
Somerville wurde in den 1980er-Jahren als Mitglied der Bands Bronski Beat (1984–1985) und The Communards (1985-1988) bekannt. Besonders sein außergewöhnlicher Falsett-Gesang gab dem Dance- und Synthie-Pop der Gruppen ein besonderes Markenzeichen. In den Texten ging es vorrangig um Homosexualität, oftmals in gefühlvoller Auseinandersetzung mit der körperlichen Seite, und um die Isolation und Ablehnung der jüngeren Generation Schwuler in ländlichen Gegenden, die sie sehr oft dazu zwingt, ihre Heimatorte zu verlassen. Der Song Smalltown Boy hielt sich in Deutschland über 30 Wochen in den Charts und hatte für viele junge Schwule auch in Deutschland eine vergleichbare Signalwirkung wie z. B. die Coming-Out-Story Trapez von Marion Zimmer Bradley oder der Film Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (1970) von Rosa von Praunheim.
Zusammen mit Bronski Beat hatte Jimmy Somerville die Hits Why, Smalltown Boy, It Ain't Necessarily So (orig. George Gershwin) und ein Remake der Donna-Summer-Disco-Hymne I Feel Love zusammen mit Marc Almond.
Mit den Communards hatte Somerville Hits mit den Remakes der 1970er-Jahre- Disco-Titel Don't Leave Me This Way (von Harold Melvin and the Blue Notes) und Never Can Say Goodbye (von Gloria Gaynor). Beide konnten sich in ganz Europa in den Top Ten der Charts platzieren.
Ab 1989 veröffentlichte Somerville Solo-Platten, die sich ebenfalls auf Anhieb in den internationalen Charts platzieren konnten. Besonders viel Erfolg hatte er wiederum mit Coverversionen: You Make Me Feel (Mighty Real) (1990) von Sylvester, To Love Somebody (1990) von den Bee Gees und It Hurts So Good (1995) von Millie Jackson.
In den 1990er-Jahren wurden die Pausen zwischen seinen Alben immer größer und Manage The Damage aus dem Jahre 1999 konnte nicht mehr an die alten Erfolge anknüpfen. Somerville zog sich für mehrere Jahre zurück und veröffentlichte 2004 eine neue Single namens It's So Good. In Deutschland war er Vorsänger auf Konzerten von Rosenstolz. 2005 erschien, nach mehrfachen Verschiebungen, das Album Home Again.
Das Album Suddenly Last Summer erschien im Mai 2009 als Download.
Die Geschichte von Bronski Beat ist wirklich einmalig.
In den 80er war es noch ziemlich schäbig Homosexual zu sein, ein Junge Namens Jimmy Somerville nach seinem unfreiwilligen Outing, wurde von der Polizei bei einer Rauferei ergriffen und zu seinen Eltern gebracht, die von seinen Vorlieben nun unterrichtet wurden. Er riss anschließend von Zuhause aus, setzt sich in einen Zug traf Steve Bronski und Larry Steinbachek und diese entschlossen sich ein Musikprojekt zu Gründen für die Rechte von Homosexuelle einzutreten, was dann über Nacht ein Erfolg wurde.
1995 löste sich die Band auf und Jimmy Somerville gründete The Communards, jene sich mit der Thematik Aids befassten, wo man aber auch nur ein paar Songs erschienen lies. Jimmy Somerville hatte aber auch anschließend als Solokünstler noch Erfolg durch diverse Coversongs und Duetts wie mit Marc Almond (Soft Cell).
Die Songs sind auch fast durchweg gut, einige Videos von ihm sind mir dann aber auch zu viel des guten, zumindest ist sein Tanzstiel einer der einprägsamsten überhaupt. : ) Heut zu Tage könnte man der aktuellen Mainstreambewegung dies wohl nicht mehr verkaufen, zu ausgefallen, schräg und ja eigen die Videos.
