• Alternativer Titel: Cabin Weekend
    Produktionsland: Italien
    Produktion: Giorgio Bruno, Danielle Maloni, Cortesi Pierpaolo
    Erscheinungsjahr: 2014
    Regie: Lucas Pavetto
    Kamera: Lucas Pavetto, Massimo Vavassori
    Schnitt: Angelo D'Agata
    Budget: ca. 80.000€
    Spezialeffekte: Antonio Giordano
    Musik: Giuseppe Capozzolo
    Länge: ca. 83 Minuten
    Freigabe: ungeprüft
    Darsteller: Gabriella Wright, Bret Roberts, Carl Wharton, Tania Bambaci, Daniel Vivian, Philippe Reinhardt


    Inhalt:

    Viola und Nicola führen eine perfekte Ehe. Als die beiden ihr erstes gemeinsames Kind erwarten, könnte das Glück kaum größer sein. Doch dann verliert Viola das Kind und ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Nicola scheint dieses traumatische Ereignis verarbeiten zu können, Viola jedoch stürzt in eine tiefe Depression.
    Zur Ablenkung fahren die beiden für ein entspannendes Wochenende in eine abgelegene Waldhütte. Dort hoffen sie, gemeinsam eine romantische Zeit erleben zu können. Doch in den Tiefen des Waldes offenbart sich die dunkle Seite des Menschen & Viola muss erkennen, dass eine vermeintlich perfekte Ehe auch ihre Schattenseiten hat - abgründige, düstere und grauenvolle Seiten ...


    Trailer:
    -

    Österreich DVD & Blu-Ray Fassung: 29.10.2015 (Mediabook)

  • Der Versuch des intensiven Schauspiels endet bei Perfect Husband in fatalem Overacting, also das Gegenteil von deutscher Schauspielkunst was sehr emotionslos abgeht und keine Ecken und Kanten liefert. Für das letzte Drittel kann ich noch getrost 6P. vergeben, wo wir unsere Schizophrenia sogar noch lieb gewinnen können, alles was davor ist kommt aber nicht über 1-2 Punkte hinaus, dass ist furz langweilig und sehr schlecht geschauspielert. Die Wendung am Ende ist Genre bekannt und somit für den Genrefan absolut vorhersehbar. Für Frauenverachtung und Schändung liefert Perfect Husband aber noch ansprechend harten Stoff ab und in diesem Hauptkritikpunkt werden die Erwartungen erfüllt, wenn die Frau z.B. derbe Fausthiebe mitten ins Gesicht bekommt.

    Für Freund mit sadistischer Ader!

    Knappe..
    [film]5[/film]


  • The Perfect Husband
    (The Perfect Husband)
    mit Gabriella Wright, Bret Roberts, Carl Wharton, Tania Bambaci, Daniel Vivian, Philippe Reinhardt
    Regie: Lucas Pavetto
    Drehbuch: Lucas Pavetto / Massimo Vavassori
    Kamera: Davide Manca
    Musik: Giuseppe Capozzolo
    ungeprüft
    Italien / 2014

    Viola und Nicola führen eine perfekte Ehe. Als die beiden ihr erstes gemeinsames Kind erwarten, könnte das Gluck kaum größer sein. Doch dann verliert Viola das Kind und ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Nicola scheint dieses traumatische Ereignis verarbeiten zu können, Viola jedoch stürzt in eine tiefe Depression. Zur Ablenkung fahren die beiden für ein entspannendes Wochenende in eine abgelegene Waldhütte. Dort hoffen sie, gemeinsam eine romantische Zeit erleben zu können. Doch in den Tiefen des Waldes offenbart sich die dunkle Seite des Menschen & Viola muss erkennen, dass eine vermeintlich perfekte Ehe auch ihre Schattenseiten hat -abgründige, düstere und grauenvolle Seiten ...


    Als großer Fan des Cinema Italiano war ich sehr gespannt auf diese kostengünstige Produktion, die gerade einmal mit einem Budget von 80.000 $ ausgestattet ist und unter der Regie des gebürtigen Argentiniers Lucas Pavetto entstanden ist. Insbesondere die bisher wenigen, dafür allerdings schon sehr unterschiedlichen Meinungen zu dem Film machen neugierig und nach der Sichtung der Geschichte kann man durchaus nachvollziehen, das man über "The Perfect Husband" wohl auch in Zukunft eher kontrovers diskutieren wird, denn nicht jeder wird etwas mit diesem Werk anfangen können. Zunächst einmal fällt es gar nicht so leicht eine Kritik zu dem Gesehenen zu verfassen, da man nicht zu viel verraten will. Zudem dürfte die Einführung in die Ereignisse nicht jedermanns Ding sein, denn Pavetto lässt sich hier genügend Zeit, dem Zuschauer die beiden Hauptfiguren etwas näher zu bringen. So passiert in den ersten 40 Minuten dann auch nicht wirklich viel, was ich persönlich aber keinesfalls als negativ bewerten würde. Was für manch einen eventuell langatmig erscheinen mag ist gerade im nachhinein absolut unverzichtbar für das Gesamtbild, denn ohne eine etwas tiefer gehende Charakter Beleuchtung und diverse kleine Rückblenden würde man am Ende nur schwerlich die Gesamtzusammenhänge erkennen.

