
Alternativer Titel: Duell in der Wüste
Produktionsland: USA
Produktion: Monte Hellman, Jack Nicholson, Roger Corman
Erscheinungsjahr: 1965
Regie: Monte Hellman
Drehbuch: Jack Nicholson
Kamera: Gregory Sandor
Schnitt: Monte Hellman
Spezialeffekte: -
Budget: ca. -
Musik: Robert Drasnin
Länge: ca. 79 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Cameron Mitchell, Millie Perkins, Jack Nicholson, Katherine Squire, George Mitchell, Rupert Crosse
Drei Cowboys sind auf dem Weg nach Waco. Unterwegs machen sie vor einer Hütte Rast ohne zu wissen, dass die „Bewohner“ der Hütte zuvor eine Kutsche überfallen und den Kutscher niedergeschossen haben. Der Sheriff und seine Männer sind bereits im Anmarsch und halten die drei unschuldigen Cowboys ebenfalls für Desperados. Als einer der drei erschossen wird flüchten die anderen beiden um dem Strick zu entgehen.
„Ritt im Wirbelwind“ wurde wie „Das Schießen“ im Jahre 1965 in der Wüste von Utah gedreht. Zwischen den Dreharbeiten befand sich eine Woche Pause. Beide Filme kamen bei den US Kritikern nicht an und die Rechte wurden erst 1968 an die Walter Reade Organization verkauft. Es ist schon verwunderlich was die damaligen Kritiker bei diesen Filmen übersehen haben, als sie diese durchfallen ließen. Zwar kann „Ritt im Wirbelwind“ nicht ganz die Ausnahmeklasse aufweisen die „Das Schießen“ besitzt, trotzdem handelt es sich um einen sehr beachtlichen und außergewöhnlichen Western.
Die Zeiten in denen der US Cowboy mit Patriotismus an den Hut geheftet, im großkotzigen Stil über die Leinwand reitet und alle gegen das Gesetz Verstoßenden mit einem Lächeln eliminiert, sind bei Monte Hellmann nicht zu finden. Nach dem mit Suspense durchtränkten „Das Schießen“ legte Hellmann mit „Ritt im Wirbelwind“ eine weitere Interpretation seines Wilden Westen nach. Ein Wilder Westen in dem die Helden alles andere als wild sind. Ein Wilder Westen in dem die Helden Menschen sind und ihre Menschlichkeit zeigen. Ein natürlicher und grundehrlicher Weg. Selbst die Pferde scheuen erschrocken wenn ein Pistolenschuss die Ruhe stört und sich die abgeschossene Kugel den Weg in sein Opfer sucht.
Alles kommt in einer sehr stillen Weise daher, nicht identisch mit der Stille aus „Das Schießen“. „Das Schießen“ zeigte ein rein depressives Bild, „Ritt im Wirbelwind“ greift mehr in die Richtung Monotonie, Einsamkeit und Sinn des Lebens. Der unschuldig Gejagte findet sich mit seinem Schicksal ab, er sucht den Frieden weiß aber das er keine Chance hat diesen zu finden und das sein Leben nur noch von kurzer Dauer ist. Das Ganze kommt in sehr minimalistischer Weise daher, trotzdem kann man dem Film nicht nachsagen das er in irgendeiner Weise billig wirkt.
Innerhalb der Besetzung wirkt neben Jack Nicholson auch Millie Perkins mit, die auch gemeinsam mit Nicholson bei „Das Schießen“ vor der Kamera stand.
Fazit: Ein hervorragender Western der wie auch „Das Schießen“ immer noch nicht die Anerkennung erhalten hat, die ihm eigentlich zusteht.
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