Originaltitel: Eaten Alive
Produktionsland: USA
Produktion: Mardi Rustam, Mohammed Rustam
Erscheinungsjahr: 1976
Regie: Tobe Hooper
Drehbuch: Alvin L. Fast, Kim Henkel, Mardi Rustam
Kamera: Robert Caramico
Schnitt: Michael Brown
Spezialeffekte: Ken Speed, Robert A. Mattey
Budget: -
Musik: Wayne Bell, Tobe Hooper
Länge: ca. 87 Minuten
Freigabe: FSK Keine Jugendfreigabe
Deutsche DVD Fassung: 24.07.2009 (Verleih: 26.06.2009) (epiX Media / Indigo)
Die Österreich DVD Fassung des Label's XT Video ist schon seit 15.02. 2006 vorhanden, zudem gibt es noch 3 Limited Edition's mit unterschiedlichem Cover von XT, limitiert auf je 666 Stück.
Darsteller:
Neville Brand: Judd
Mel Ferrer: Harvey Wood
Marilyn Burns: Faye
William Finley: Roy
Stuart Whitman: Sheriff Martin
Roberta Collins: Clara Wood
Kyle Richards: Angie
Robert Englund: Buck
Crystin Sinclaire: Libby Wood
Janus Blythe: Lynette
Betty Cole: Ruby
Sig Sakowicz: Deputy Girth
Ronald W. Davis: Junge vom Land
Christine Schneider: Kellnerin
Davod Hayward: der Cowboy
Handlung:
Terror pur!
Tief im Sumpfland von Bayou liegt das abgewrackte „Starlight Motel“.
Hier hausen Maniac Judd und sein Killerkrokodil. Viele Gäste wurden schon bei lebendigem Leibe gefressen, aber als Judd seinem Liebling eine lokale Hure zum Fraß vorwirft, hat er sich das falsche Opfer ausgesucht – der Beginn eines blutigen Schlachtfestes!
Kritik:
Dieser Blutrausch ist ein Terrorfilm alter Schule. Wer mit Tobe Hoppers Leatherface etwas anfangen kann, wird hier von ihm auch ähnlich gut bedient werden.
Der hinterwäldlerische Hotelbesitzer Judd (Neville Brand) verkörpert die Rolle des Psychopathen ganz ordentlich, auch wenn der hier ebenfalls vertretene, schmierige Robert Englund vielleicht noch etwas mehr rausgeholt hätte, mit dem restlichen Cast kann man im Schnitt leider nicht wirklich zufrieden sein, da sie doch recht aufgedreht wirken, aber auch noch Altbacken ausschauen, dabei wären die Teenager von "Freitag der 13." wohl die bessere Wahl gewesen, wenn man das Filmalter betrachtet und die damit verbundene altmodische Bekleidung der Charaktere für sich ausblenden kann, darf man als Horrorfan der alten Schule sich mit der Metzelmasse aber noch anfreunden. Als kleines Haustier vom Besitzer dieses abgelegenen Hotels, gilt es noch ein Krokodil zu erwarten, dass natürlich auch gefüttert werden muss, zu dessen Leibgerichten das frische Menschenfleisch zu zählen scheint. Die vielschichtige, leicht penetrante instrumentale Geräuschkulisse ist außergewöhnlich pervers erzeugt wurden, welche den Film eine sehr kranke Grundstimmung gibt, wo im Ablauf auch dicke Nebelschwaden erscheinen. Das Hotel an sich bietet viel Schmutz und spinnenbenetzte Hohlräume zum verstecken, was den altmodischen Hintergrund in anderen Einstellungen wieder wegmacht. Rötliche Filter sorgen zudem für ein blutrotes Farbenspiel der nächtlichen Kulisse dieser Einöde, wo auch viele Tiergeräusche im Hintergrund zum Vorschein kommen werden.
Die Splattereffekte finden mehr im Off statt und sind auch recht überschaubar ausgefallen, wobei es an Härte trotzdem nicht mangelt, nicht nur wenn dieses sehr ansehnliche Krokodil mal zuschnappen darf oder mit der Harke und Sense heftig ausgeholt wird, sondern viel eher noch das hier Frauen des öfteren verprügelt werden oder schutzlos wirkende Kinder auch mit im Terrorspiel vertreten sind.
Der Vergleich mit Leatherface, den ich Anfangs gezogen habe, ist allerdings nicht auf den Ablauf bezogen, sondern eher auf die versiffte und kranke Atmosphäre des Filmes, sowie das sich die Härte eher im Kopf abspielen darf bei diesem Terrorfilm, der auch Tierhorrorfans ansprechen darf. Etwas mehr Abwechslung zum Treiben auf dem Hotel war allerdings noch drin, so dass man mit den etwas zu überdreht und nervig agierenden Darstellern auch vereinzelte Passagen überstehen muss. Somit dieser Film bei mir auch ein Tick schlechter abschneidet als Texas Chainsaw Massacre 1 - 3. Im rasanten Showdown zeigt Regisseur Tobe Hopper dann noch mal seine ganze Klasse, was den Film auch wieder eine Aufwertung verschafft.
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