    Zeitlich gesehen setzt die Story kurz vor dem in der Inhaltsangabe erwähnten Wochenende ein, zu dem das scheinbar glückliche Ehepaar auch sogleich aufbricht. Gleich zu Beginn stellt man aber relativ schnell fest, das die Beziehung der beiden Eheleute ganz offensichtlich in einer Art Zerreißprobe steckt und insbesondere die hübsche Viola schwer mit dem Geschehenen umgehen kann. In der einsam gelegenen Waldhütte angekommen präsentiert sich ein wahrhaft liebevoller Nicola, der mit dem größt möglichen Einfühlungsvermögen alles tut, damit es seiner Frau gut geht. Diese Phase des Filmes gestaltet sich zwar einerseits äußerst ruhig und bedächtig, doch gleichzeitig schwingt auf eine kaum zu definierende Art etwas sehr Unheilvolles in der Luft, das man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht wirklich greifen kann. Nach etwas über 40 Minuten erfährt das Ganze dann eine recht heftige Richtungsänderung, denn mit einem Mal kommt die bis zu diesem Zeitpunkt nur unterschwellig spürbare Aggression zum Ausdruck, in dem sich der Charakter des Nicola vehement verändert. Nichts ist mehr zu verspüren von Verständnis und Einfühlung, der Mann verwandelt sich regelrecht von der einen zur anderen Minute in eine echte Bestie und malträtiert Viola auf unsagbare Art und Weise.

    Man kann sich also denken, das nun nicht nur eine erhebliche Temposteigerung Einzug in die Ereignisse hält, denn nun gibt sich auch ein Härtegrad zu erkennen, der wirklich nicht von schlechten Eltern ist. Einmal ganz davon abgesehen das die Effekte erschreckend echt wirken, trifft einen die zum Vorschein kommende Brutalität mit der Wucht eines Dampfhammers. Mit dieser Richtungsänderung konnte man nämlich beim besten Willen nicht rechnen, weshalb die Intensität der folgenden Taten auch nachhaltig auf den Zuschauer einwirkt. Gleichzeitig erahnt man aber auch, das noch viel mehr hinter der Sache stehen muss und der Regisseur hat auch durchaus mehrere Hinweise gestreut, damit die Ahnungen in eine ganz bestimmte Richtung abzielen. Näher kann man aber nicht darauf eingehen um die Spannung nicht vorweg zu nehmen, aber insbesondere für Neueinsteiger dürfte das Finale eine ziemliche Überraschung darstellen. Wie auch immer, "The Perfect Husband" hat mir persönlich äußerst gut gefallen, wobei vor allem die beiden vollkommen unterschiedlichen Filmhälften den besonderen Reiz dieses Filmes ausmachen. Pavetto hat hier sehr gekonnt die Elemente einer Liebesbeziehung mit denen des Dramas und diversen extrem heftigen Horror Zutaten gemischt und so letztendlich ein mehr als stimmiges Gesamtpaket geschnürt.

    Wenn man das Ende erst einmal kennt, dann sieht man die Geschichte rückwirkend aus einem ganz anderen Blickwinkel und muss eingestehen, das die Abläufe nicht gänzlich frei von kleineren Logiklöchern sind. Dennoch ist es insgesamt gut gelungen, die hintergründige Kern Thematik gekonnt ins Bild zu setzen. Der ruhige Aufbau der Geschehnisse steht in einem krassen Kontrast zu den später folgenden Gewaltexzessen, die stellenweise richtig derbe und brachial ausfallen. Dadurch entfaltet "The Perfect Husband" auch seine immense Kraft und stürzt den Betrachter in ein wahres Wechselbad der Gefühle. Nach Beendigung des Werkes muss man dann auch erst einmal kräftig durchatmen und das Gesehene sacken lassen, sollte danach aber durchaus zu der Erkenntnis gelangen, das es sich hier um eine richtig gute Low Budget Perle handelt, die man Freunden des Genres nur wärmstens empfehlen kann.


    Fazit:


    "The Perfect Husband" wird die Fans in zwei Lager spalten und zu so man angeregter Diskussion führen. Für mich eine der positivsten Überraschungen des Jahres werden andere den Film ganz bestimmt nicht so gut wegkommen lassen. Einen Blick sollte man aber definitiv riskieren, denn sollte man sich doch seinen ganz eigenen Eindruck verschaffen und eventuell sogar auch so wie ich zu der Einschätzung gelangen, das man dieses Werk als absolute Bereicherung ansehen kann.


