Alternativer Titel: Die gefürchteten Zwei
Produktionsland: Italien, Spanien
Produktion: Alberto Grimaldi
Erscheinungsjahr: 1968
Regie: Sergio Corbucci
Drehbuch: Luciano Vincenzoni, Adriano Bolzoni, Sergio Spina, Sergio Corbucci
Kamera: Alejandro Ulloa
Schnitt: Eugenio Alabiso
Spezialeffekte: -
Budget: ca. -
Musik: Alberto Grimaldi
Länge: ca. 107 Minuten
Freigabe: FSK 16
Darsteller:
Franco Nero: Sergej Kowalski
Tony Musante: Paco Roman
Jack Palance: Ricciolo
Giovanna Ralli: Columba
Eduardo Fajardo: Alfonso Garcia
Franco Giacobini: Pepote
Alvaro De Luna: Ramon
Raf Baldassarre: Mateo
Remo De Angelis: Hudo
Joe Kamel: Sebastian
Vicente Roca: Elias García
Franco Ressel: Studs
Handlung:
Die Minenarbeiter rebellieren unter Leitung von Paco Roman gegen den Minenbesitzer Garcia. Ein polnischer Söldner namens Sergej Kowalski schließt sich den Rebellen an, da er in der Revolution eine Menge Geld wittert.
Ennio Morricone und Bruno Nicolais Musik zieht bereits zu Beginn seine unverkennbaren Spuren. Eine gute Revolutionshymne lässt Slapstick-Klänge, so wie das bekannte und geliebte „L'Arena“ folgen.
Wir befinden uns in der Gegenwart und Mexiko scheint seine Revolutionäre zu verlieren. Warum dieses der Fall ist und warum Paco Roman als Clown in einer Arena fungiert, lässt die anstehende Rückblende erklären. Der Sprung in die Vergangenheit, die das Entstehen und das Leben innerhalb der Revolution näher bringt um zum Finale gut informiert wieder in der Gegenwart einzusteigen.
Die Reiseführer, die zum Teil auch als Reisebegleiter fungieren sind vier an der Zahl. Zum einen Franco Nero als Sergej Kowalski, ein Söldner dem nichts wichtiger ist als das Geld und den Alle den Polen nennen und Tony Musante in der Rolle des Revolutionsführers Paco Roman. Ein Duo, dass die Vorgabe eines überzeugenden Schauspiels ebenso überzeugend an den Tag legt. Kowalski und Paco liefern sich einige gute Wortgefechte und Kowalski ist im Punkto Intelligenz dem Idealisten Roman um einiges Voraus. Eine Tatsache die der Pole natürlich stets für sich ausnutzt.
„Armer Paco. Er war dabei ein Idealist zu werden. Dabei hatte ich vergessen ihm zu sagen, dass Idealismus der Dünger für den Friedhof ist.“ (Sergej Kowalski)
Ein treffendes Zitat, das die Ansichten von Sergej Kowalski klar darlegt und auf das Thema Idealismus und Vaterlandsliebe anspielt. Dinge die sich für Kowalski als unwichtig und lächerlich darstellen, für ihn zählt einzig der Profit und keine Träumereien.
Neben Tony Musante und Franco Nero erweist sich Giovanna Ralli als Columba nicht nur als attraktive Revolutionärin, sondern als ein denkender Pol der Absicht und Schein schnell differenzieren kann.
Selbstverständlich muss man auf einen Bösewicht nicht verzichten und mit Jack Palance kommt in der Rolle von Ricciolo auch ein sehr obskurer Charakter auf uns zu. Eine mit einer Dauerwelle frisierte Person, die auf sehr seltsame Weise gern das Wort „Sebastian“ von sich gibt. Dieses Zauberwort ist gleich bedeutend mit den bekannten und geliebten Satzhymnen wie „Ettore, hol den Wagenheber!“ oder „Bruno, hol den Kalk!“. Ricciolo ist ein äußerst seltsamer Vogel, der für Stimmung sorgen kann.
In visueller Hinsicht hat „Il Mercenario“ einiges zu bieten. Die Landschaften gefallen und der Einsatz der aufgehenden Sonne wird ebenfalls sehr gut von Alejandro Ulloas Kamera eingebracht.
Die Grundhandlung des Films ist eher sekundär, da sich der Ablauf aus den Situationen ergibt. Langeweile ist innerhalb „Il Mercenario“ ein unbekannter Faktor, denn es ereignet sich immer etwas Interessantes.
Fazit: Ich bin kein großer Freund von Revolutions-Western, allerdings muss ich eingestehen, dass mir „Il Mercenario“ wie auch Petronis „Tepepa“ gut gefallen haben.
![8/10 [film]8[/film]](https://nightmare-horrormovies.de/core/images/smilies/smiley264.png)
Punkte