• Produktionsland: UK
    Produktion: Andy Serkis, Jonathan Cavendish und Richard Holmes
    Erscheinungsjahr: 2017
    Regie: David Bruckner
    Drehbuch: Joe Barton, Adam Nevill
    Kamera: Andrew Shulkind
    Schnitt: Mark Towns
    Spezialeffekte: Nick Allder
    Budget: ca. -
    Musik: Ben Lovett
    Länge: ca. 94 Minuten
    Freigabe:

    Darsteller:

    Rafe Spall
    Robert James-Collier
    Arsher Ali
    Jacob James Beswick
    Sam Troughton

    Handlung:

    Nach jahren treffen sich ehemalige College Freunde wieder und unternehmen einen Trip in die Wälder.
    Dort werden sie Zeuge des unfassbaren...


    Deutschlandstart auf Netflix: 09.02.2018

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Eins vorweg ich bin enttäuscht.

    Der Film macht soviel richtig, verdammt, das hätte so ein geiler Film werden können.
    Das Cast ist spitze.
    Das Setting ist Grandios.
    Die Optik ist Oberklasse.

    Habe ja weder Trailer geschaut, noch gelesen um was es geht.
    Mir war demnach nicht bekannt was da auf mich zukommt.

    Und Leute, das erste mal wenn sich dann was tut

    Display Spoiler

    Hütte, morgens!


    denkt man, wow, hier schaue ich gerade einen wirklich guten Horrorfilm, oder
    ist das hier evtl. sogar sowas wie ein verdammt guter Blair Witch?

    Leider wandelt sich das ganze schnell vom Horrorfilm zum

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    Monsterfilm ala Gozilla


    Somit verschenkt der Film alles, wirklich alles, Grusel, Spannung, alles verflogen,
    das unfassbare Potential voll gegen die Wand gefahren.

    [film]4[/film]

  • Ich fand "The Ritual" mittelmäßig.

    Erstmal die erste Zeit gefiel mir gut: Der Film baute ne gute, ordentliche Atmosphäre auf. Auch das man die Bedrohung erst nicht sah fand ich micht schlecht. (Hatte ein bisschen was vom 1. "Blair Witch Projekt"). Aber dann zum Ende hin ließ er leider doch nach. Hatte auch hier doch etwas mehr erwartet.

    [film]5[/film]

  • Durchgehend erlebte ich hier eine unheimliche Atmosphäre, ich hatte stets ein leicht mulmiges Gefühl.
    Wie man die Sprünge von Thriller zu Mistery und Horror einordnen soll ist sicherlich Geschmackssache.
    Persönlich habe ich ja so meine Probleme mit Visonen, aber egal, denn das bedrückende Gefühl des dunklen Waldes, der jederzeit einen Angriff oder ähnliches erwarten lässt, die schockierenden Ausweidungen an Mensch und Tier, dazu eine passende Sounduntermalung.
    Für mich genau passende Sonntag Abend Unterhaltung auf Netflix.

    [film]7[/film]

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Kniet nieder vor eurem Gott oder ihr werdet zu Gulasch verarbeitet!

    Diese Mischung aus Blairwitch Projekt und Pumpkinhead weis durch kreative Fiktivität anhand einer Hintergrundgeschichte eines Traums zu überzeugen.Stärken sind zudem eine tolle Waldkulisse mit gutem Bild, einem annehmbaren Cast und eine spannende Handlung die eine Überraschung offenbart, wenn man nicht vorher den Inhalt schon ließt. Er ist nicht besonders hart, taugt aber um sich gut zu gruseln und wies atmosphärisch zu überzeugen, auch die Soundkulisse passt, die Kreatureffekte sind gut und von den professionellen Bluteffekten hätte man sich noch etwas mehr geben können. Der Film ist auf dem selben Level wie Bruckner's Southbound - Highway to Hell zuvor.
    [film]7[/film]

  • Ich schreibe mal etwas ausführlicher über diesem Film. Ich sage es direkt: Es gibt einige Spoiler!!!!

