• Alternativer Titel: Diva
    Produktionsland: Frankreich
    Produktion: Irène Silberman, Serge Silberman
    Erscheinungsjahr: 1981
    Regie: Jean-Jacques Beineix
    Drehbuch: Jean-Jacques Beineix, Jean van Hamme
    Kamera: Philippe Rousselot
    Schnitt: Monique Prim, Marie-Josèphe Yoyotte
    Stunts: Michel Norman
    Budget: ca. 2.950.000 Mio. US $
    Musik: Vladimir Cosma, Alfredo Catalani, Charles Gounod
    Länge: ca. 123 Minuten
    Freigabe: FSK 12

    Deutscher Kinostart: 25. März 1983


    Darsteller:

    Frédéric Andréi: Jules
    Richard Bohringer: Gorodish
    Roland Bertin: Simon Weinstadt
    Thuy An Luu: Alba
    Jacques Fabbri: Inspektor Saporta
    Wilhelmenia Fernandez: Cynthia Hawkins
    Dominique Pinon: Le Curé
    Gérard Darmon: L’ Antillais

    Handlung:

    Jules verdient sich sein Geld als Postbote. In seiner Freizeit beschäftigt er sich meist mit seinem Idol, der Opernsängerin Cynthia Hawkins, die es ablehnt eine Platte aufzunehmen. Bei einem Konzert gelingt es Jules eine Aufnahme mitzuschneiden. Am Folgetag wirft eine Prostituierte die von zwei Männern verfolgt wird eine Kassette in Jules Posttasche. Jules nimmt dieses nicht ernst und weiß nicht dass sich auf dem Tape das Belastungsmaterial gegen einen Ring von Kriminellen befindet. Jules wird fortan verfolgt und er meint es sei die Polizei die ihm auf den Fersen ist und es ginge um den illegalen Mitschnitt…

    Jean-Jacques Beineixs Film kann einige hervorragende Kamerabilder präsentieren die vereinzelnd eine märchenhafte Präsentation darlegen. Neben den guten Bildern kann der Film weiterhin mit einer sehr guten Story punkten. Diese entwickelt sich nach und nach und bewegt sich auf dem Spannungsbogen langsam nach oben. Positiv unterstützt wird das ganze von den vereinzelnd unbekümmert agierenden Darstellern/ Darstellerinnen. Frédéric Andréi als etwas naives Opfer Jules, Richard Bohringer in der Rolle von Gorodish, sowie Thuy An Luu als Alba. Als besondere Hackfresse hat der Film mit Dominique Pinon in der Rolle des Gangsters Le Curé ein weiteres Highlight zu bieten. Brigitte Lahaies Rolle hat übrigens eine Laufzeit (im wahrsten Sinne) von ca. 5 Sekunden.

    In musikalischer Hinsicht wird sehr häufig Alfredo Catalanis „Ebben, n'andrò lontana“ gespielt. Eine Arie die immer gern von der Diva Cynthia Hawkins interpretiert und von Jules gehört wird.

    „Diva“ ist einer der Filme die von ihrer Stille und ihrem Bedacht leben. Der Film geht ruhig und unspektakulär zu Werke, kann jedoch (bei manchen auch gerade deshalb) immer die Aufmerksamkeit auf sich richten. Einer der wenigen Actionmomente ist eine Verfolgungsjagd in der Metro, bei der Jules mit einem Motorrad über die Rolltreppen rast.

    Fazit: Tolles französisches Kino, das als leicht surrealistischer Thriller gepaart mit satirischen Anklängen hinsichtlich Werbung und Showbusiness sehr gut funktioniert. Kurz gesagt: französisches Kino, so wie man es mag.

    [film]8[/film]

    Edited 2 times, last by tom bomb (October 12, 2025 at 11:35 AM).

  • Meine Güte, Diva hat über 30 Jahre auf dem Buckel?
    Dennoch wirkt er so frisch, sehr hilfreich ist halt die Musik die hier beinahe zu "erzählen" beginnt, teils mehr wie die Darsteller.
    Tolle Bilder, tolle Momente, ein erfrischender Cocktail aus den verschiedensten Lagern, Liebe, Gesang, mit Momenten die wirken und einer lebendigen Geschichte.
    Normalerweise ist das ganze nicht so mein Geschmack, richtig erklären kann ich auch es nicht, vielmehr gibt es gar keinen Grund, denn Diva ist einfach nur "schön".
    Die Benotung ist dennoch schwer, wahrscheinlich hassen viele eben genau so eine Art Film oder sind vielmehr fasziniert, also 1 oder 10 Punkte?
    Ich gebe 9, mit der Begründung das er es nicht ganz in meinen Film Olymp schafft, aber er klopft an dessen Pforte.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

  • Ab dem 6. Oktober 2025 als 4K Version erhältlich.

    Der Film feierte 1981 in Frankreich mit 2.281.569 Kinobesuchern ein erfolgreiches Debüt, und war im darauffolgenden Jahr in den USA erfolgreich und spielte 2.678.103 US-Dollar ein.

    Der Film wurde als französischer Beitrag für den besten fremdsprachigen Film bei der 54. Oscarverleihung ausgewählt , jedoch nicht nominiert.

    So wurde "Diva" zum Kultklassiker und fand internationale Anerkennung.

    Mein Herz schlägt für meine Mama &

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