• Produktionsland: USA
    Produktion: Paul Thomas Anderson
    Erscheinungsjahr: 1997
    Regie: Paul Thomas Anderson
    Drehbuch: Paul Thomas Anderson
    Kamera: Robert Elswit
    Schnitt: Dylan Tichenor
    Spezialeffekte: Diane Carlucci
    Budget: ca. 15.000.000 Mio. US $
    Musik: Michael Penn
    Länge: ca. 155 Min.
    Freigabe: FSK 16
    Deutscher Kinostart: 4. Juni 1998

    Darsteller:

    Mark Wahlberg: Eddie Adams/Dirk Diggler
    Burt Reynolds: Jack Horner
    Julianne Moore: Maggie/Amber Waves
    William H. Macy: Little Bill
    Heather Graham: Rollergirl/Brandy
    Don Cheadle: Buck Swope
    Philip Seymour Hoffman: Scotty J.
    John C. Reilly: Reed Rothchild
    Luis Guzmán: Maurice TT Rodriguez
    Nicole Ari Parker: Becky Barnett
    Thomas Jane: Todd Parker
    Philip Baker Hall: Floyd Gondolli
    Robert Ridgely: Colonel James
    Alfred Molina: Rahad Jackson
    Ricky Jay: Kurt Longjohn, Kameramann
    Melora Walters: Jessie St. Vincent
    Nina Hartley: Little Bills Frau
    Joanna Gleason: Eddies Mutter
    Robert Downey Sr.: Musikproduzent
    Michael Penn: Nick
    Michael Jace: Jerome

    Handlung:

    Pornofilm-Regisseur Jack Horner (Burt Reynolds) lernt in einer Bar den jungen Mann Eddie Adams (Mark Wahlberg) kennen und nimmt den Tellerwäscher mit der außergewöhnlichen Manneskraft sofort unter Vertrag.
    Über Nacht steigt Eddie in der Szene unter seinem Künstlernamen 'Dirk Diggler' zum Superstar auf, doch sein rasanter Aufstieg führt genauso schnell wieder nach unten...

    Kritik:

    Der Film des Magnolia-Regisseurs Paul Thomas Anderson ist besser als erwartet, da er nicht nur das Leben von John Holmes aufarbeitet, sondern auch Zeugnis einer Filmbranche ist, die sich in den frühen Achtzigern radikal verändert hat. Durch das Aufkommen der VHS werden nicht nur mehr schmuddelige Filme auf den Markt geworfen - sie werden auch immer einfallsloser, roher und härter. Der Glanz der Siebziger ist in den Achtzigern bereits verflogen. Die Stars von gestern werden gesellschaftlich geächtet und sind schlimmstenfalls bereits in die Drogenabhängigkeit oder Kriminalität gerutscht.

    Boogie Nights ist eine Hommage auf die Porno-Branche zu Zeiten eines großen Umbruchs. Ein Drahtseilakt zwischen Drama, Thriller und Komödie: bedrückend, makaber und witzig zugleich. Ein Film, der von seinen großartigen Schauspielern lebt. Von ihnen jemanden hervorzuheben, fällt schwer, aber wenn, geht mein Lob an Burt Reynolds, der sich als frivoler Filmregisseur mächtig ins Zeug legt, Heather Graham als überraschend freizügiges 'Rollergirl', sowie William H. Macy in der Rolle des Bühnenautoren 'Little Bill', der seine Frau wiederholt in flagranti beim Fremdgehen erwischen muss. Selbst Mark Wahlberg, den ich nicht für den talentiertesten Schauspieler halte, konnte mich in seiner Rolle als selbstherrlicher Pornostar 'Dirk Diggler' überzeugen. Ironisch ist auf jeden Fall, dass Marky Mark bei einer Soundaufnahme in einem Musikstudio keinen einzigen Ton trifft. Von diesem misslungenem Versuch abgesehen, zählt der Boogie Nights Soundtrack zu den besten überhaupt. Immerzu werden die prächtigen Bilder von einem doppeldeutigen Hit der Siebziger Jahre begleitet.

    Einen Vergleich mit den Filmen von Martin Scorsese muss sich Paul Thomas Anderson dabei wohl oder übel gefallen lassen, denn Boogie Nights erinnert in seiner Inszenierung und Erzählstruktur an GoodFellas und Casino. Immerhin scheint Anderson die Stärken dieser beiden Filme genau unter die Lupe genommen zu haben und liefert ein schnörkelloses Werk ab, das Martin Scorsese nicht besser hätte drehen können. Wenn es überhaupt etwas zu beanstanden gibt, dann lediglich die leichte Überlänge, die aber nichts daran ändert, dass Boogie Nights ein erfrischend vorgetragener, phantastischer Film über die vielleicht interessanteste Branche der Filmindustrie ist.

    [film]9[/film]

  • Ganz toller Cast, grandios gespielt.
    Ein Mark Wahlberg in der Form seines Lebens, man merkt jedem an das er Spass beim Dreh hatte.
    Kein Dumpfer Film, sonder ein Stück Amerikanischer Geschichte, wen der zusagt der sollte auch bei dem jetzt erscheinenden Lovelace, dem Gegenstück des Männlichen Pornostars reinschauen.
    Der ist allerdings nicht so witzig, sondern ernster, Deep Throat lässt grüssen.
    [film]10[/film]

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

    Edited once, last by tom bomb (July 26, 2016 at 10:35 AM).

  • Quote

    Original von Venom:

    Auf Dich ist bei guten Filmen eigentlich immer Verlass - daher schon einmal danke für den Tipp!