    [film]8[/film]

    Big Brother is watching you

  • Zu Anfangs wirkt der Film etwas billig gemacht in seiner Kamerafahrt, dies legt sich aber nach der Autofahrt zur Hütte zum Glück.Filmisch her war er mir ein stück zu Psychisch Krank...Ich bin solche Filme nicht gewöhnt da ich mir soetwas in der richtung eher selten bis gar nicht ansehe.Wo ich zum Ende hin noch dachte ok das wars, dreht sich der Film um 180 Grad sodas eine komplett andere sichtweise des Filmes gezeigt wird die mir offen gesagt gefällt.
    [film]7[/film]

  • Nun... Also ich war von "The Perfect Husband" einerseits schon begeistert und andererseits auch wieder nicht. Mich hat die Alte so tierisch genervt. Gegen Ende fand ich sie dann auf jeden Fall auf einem Guten Level. Anders ihr Ehemann. Mir kam es, als sein blutiger Psychotrip so richtig in Fahrt kam, die ganze zeit wie eine gewollt und nicht gekonnte Kopie eines Jack Torrence (Shining) vor.
    Irgendwie hat auch dieses massig aufgesetzte Overacting dem ganzen natürlich die ohnehin schon kaum vorhandene Intensität und Spannung gänzlich genommen. Zum Teil kam mir einiges doch etwas sehr improvisiert vor.

    Auf der anderen Seite hat mir die zweite Hälfte doch sehr gut gefallen. Der Film kamendlich in Fahrt und schraubte (gott sei dank) sein Tempo nach oben, zog immer ein bisschen mehr an der Gewaltschraub. Und bot teils echt tolle und passende Kameraeinstellungen. Und das Ende, was ich mir grob schon irgendwie dachte, mochte ich auch gant gerne. Zum einen weil der Film vernünftig und vor allem für manch einen mit einem kleinen Mindfuck endete, und zum anderen weil er natürlich endlich zu Ende war.

    Fazit: "The Perfect Husband" ist definitiv kein Geniestreich, hat einige kleine Längen und ein unfassbares Overacting, jedoch hat der Film auch seine guten Momente und wird ab der zweiten Hälfte um ein vielfaches besser - und auch amüsanter :D.
    Ich hab schon weitaus schlechteres gesehen.

    "Ich hab mich lange nicht mehr bei meinen Kindern gezeigt - und zwar viel zu lange..."

  • Kein schlechter Film. Der Anfang zieht sich ein wenig in die Länge, aber auch
    das ist irgendwann vorbei. Als es dann zum Ehestreit kommt, gibt der Film richtig
    Gas und es gibt einige böse, blutige Szenen, die für die erste Hälfte entschädigen.
    Leider war das Ende zu vorhersehbar. Ich wusste jedenfalls sehr schnell, wie das
    alles aufgeklärt werden würde. Aber egal. Langsamer Anfang, starke, harte zweite
    Hälfte - auf jeden Fall einen Blick wert.

    [film]7[/film]

  • Was für eine Wucht von Film. War absolut begeistert.
    Seit langem mal wieder ein Horrorfilm nach meinem Geschmack.
    Ein langsamer Spannungsaufbau und man weiß nicht wo die Reise
    hin gehen wird. Der Härtegrad des Films war Perfekt. Das Ende
    war auch nicht abzusehen und hat mir absolut gefallen. So darf
    Horror immer sein.

    [film]9[/film]

    „Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt Deiner Brieftasche! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.

  • Oh ja, auch ein Film der mich Interessiert und da es ja auch die deutsche Fassung ohne Beanstandung durch die FSK Prüfung geschafft hat und für einen normalen Preis zu haben gibt, werde ich mir denn Film auch zulegen.


    Die eine oder andere Gewaltsspitze hat der Film. Schon komisch das die FSK den Durchgewunken hat.
    Alleine wegen der Misshandlung der Frau im Bett. Da hatte die FSK mal einen guten Tag gehabt.

    „Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt Deiner Brieftasche! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.

  • Schön, das auch andere diesen gelungenen Beitrag zu schätzen wissen. Allerdings ist die Auflösung meiner Meinung nach durchaus zu erkennen, denn wenn man schon diverse ähnlich gelagerte Beiträge wie High Tension und Co. gesehen hat, dann ist das Ende keinesfalls wirklich überraschend. Ändert aber rein gar nichts am sehr gelungenen Gesamtpaket.

    Big Brother is watching you

  • Auch wenn ich die besagten wie "High Tension" kenne, habe ich nicht daran gedacht. Irgendwie schaffen es die Filme mich immer und immer wieder zu Überraschen. Leider bekommt der Obige Film nicht die Aufmerksamkeit die er Verdient hat. Eigentlich sehr schade.

    „Du bist nicht Dein Job! Du bist nicht das Geld auf Deinem Konto! Nicht das Auto, das Du fährst! Nicht der Inhalt Deiner Brieftasche! Und nicht Deine blöde Cargo-Hose! Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt.“ Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realität.

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