Phoenix
    Robert De Niro
    Zazie Beetz
    Bill Camp
    Frances Conroy
    Brett Cullen
    Glenn Fleshler
    Douglas Hodge
    Marc Maron
    Josh Pais
    Shea Whigham

    Handlung:

    Wieso wurde der Joker zum erbitterten Feind Batmans, warum wandelte er sich vom lustigen Clown zum übelsten Verbrecher?
    In Gotham City der Achtziger versuchte er sich als Comedian, der Erfolg blieb allerdings aus, dafür geschah etwas anderes mit ihm...

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

    Edited 5 times, last by tom bomb (November 9, 2019 at 10:20 AM).

  • Endlich wieder eine wirklich düstere Comic Verfilmung, zumindest hört man das so und so ist es auch meine Hoffnung.
    In den USA hat er zumindest richtig abgeräumt, 93.500.000 Mios US $ am Eröffnungswochenende sind eine Hausnummer - und es ist der beste Start eines Filmes in einem Oktober überhaupt, den hielt zuvor "Venom" mit 80 Mio US $.
    Zum Glück interessiert den Film auch nicht das DCEU Universum, sondern steht für sich, brutal, dunkel und weit entfernt vom Glitzer Glitzer der allermeisten Comic Verfilmungen.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

    Edited once, last by tom bomb (October 7, 2019 at 2:37 PM).

  • Komme aus dem Kino. Etwas über den Film zu schreiben ist gar nicht so einfach: Fand ihn krass. Er zeigt wie ein Mann immer nur einsteckt bis er durchdreht. Arthur Fleck (Joker) ist jemand der einem in gewisser Weise leid tut. Joaquin Phoenix spielt genial! (Finde er hätte einen Oscar verdient. :6: ) Im Grunde ist "Joker" eine Joaquin Phoenix-One-Man-Show. Die anderen Charaktere, auch der von Robert De Niro, sind eher Nebenfiguren, kommen gar nicht so oft vor. Härte gibt es zwar nicht so viel, aber wenn dann heftig. Und sehr gelungen sind auch die

    Display Spoiler

    Batman

    -Bezüge in der Story. Dies ist mal ein etwas anderer DC-Film, aber er hat irgendwie was, was haften bleibt. Er hat mir gefallen.

    [film]9[/film]

  • Kritik:

    Der Joker wird ruhig vorgestellt. Die Bildsprache ist beeindruckend durchdacht, ich sage nur Joker macht mit seine Hände beim jungen Bruce mit dem Gesicht und Wangen das Grinsezeichen, derweil sieht es mehr aus, wie eine Fledermaus wie Bruce dabei grinst. Von Gotham erwartet man jetzt im Kinofilm nicht das Chaos was die Serie oder Spiele dazu bringen, aber hier in diesem Gotham passiert überhaupt nicht viel. Ein paar Prügeleien auf einem Verrückten mit Clownmaske, dies kann in jeder Stadt irgendwo so sein. Mit einer Comicverfilmung hat es also nicht viel zu tun, da nur die Entwicklung des Jokers gezeigt wird. Allerdings zeigt der Film noch die Entstehung vom Chaos in Gotham zum Schluß, also dann doch wieder interessant für den DC Fan. Auf mich wirkt der Film Oscar getrimmt, brav und schick angezogen, alles auf das Schauspiel von Hollywoodstar Joaquin Phoenix ausgelegt, welcher zu überzeugen weis. Eine Enttäuschung dieser Film? Eigentlich nicht, denn immerhin gibt es hier mal keine hässlich aufgebaute Action, wie sie nicht nur Marvel drin hat, sondern auch Nolan bei Batman zuvor. Ersichtliche Kritik an die Egogesellschaft von Heute fand ich besonders beeindruckend. Ein starker Soundtrack unterstützt. Die ganze Inszenierung erinnert an Fight Club, nicht als Universum, aber die Aufmachung und auch Gesellschaftskritik schlägt in eine ähnliche Kerbe und endlich wird auch der Tod von Bruce seine Eltern mal aufgeklärt. Dies wurde auch höchste Zeit.

    Ein überragender Joaquin Phoenix als Joker und auch ein sehr starker Robert De Niro als Showmaster stechen hier heraus, bei wenig Action, aber ein tiefgründiger DC Streifen. Das DC Universum bietet sich sehr gut dafür an, die Schurken zu beleuchten und sie zu erklären. Wenn sowas ins Kino kommt, gerne mehr davon.

    Durchaus kann man den Film auch als Spiegelbild der heutigen Gesellschaft mit den Massendemonstrationen weltweit gegen das System sehen, auch das gesellschaftliche Geschehen Ende dieses Jahrzehnts spielt sicher eine Rolle, dass es den Film Joker nun überhaupt gibt. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Film auch dort ankommt, wo die Marvelfans sind oder allgemein bei Leute die keine Comics lesen, sondern nur Transformerskrach sich erhofft haben, also die reinen Mainstreamjunkys. Wenn jemand sich im Batmanunivserum kaum auskennt, dem dürfte die Entwicklung des Jokers ziemlich egal sein und mehr Langeweile zwischendurch empfinden.