    The Ritual ist ein recht kreativer Film, der mit einer altbekannten Thematik neu umgeht. Das Szenario ist in Schweden angesiedelt, ein Land in dem noch immer die Mythen der Vorfahren aktiv sind. Dies wird in diesem Film sehr deutlich. Wenn man sich etwas mit der nordischen Mythologie auskennt, dann sieht man schon recht schnell was die Macher erreichen wollten und was dort geschieht. An vielen Stellen sieht man Runen, da vor allem die Othala und die Elhaz Rune. Diese stehen u. a. für „Sippe / Stammgut“ und „Elch“. Da wird die Richtung langsam vorgegeben. Dazu kommt die (wirklich sehr gute) Szene in der Hütte wo man eine geköpfte, aber mit Geweih bestückte Puppe sieht. Die Enthauptung deutet auf den Riesen Ymir hin, der von den Göttern zerrissen wurde. Seine Kinder waren u. a. die Jötunn um was es sich bei dem Monster dann auch handelt. Diese lebten in Jötunnheim, das bei Utgard liegt und wo Utgardloki regiert (auf den im Film auch hingewiesen wird). In diesem Monster und den kleinen Anspielungen stecken also viele Anspielungen auf die nordische Mythologie und das haben die Macher sehr gut gemacht!

    Das Ende in dem Wikingerdorf ist dann nur konsequent. Man sieht dort typische Opferpfähle mir Pferderesten wie sie in einigen Berichten genannt werden und auch aus archäologischen Kontexten bekannt sind. Die Frau dürfte eine Völva sein, die als Seher fungierten. Auch diese Aspekte haben sie super dargestellt.

    Wie ihr euch denken könnt war ich begeistert^^. Leider ist der Film nicht zu 100% gut, denn die ganzen Visionen und Rückblenden empfand ich als extrem nervig und brachten die Story nicht voran. Auch fand ich, dass man auf die klischeehafte Nervensäge hätte verzichten können. Ansonsten hat der Film aber eine interessante Story, tolle Atmosphäre und er zeugt davon, dass sich die Macher was gedacht haben.

    Daher gute:
    [film]7[/film]

    "das ist nicht möglih, einzig sabrina könnte man hart ran nehmen, die würde mit tollwütige hunde aus einer schüssel essen.. " Dr. Doom - Shoutbox am 22.08.2013

  • Ist mir als sehr guter Horrorfilm in Erinnerung geblieben, gestern nochmal geguckt und Meinung bleibt bestehen.

    Gibt viele Filme über noch mehr Wälder mit noch mehr Hütten, aber hier geht's wirklich mal begrüßenswert unheimlich zu. Ich persönlich hätte demnach also definitiv auch nicht bei der Strohpuppe im obersten Stock geschlafen 8)) Schon gruselig mit dem Geweih. Generell haben Geweihe iwie was Majestätisches bei Licht, aber auch was sehr Unheimliches bei Dunkelheit, findet ihr nicht? War auch stark bei der "Hannibal"-Serie schon so, wenn Will ständig diese hirschartige Vision von Lecter hat. Vermutlich, weil dieses knöchrig wirkende Geäst dem Kopf entspringt? Macht den Träger auf so einschüchternde, "skelettöse" Weise größer und wirkt automatisch dämonisch. Wollt mir auch immer mal eins für die Bude hier holen, aber bisher noch nicht realisiert. Hab nur ein kleines Gehörn mit halber Schädelplatte auf 'ner Baumscheibe.

    Jedenfalls ist das Vieh im Film sehr ansprechend und ich finde auch gut, dass man es sieht. Sehr sonderbar, diese ganz kleinen, funkelnden Äuglein, fast niedlich, während der Rest des Körpers so riesig ist und mit den herabhängenden Armen sogar anteilig menschlich wirkt.

    Der finale Axthieb hätte etwas epischer ausfallen können; er kam etwas unvermittelt, wenn man bedenkt, dass der Jötunn schließlich haushoch ist. Dennoch sehr geile Szene, wie er die Anbetung einfordert und Luke wie ein Haustier, das trainiert werden muss, zu Boden drückt. Diesmal aber macht er nicht den gleichen Fehler und bleibt regungslos, sondern widersetzt sich und stellt sich seiner Angst. Sehr archetypische Symbole auch in diesem Zusammenhang: der Wald als Ort der Angst, des Wahnsinns und des Verlaufens, das dort lauernde Monster und die rettende Waldgrenze, die von ihm nicht überschritten werden kann - klassischer Mythen-, Legenden- und Märchenstoff.

    EDIT: Ah ne, voll dat Denkfehler. Das Monster drückt Luke ja nicht mit den Beinen/Hufen, sondern Händen runter. Und die sind Teil seines Kopfes. Also befindet sich Luke auf Augenhöhe, sobald er aufsteht, und kann ihm somit die Axt in den Schädel jagen - ja, das macht natürlich Sinn. Auch wenn der bildliche Übergang da trotzdem iwie zu fix kam und der Moment dadurch nicht so gut ausgeschöpft wurde.

    [film]9[/film]

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