• Produktionsland: USA, Großbritannien
    Produktion: Stephen Woolley
    Erscheinungsjahr: 1984
    Regie: Neil Jordan
    Drehbuch: Neil Jordan
    Kamera: Bryan Loftus
    Schnitt: Rodney Holland
    Spezialeffekte: Bob Thorne, Alan Whibley, Dave Chagouri, Dave Crownshaw, Dave Eltham, Stuart Robinson, Rodger Shaw
    Budget: ca. 2.000.000 Mio. US $
    Musik: George Fenton
    Länge: ca. 90 Minuten
    Freigabe: FSK 16
    Deutscher Kinostart: 8. März 1985

    Darsteller:

    Sarah Patterson
    Angela Lansbury
    David Warner
    Graham Crowden
    Georgia Slowe
    Brian Glover
    Stephen Rea
    Tusse Silberg
    Micha Bergese
    Susan Porrett
    Shane Johnstone

    Handlung:

    In unseren Träumen liegen Furcht und Sehnsucht, Grausamkeit und Zärtlichkeit, Erlebtes und Fantasie bekanntlich nicht weit voneinander entfernt. Auch bei der 14-jährigen Rosaleen vermischen sich, angeregt durch die Märchenerzählungen ihrer Großmutter, Hoffnungen, Wünsche und Ängste zu einer ebenso faszinierenden wie bedrohlichen Traum-Realität.Unvermittelt findet sich Rosaleen in der mittelalterlichen Märchenwelt ihrer Großmutter wieder, wo abseits des Ortes tief im Wald die Bedrohung durch den Wolf, genauer durch den Werwolf, lauert - nicht umsonst wurde das Mädchen stets vor Männern mit zusammengewachsenen Augenbrauen gewarnt. Und tatsächlich begegnet Rosaleen kurz darauf in einer Traum-Episode auf dem Weg zur entlegenen Kate der Großmutter einem schönen Fremden, der sich nur wenig später als der grausame Mörder der alten Dame entpuppt und sich vor Rosaleens Augen in einen Wolf verwandelt ... (Quelle: OFDb)

    Meinung folgt, wenn ich genügend Zeit habe.

    "Wer das Negative regelmäßig ausblendet, wird positiv krank." - Paul Mommertz

  • Die pompöse Aufmachung passt für die 80er als Fantasyfilm sehr gut, optisch ist das wahrlich herrlich anzusehen.

    Die junge Sarah Patterson ist zudem bildhübsch, das perfekte Rotkäppchen und kann sich auch schauspielerisch gut in Szene setzen, was ihr später aber keine nennenswerten Filmrollen mehr einbrachte, als Konterpart wird ihr ein wahrlich hässlicher Junge an die Seite gelegt. Jetzt könnte man sagen, der Film will damit auf innere Werte aufmerksam machen, aber der Film sagt was ganz anderes aus, er weist auf die dreckigen und hurigen Männer im Wolfspelz hin, dass Mädchen sich denen verschleißen sollen. Ich glaub junge Frauen die den Film damals gefeiert haben, sind anschließend alle ins Kloster gewandert.

    Die Story ist allgemein nur schwer vorhanden, sie verstrickt sich zu sehr ins experimentelle Träume in Fabeln die guter letzt keinen Sinn ergeben. Die von einer Oma vorgetragenen Gruselgeschichten im Film selbst sind nicht schaurig und ergeben am wenigsten Sinn. Der Film hat viele Tiere zu bieten, die mal echt und mal handgemacht gut ausschauen. Die handgemachte Werwolfsverwandlung ist das Highlight, dabei hält die Kamera lange drauf. Der Film strahlt eine Faszination aus, wenn man sich optisch davon blenden lässt, im Gegensatz zu heutigen Fantasy-Kunst-Horrorfilmen wie z.B. zuletzt The Witch - A New-England Folktale wirkt er optisch trotzdem nicht so künstlich digitalisiert, die 80er retten diesen Schinken vor einer Ramschwertung.

    Die Werwölfe sind ganz putzig mit ihren Glitzeraugen, deren Darstellung ist aber trotzdem ganz gut gelungen und sie werden nicht nur als Böse sondern ähnlich wie zuvor in Wolfen mystisch dargestellt. Regisseur Neil Jordan hatte allgemein bei seinen Werken das Verlangen Liebe, Tod und Bilder-Kunst unter einen Hut zu bringen und wirklich massentauglich war das trotz teilweiser Starbesetzung nie, am besten gelang ihm das noch mit The Crying Game.

    Als Märchen und Fantasyfilm zu blutig, als Horror fehlt die Bedrohung und Spannung sowie eine halbwegs schlüssige Handlung. Ach scheiss drauf, als 80er Fan der leicht schwulen Videoästhetik kann man den Film nicht so schlecht finden, schlechter als Twilight ist er auch nicht. lol

    [film]5[/film]

  • Ein feines, intelligentes und gut fotografiertes Märchen für "Große", inmitten von Nebel, Werwölfen und Romatik. Schöner Film... noch mal, denn so wird das nichts: ein anspruchsvoller Horrorfilm, bei dem der Hauch des Bösen seine Bedrohlichkeit in eine Unwiederstehlichkeit wandelt und zugleich zur Abhängigkeit von trauter Zweisamkeit führt. Hätte der Lommel dem Fritze nicht schon den Stempel aufgedrückt, dann würde ich von der Zärtlichkeit der Wölfe sprechen.

  • Den Film muss ich erst einmal verdauen. Bin heute Abend auf Amazon Prime die Horrorfilme durchgegangen, weil ich sehen wollte, ob es was Anständiges gibt...
    Irgendwann ist mir der Titel schon mal begegnet und ich hab ihn mir aufgrund der Verwandlung, die ich auf YT gesehen habe, nicht angesehen.
    Als geneigter Werwolf-Fan ist man da manchmal etwas pingelig... Nun ja, die Beschreibung und das Titelbild des Films brachten mich dazu, ihm doch eine Chance zu geben.

    Zum Glück! Es handelt sich wirklich um ein schön gemachtes Werk das nur so vor Kunst strahlt. Trotz des sich bemerkbar machenden, fortgeschrittenen Alters und wahrscheinlich eher geringen Budgets (für manchen ein Ausschlusskriterium) voller Atmosphäre und schöner Bilder. Der Film trieft nur so vor 80er Flair und doch verliert er sich nicht in Albernheit.
    Ich steh ja auf etwas verworrene Filme wo man nicht immer gleich durchblickt. So ging es mir hier anfangs. Story ist schon vorhanden (ach Doomi... :P), nur handelt es sich halt nicht um eine linear erzählte Geschichte.
    Sid hat da bereits was zu gesagt, lasse ich gerne so stehen. :)

    Kleiner Kritikpunkt: Die deutsche Synchronisation (Das deutsche Amazon hat hier keinen OT :/) war hin und wieder etwas meh. Sowohl von den Lippenbewegungen her, als auch der Übersetzung. Wirkte zumindest so.
    Möglicherweise bekomme ich ihn mal im OT (Synchro ist eigentlich nicht mein Ding) zu sehen, wäre interessant.
    Ach und... bezüglich der eingangs erwähnten Verwandlung bin ich noch unsicher. Nicht so wirklich mein Fall, Bonuspunkte allerdings für "das was sie ankündigt". :)

    ^(^.^)^

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