    [film]8[/film]

  • "Joker" ist nun offiziell der Film mit der höchsten Einnahme einer Kino Produktion mit einer höheren Altersfreigabe.
    Bislang war dies "Deadpool 2" mit 785 Mio $, "Joker" bringt es nun auf 788 Mio $ und es scheint nicht unwahrscheinlich das die Milliarden Grenze geknackt wird.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Zahlenspiele machen ja schon Spass, und der "Joker" lässt ordentlich neue Rekorde fallen.
    Er ist momentan bei 953 Mio $ angekommen, die Milliarde wird also geknackt, gekostet hat er "nur" 55 Mio $, damit hat er bereits jetzt das 17,3-Fache seiner Kosten eingenommen und ist damit die profitabelste Comic Verfilmung aller Zeiten.
    Zuvor gehörte der Rekord "Die Maske" mit Jim Carry der es auf 351 Mio bei Produktionskosten von 23 Mio $ brachte.
    Weiteres Beispiel "Avengers 4 Endgame" nahm unglaubliche 2,8 Millarden ein, das Vergnügen kostete aber auch 360 Mio $.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • "Joker 2" soll kommen. (War bei dem Erfolg ja fast unvermeidlich.) Regisseur Todd Phillips befindet sich derzeit in Verhandlungen wieder die Regie zu übernehmen. Ebenso soll Scott Silver an Bord sein der am Drehbuch von "Joker" mitgearbeitet hatte. Auch geht man davon aus das Joaquin Phoenix auch wieder mitmacht.


    Also, es wird zwar sehr schwer an den 1. Film ranzukommen, aber mit dem alten Team bin ich guter Dinge. :254: Bin gespannt. Mal sehen wie sie die Story weitererzählen.

  • Ich finde schon noch, dass eine Steigerung drin ist. Ein weiteres Drama ich weis nicht. Mir hat es zwar gut gefallen, dass wird nicht allen so gehen mit Joker, vor allem nicht welche typisches Batmanzeug erwarten, aber für einen 2.Teil müsste man die Handlung weiter führen und den Joker dann als den verrückten zeigen, für das er bekannt ist. Noch mehr Drama würde kein Sinn machen.

  • Der Film ist halt wirklich ein Drama, mehr nicht, der Joker ist genial gespielt, dieses Lachen wo man richtig sieht wie schmerzvoll es ist, wie schon fast die Knochen unter diesen Lachkrämpfen bersten. Später der Befreiungsschlag usw. toll inszeniert.
    Jedoch, ganz ehrlich, Joker? Hätte genauso komplett ohne diese Legende funktioniert. Gut, kann dann in einem zweiten Teil wieder anders aussehen und dann macht die Grundlage von Teil 1 sicher Sinn, aber für sich genommen ist dieser Film einfach nur ein drama, ein gutes aber auch eins das genauso ohne dieses Joker Aufhänger funktioniert hätte. Dann wahrscheinlich eher als kleiner Streifen und mit weniger finanziellen Erfolg.

    [film]7[/film]

  • Ich fand den Film ziemlich gut, kann mich aber den allgemeinen Kritiken nicht ganz anschließen. Joker wird als "totales Meisterwerk" bezeichnet, einer der "besten Filme aller Zeiten" etc, was ich persönlich doch recht übertrieben finde.

    Absolut sehenswert ist natürlich zunächst einmal das Schauspiel von Jaquin Phönix. Das war wirklich eine grandiose Leistung und etwas Ähnliches hat man schon lange nicht mehr -von allem im Hollywood-Bereich- gesehen. Phönix spielt die Rolle so gut, dass einem teilweise wirklich etwas mulmig wird und man kauft ihm die Rolle zu 100 Prozent ab. Sicherlich musste sich Phönix darauf lange vorbereiten und seine Darstellung würde ich als Hauptgrund nennen, warum man sich den Film ansehen sollte.

    Die Story an sich fand ich relativ interessant gemacht, hätte mir allerdings doch mehr erhofft, vor allem da Joker ja bewusst kein Comic-Film sein will und eindeutig ein gesellschaftskritisches Drama ist. Die politische und gesellschaftskritische sowie philosophische Brisanz eines Taxi Driver oder Rampage erreicht Joker für mich leider nicht.
    Sicherlich bietet Joker am Ende noch Anlass zum Nachdenken und auch einen gewissen Spielraum für die eigene persönliche Interpretation. Dennoch empfand ich Joker jetzt nicht unbedingt als sehr tiefgründig. Man könnte dem Film auch eine linksextremistische Haltung und Propaganda unterstellen. Um "die Ecke" wird Batman eigentlich als konservativer Schläger dargestellt, der das "gemeine" System brachial verteidigt und in diesem Film der "Böse" ist. Es kam eine Szene vor, in der der Joker den noch kindlichen Bruce Wayne bedrängt und anfässt. Diese Szene emfpand ich persönlich als äußert seltsam und sehr grenzwertig.