    ...gern geschehen, aber das halt ein echtes Drama, und eben keine Komödie, kannst ja mal einen Blick in die Thread von Lovelace werfen.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Meine erste und auch einzige Sichtung ist leider schon eine ganze Weile her,muss so um 2004-2005 gewesen sein.Ich glaub der kam mal auf Pro7 oder RTL2,auf jeden Fall hat er mir gut gefallen,allein schon wegen der Story.Mit einer Bewertung halte ich mich aber zurück,da ich mich nicht mehr so genau an alle Einzelheiten des Streifens erinnern kann.

  • Kritik:

    Wenn man erkennt das der Film auf die Länge betrachtet zu wenig aus der Story macht. Hallo hier geht es nur darum einen Porno zu drehen und wie der Hauptdarsteller dann etwas abdreht? Also viel zu lang geraten das Ganze. Immerhin ist der Film einigermaßen unterhaltsam und die Schauspieler gut gewählt, auch ein Mark Wahlberg konnte hier noch gut schauspielern. Mit einer angemessenen Spielzeit hätten man den Film wirklich noch empfehlen können, aber hier verzettelt sich mal wieder ein Regisseur total in zu viel BlaaBlaa was keiner wissen will. Interessanter wird es dann mit dem letzten Drittel, der Abstieg des Schwanzlurchs ist gut dargestellt, er hebt ab weil er ein Star ist und gerät in den Drogenhandel, wird dann zusammen geschlagen. Die Sounduntermalung ist dabei verstörend. Das Ende hätte man dann machen können, ein Happy Ende und fehlende nackte Haut passen nicht wirklich zu einem Film der Independent sein will. Durchschnitt, verpassen tut man nichts, zumindest definitiv nicht schlechter.

    [film]5[/film]

  • Für mich ein absolutes Meisterwerk... Das Leben des John Holmes (oder ein weiterer dunkeler Lebensabschnitt) wurde ja auch in Wonderland ein bissl unter die Lupe genommen... Hier in Boogie Nights hat auf jeden Fall alles gestimmt und auch wenn aus Mr. 33 cm hier Dirk Diggler wurde erkennt man sofort um wen es sich in diesem Film dreht... Längen konnte ich nicht feststellen und ich schau mir dieses Werk jedesmal mit der selben begeisterung wieder und wieder an...

    [film]10[/film]

  • Wie einen da die 70iger Jahre vermittelt werden das Gefühl die Poster die man sieht Drogen Sex Ach Gott was würd ich dafür geben in einer anderen Zeitepoche Leben zu können...Genau mein ding.Filmisch ist der Film wirklich gut er hat alles tolle Atmosphäre gute Schauspieler,den Aufstieg und den unvermeidlichen Absturz eines Pornostars.Ich würde den Film gerne höher bewerten als ich es onehin tue aber wenn man die Mucke die zu Anfangs des Filmes "Boney M ec" öfters hören würde im Film ja dan Schade....Defenitiv ein Film der einen das Lebensgefühl der 70iger so beschreibt und vermittelt wie s tatsächlich einmal war, das können nicht viele Filme so wie es dieser hier tut und wenn man noch den Jahrgang berücksichtigt im welchen Jahr der Film gedreht und herausgekommen ist muss ich meinen Hut vor so viel Liebe im detail ziehen.Nur Bumsen ist schöner :)
    [film]8[/film]


  • Der Film behandelt die amerikanische Pornoindustrie in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren mit einer umfangreichen Filmmusik und detailgetreuen Requisiten.
    Die Figur des Dirk Diggler spielt auf den realen Porno-Darsteller John Holmes an, der als „der Mann mit dem größten Schwanz der Welt“ galt und später an AIDS starb.

    Die Endszene mit dem Monolog vor dem Spiegel ist eine Anspielung auf den Scorsese-Film "Wie ein wilder Stier".
    Der Film wurde 1998 für drei Oscars nominiert.
    Für seine Rolle als Porno-Regisseur wurde Burt Reynolds als „Bester Nebendarsteller“ nominiert, und auch Julianne Moore erhielt eine Nominierung als „Beste Nebendarstellerin“ für ihre Verkörperung der Amber Waves.
    Ebenfalls Oscar-nominiert: das Drehbuch von Paul Thomas Anderson. Alle drei Nominierten gingen jedoch leer aus.

    Hingegen wurde Burt Reynolds mit einem Golden Globe als „Bester Nebendarsteller“ ausgezeichnet, und Julianne Moore erhielt eine Nominierung für den Golden Globe als „Beste Nebendarstellerin“.

    In der Szene, in der Pornostar Dirk Diggler mit seinen beiden Freunden die Villa eines reichen Kunden aufsucht, um ihn bei einem Kokain-Deal mit einem Päckchen Backpulver reinzulegen, spielt der drogensüchtige Bewohner, als er die Unterhaltung unterbricht, Luftschlagzeug zu dem Song Sister Christian der Rockband Night Ranger, der sich auf dem Album Midnight Madness von 1983 befindet.
    Anschließend laufen auf der Musikanlage des Drogenkunden per Kassette die ersten Takte des Lieds 99 Luftballons der deutschen Popsängerin Nena.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Bisher kannte ich nur den Filmtitel und das Good Old Burt mitspielte. Im Fahrwasser der wilden Siebziger ist der bestimmt ansehenswürdig, oder?

    Wie einen da die 70iger Jahre vermittelt werden das Gefühl die Poster die man sieht Drogen Sex Ach Gott was würd ich dafür geben in einer anderen Zeitepoche Leben zu können...

    Ich auch, aber um anschließend danach das bessere Jahrzehnt mitzuerleben. Die 70er waren auch (hierzulande und sicherlich noch gerechtfertigt) linkslastig.

    STRANGER THINGS 5

    Premiere: 26. November 2005 - 31. Dezember 2025

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