    Zur rein handwerklichen Umsetzung habe ich persönlich gar nichts zu beanstanden, der ganze Look des Films hat mir sehr gut gefallen. Tolle, relativ düstere Bilder und Settings, musikalisch stets passend untermalt und die Atmosphäre weis auf jeden Fall zu begeistern.

    Ich kann diesen Film auf jeden Fall empfehlen, Hauptgrund natürlich der hervorragende Schauspieler. Über die "Message" des Filmes kann man sicherlich diskutieren, aber "Joker" ist keinesfalls ein Film, der die Welt verändern wird. Ein Meisterwerk ist dieser Film für mich nicht, dennoch ein gutes und sehenswertes Filmdrama.

    von mir gibt es [film]7[/film] Punkte

  • Habe mir den Film am Wochenende auch mal angetan.
    Was soll man sagen? Sicherlich brilliant gespielt, keine Frage. Auch das Thema ist düster und realitätsnah - zumindest hinsichtlich der Schicksalsschläge und der sozialen Kälte.
    Aber die Inszenierung! Himmel, Arsch - wie kann man einen Film so dermaßen langweilig drehen? Und dann gibt es schwerwiegende Brüche in der Persönlichkeit von Joker zwischen diesem Film und "The Dark Knight".
    Ein Film soll auch unterhalten, und das hat er bei mir nicht. Chris Nolan zeigt, daß es auch anders geht.

    Von mir daher:

    [film]4[/film]

    Meine Bewertungskriterien:

    10= über jede Kritik erhaben; 9= Oberhammer mit unbeachtlichen kleinen Schwächen
    8= Pflichtkauf; 7= Must-See; 6= sollte man mal gesehen haben
    5= kann man gesehen haben; 4= muß man nicht sehen, tut aber noch nicht weh
    3= Hände weg; 2= körperliche Beschwerden treten auf
    1= Exitus oder: Tarantino geht ans Werk
    0= König Kacke auf einem Scheißhaufen oder: Rob Zombie geht ans Werk

  • Absolut wahnsinnig gute schauspielerische Leistung. Der ganze Streifen ist ebenfalls fantastisch. Im Heimkino auch ein absolutes Erlebnis. Die UHD überzeugte mit einem hervorragendem HDR Bild wie auch sehr gutem Ton. Leider keine deutsche Atmosspur. Score fand ich ebenfalls überwältigend.

    [film]10[/film]

  • Jetzt möchte ich auch gerne ein paar Sätze über "Joker" schreiben. Als Joker-Cosplayer mit grünen Haaren und HAHAHA-Tattoo KANN und WILL ich auch nicht ein einziges schlechtes Wörtchen darüber schreiben. Muss ich das denn überhaupt? Nein, denn ich war bei der Vorpremiere so begeistert, das ich stellenweise kurz davor war aufzustehen und zu klatschen. Das habe ich mir allerdings verkniffen, da ich an dem Tag schon für genug schlechte Vibrations im Kino verantwortlich war, aber das ist eine andere (lustige) Geschichte. Als damals das erste Bild von Joaquin Phoenix mit dem Make-Up erschien, war ich erstmal alles andere als begeistert, wusste ich es nicht richtig einzuschätzen. Doch die Skepsis war nach kurzer Zeit wie weggefegt. Joaquin Phoenix gehört seit "Walk the Line" zu meinen absoluten Lieblings-Schauspielern und Robert DeNiro sowieso, da sind wirklich viele Filme dran schuld. Es ist einfach nur köstlich die beiden zusammen zu sehen. Ohne viel zu spoilern, aber für mich ist der Film eine Mischung aus "Taxi Driver" und "King of Comedy". Er fesselt einen und lässt einen nicht mehr los und genau so muss das einfach sein. Ach wieder zu viel geschrieben, schaut ihn euch einfach und lasst euch fesseln!

    "Manche sehen mich nicht richtig, manche doch viel zu genau,
    meine Meinung ist mir wichtig, denn sie ist absolut Perfekt!"

  • Die Tage endlich nachgeholt - ein großartig gespieltes, düsteres, bedrückendes, packendes Drama. Phoenix war
    klasse, da war der Oscar mehr als verdient. Hatte irgendwie Schiss, das der evtl. comichaft ist, aber das war nicht der Fall.
    Der stand zum Glück für sich und das war gut so.

    [film]10[/film]

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